
Die Montagskonzerte im Hirsvogelsaal sind das Resultat einer Kooperation zwischen den städtischen Museen und dem musisch ausgerichteten Labenwolf-Gymnasium in Nürnberg. Im sechs- bis achtwöchigen Turnus kommen Museumsbesucher und Musikliebhaber immer montags, um 13.15 Uhr, in den besonderen Genuss musikalischer Kostproben. In verschiedensten Besetzungen bieten die jungen Musikerinnen und Musiker Kammerkonzerte sowie A-Cappella-Gesänge von ungefähr 30-minütiger Dauer.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Museumsbesucher, sondern auch an Berufstätige, die ihre Mittagspause einmal ganz anders gestalten wollen. Für einen Kostenbeitrag von nur 1,00 EUR stehen die Konzerte jedem offen, der musikalisch beflügelt in die zweite Tageshälfte starten möchte.
Für Museumsbesucher ist der Besuch des Konzerts im regulären Eintrittspreis von 5,00 EUR (ermäßigt 2,50 EUR) eingeschlossen.
Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Treibberg 6
90403 Nürnberg
Montag, 1. Februar 2010, 13.15 Uhr
Gemeint ist damit Musik, die vor 1800 komponiert wurde, also in erster Linie barocke Werke. Unter anderem wird eine Triosonate von Johann Joachim Quantz zu Gehör gebracht. Er erlangte insbesondere durch seine Tätigkeit als Hofmusiker und Flötenlehrer Friedrichs des Großen Bekanntheit und gilt nach wie vor als einer der bedeutendsten Komponisten von Flötenliteratur. Darüber hinaus liefert sein 1752 erschienenes Unterrichtswerk "Versuch einer Anweisung, die Flöte traversière zu spielen" einzigartige Informationen über die musikalische Stilistik der Barockzeit.
Montag, 3. Mai 2010, 13.15 Uhr
Die großen und kleinen Streichinstrumente stehen diesmal im Mittelpunkt des etwa 30-minütigen Konzertes, das von einem Ensemble aus Anfängern der 5. Klasse bis zu den Profis aus dem Leistungskurs der 12. Jahrgangsstufe gestaltet wird. Im Duo, begleitet von Akkorden oder auch ganz alleine präsentieren die Streicher des Labenwolf-Gymnasiums Stücke des Barocks unter anderem von Evaristo Dall'Abaco, Johann Sebastian Bach, Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel.
Montag, 21. Juni 2010, 13.15 Uhr
2010 ist in musikalischer Hinsicht ein besonderes Jahr: Der Geburtstag gleich zweier großer Barockkomponisten, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach, jährt sich 2010 zum 325. Mal. Auch zwei Söhne von Johann Sebastian Bach feiern runde Jubiläen. Wilhelm Friedemann Bach kam vor 300 Jahren, sein Bruder Johann Christian Bach vor 275 Jahren zur Welt.
Unter Leitung von Gundel Huschka und Gudrun Bähr, Lehrkräfte für Flöte, spielen Schülerinnen der 6. Klassen eine Hornpipe aus der Wassermusik von Händel. Die Flötistinnen der Oberstufe bringen unter anderem Duos von Wilhelm Friedemann Bach sowie eine Sonate und eine Arie für zwei Flöten aus der Jagdkantate von Johann Sebastian Bach zu Gehör.
Montag, 18. Oktober 2010, 13.15 Uhr
Dieses Mal tritt unter der Leitung von Bernhard Joerg endlich wieder das Labenwolfquartett "Reine Männersache" auf, u.a. mit Werken von John Lennon und André Caplet. Die Mitglieder des Quartetts sind Fabian Kratzer, Joachim Langmann, Benjamin Pfändner und Bernhard Joerg.
Montag, 6. Dezember 2010, 13.15 Uhr
Das letzte Montagskonzert in diesem Jahr steht ganz im Zeichen von Nikolaus und Co. Es werden am Klavier alle 88 Tasten und mindestens genauso viele Finger in Bewegung geraten. Passend zur Jahreszeit tragen die Schüler des Labenwolf-Gymnasiums unter anderem Schumanns Knecht Rupprecht und den Santa Claus-Blues auf dem Klavier vor. Das Programm moderiert und leitet die Labenwolf-Klavierfrau Hilde Pohl mit Unterstützung ihres Kollegen Holger Berndsen.

Schon seit 2004 laden die museen der stadt nürnberg, zusammen mit der Cembalistin und Kirchenmusikerin Susanne Hartwich-Düfel, Freunde der Kammermusik zu Konzertveranstaltungen ins bezaubernde Ambiente des Hirsvogelsaals ein. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Reihe "Kammerkonzert mit Cembalo" auch im Jahr 2010 mit sechs neuen Terminen fortgesetzt.
Susanne Hartwich-Düfel hat an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Hedwig Bilgram Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo studierte und ist seit 1994 als Kantorin an der Sebalduskirche in Nürnberg beschäftigt.
In unterschiedlicher Besetzung von Streichern oder Flöte begleitet, spielt die Musikerin die Werke großer internationaler Komponisten. Als Initiatorin der Reihe freut sie sich gemeinsam mit namhaften Künstlerinnen und Künstlern auf eine neue Saison der Faszination Kammermusik rund um das Cembalo.
Samstag, 6. Februar 2010, 20 Uhr
Mit Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Samstag, 13. März 2010, 20 Uhr
Mit Corinna Schreiter (Sopran), Michaela Schneider (Flöte) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
In der Stimmlage des Frühlings, dem Sopran, und dem frühlingshaften Instrument Flöte besingen und bespielen Corinna Schreiter (Sopran) und Michaela Schneider (Flöte) gemeinsam mit Susanne Hartwich-Düfel am Cembalo den Frühling. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Bach, Händel und Telemann.
Samstag, 17. April 2010, 20 Uhr
Canto cordial
Ruth Liebscher (Sopran), Zsuzsanna Zsizsmann (Violine), Rainer Bartke (Violoncello) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Samstag, 12. Juni 2010, 20 Uhr
Mit Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Bachs 1731 erschienene Partiten für Cembalo sind eine meisterlich komponierte Musik für Spezialisten der Tastenkunst, die die barocke Hochkultur dieser Zeit widerspiegelt. Auf Bachs Spuren begibt sich anlässlich der zahlreichen Bach-Jubiläen Susanne Hartwich-Düfel am Cembalo mit einer Gesamtaufführung der Partiten an zwei Abenden.
Samstag, 9. Oktober 2010, 20 Uhr
Mit Jörg Krämer (Flöte), Sören Uhde (Violine), Johanna Eras (Violoncello) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Der Musik der Zeit zwischen Barock und Klassik, der Zeit der Galanterie, deren Musik ein ganz besonderer Reiz und eine eigene Freiheit der Gefühlsdarstellung innewohnt, ist dieses Ensemblekonzert gewidmet.
Samstag, 27. November 2010, 20 Uhr
Mit Sören Uhde (Violine) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)
Zum Advent steht festliche Barockmusik auf dem Programm, die für viele Menschen ganz untrennbar zur Weihnachtszeit dazugehört. Gerade für Violine und Cembalo existiert ein unerschöpflicher Reichtum an festlicher Musik, deren glanzvollen Rahmen der wunderbare Renaissancesaal darstellt. Es spielen Sören Uhde (Violine) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo).

Der Internationale Gitarrensalon "La Guitare" geht in sein fünftes Jahr - der große Erfolg des letztjährigen Salons bestärkte die Macher, ihr anspruchsvolles Konzept beizubehalten: nämlich wundervolle Gitarrenklänge verschiedener Stilrichtungen mit internationalen Künstlern und Ensembles in einem stimmungsvollen Ambiente darzubieten. Der künstlerische Leiter von "La Guitare", Andreas Knoblich, verspricht auch in diesem Jahr wieder reichliche Schmankerln für Fans der hochkarätigen Gitarrenmusik zwischen Barock und Bossa Nova.

Das Salzburger Gitarrenquartett zu Gast im Hirsvogelsaal
Samstag, 27. März 2010, 20 Uhr
Das Salzburger Gitarrenquartett formierte sich 1994 aus vier international renommierten Künstlern und konzertiert seither in diversen Konzertreihen und Gitarrenfestivals auf nationaler und internationaler Ebene. Das Ensemble zeichnet sich durch virtuos-plastisches und farbenreiches Spiel aus.

Sérénade à Trois zu Gast im Hirsvogelsaal
Samstag, 1. Mai 2010, 20 Uhr
Sérénade à Trois ist ein Trio von drei international renommierten Musikern, die den besonderen Charme und die spezielle Klangsprache der frühen Romantik lieben. Mit der weltweit bekannten Klassikgitarristin Sonja Prunnbauer (Freiburg) an der Gitarre spielen sie musikalischen Raritäten für Gitarre, Violine und Flöte. Das hochkarätige Ensemble lässt jene aus dem Konzertsaal weitgehend entschwundene filigrane Klangwelt aus der sich neigenden Blütezeit des klassischen Gitarrenspiels in aufregender Weise wieder lebendig werden.


Samstag, 15. Mai 2010, 19.30 bis ca. 1 Uhr
Anlässlich des Jubiläumsjahrs "175 Jahre Deutsche Eisenbahn" lautet das Motto der Blauen Nacht 2010 "Unterwegs". Lauschen Sie daher im Hirsvogelsaal ausgewählten, spannenden Reiseberichten und Erzählungen von Pilgern, Abenteurern und anderen Reisenden quer durch Zeit und Raum - vom 15. Jahrhundert bis heute. Auch bei den mittelalterlichen Kaufmannsfamilien Nürnbergs gehörten Reisen zum Alltag, wie die einstige Hausherrin "Katharina Tucher" bei ihren Schlossführungen charmant zu erzählen weiß. Genießen Sie unter freiem Himmel die Chill-Out-Area im wunderschön illuminierten Renaissancegarten bei sphärischer Musik, leckeren Cocktails und kulinarischen Köstlichkeiten der Spitzenköche von el paradiso.

Dienstag, 18. Mai 2010, 20 Uhr
Im wunderschönen Ambiente des Hirsvogelsaals musiziert an diesem Abend die Mezzosopranistin Rebecca Martin zusammen mit dem Lautisten Stefan Maass. In ihrem ungewöhnlichen und stimmungsvollen Programm stellen sie Lautenlieder und Kantaten aus dem 16. und 17. Jahrhundert vor. Das Lied-Repertoire der beiden Musiker umfasst Komponisten wie John Dowland, Claudio Monteverdi, Girolamo Frescobaldi Alessandro Scarlatti und Georg-Friedrich Händel.
Die in Saigon geborene amerikanische Sängerin Rebecca Martin hat sich international als Opern-, Konzert- und Liedsängerin einen hervorragenden Ruf erworben. Nach ihrem Studium für Klavier und Gesang in Indiana folgten zahlreiche Engagements u.a. auch am Staatstheater Nürnberg. Seit 2004 unterrichtet sie eine Gesangsklasse an der Hochschule für Musik in Nürnberg.
Stefan Maass, 1960 in Berlin geboren, absolvierte neben seinem Studium der klassischen Gitarre in Berlin ein Lautenstudium an der Rheinischen Musikhochschule Köln und erhielt im Jahr 2000 den Arras-Preis für Kunst und Kultur der Stadt Dresden.
Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Treibberg 6
90403 Nürnberg
Karten zum Preis von 20 EUR gibt es unter

Deckengemälde, 1534
Auch im Jahr 2010 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen. Der Mai ist dem Deckengemälde des Hirsvogelsaals gewidmet, das der Dürer-Schüler Georg Pencz 1534 mit dem Bildthema "Der Sturz des Phaethon" versehen hat.
Die bekannteste und ausführlichste Schilderung dieser mythologischen Erzählung findet sich in den "Metamorphosen" des römischen Schriftstellers Ovid, die Pencz sich zum literarischen Vorbild für seine Darstellung nahm: Phaethon lenkt verbotenerweise den Sonnenwagen seines Vater Sol, des Sonnengottes, über den er die Kontrolle verliert und dadurch die Erde in Brand setzt. Um Schlimmeres zu verhindern, schleudert der Göttervater Jupiter einen seiner Blitze auf den Jungen, der getroffen zu Tode stürzt. Diese Art eines Deckengemäldes war hinsichtlich seiner Konzeption zu Zeiten Georg Pencz' etwas vollkommen Neues: Zwanzig Leinwandbilder auf Keilrahmen bilden ohne die sonst übliche Kassettenunterteilung ein großes Gemälde, das den gesamten Raum überspannt und so ein lückenloses Fresko vortäuscht. Es ist damit eines der frühesten illusionistisch angelegten Deckengemälde nördlich der Alpen und stellt im gesamten europäischen Raum eine Novität dar.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Deckengemälde, den Künstler und den Hirsvogelsaal erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Mai-Schaustücks bietet Ulrike Berninger M.A., Leiterin des Museums Tucherschloss, zwei kostenlose Spezialführungen an:




Vortrag von Prof. Dr. Erika Simon, Würzburg
Mittwoch, 21. Juli 2010, 19.30 Uhr
im Hirsvogelsaal (Zugang über das Museum Tucherschloss)
Die bekannte Klassische Archäologin Prof. Dr. Erika Simon aus Würzburg hält direkt am "Ort des Geschehens" einen Vortrag zur Ikonographie des Deckengemäldes "Der Sturz des Phaethon" im Nürnberger Hirsvogelsaal.
Das monumentale, vielfigurige Deckengemälde des Fest- und Tanzsaals wurde im Auftrag seines Erbauers, des Patriziers Lienhard III. Hirsvogel, im Jahr 1534 vom Dürerschüler Georg Pencz geschaffen und mit dem Bildthema "Der Sturz des Phaethon" versehen.
Die bekannteste und ausführlichste Schilderung dieser mythologischen Erzählung findet sich in den "Metamorphosen" des römischen Schriftstellers Ovid, die Pencz sich zum literarischen Vorbild für seine Darstellung nahm: Phaethon lenkt, durch eine Beleidigung herausgefordert, trotz der Warnungen ob der gewaltigen Gefahren dieses Unterfangens den Sonnenwagen seines Vater Sol, des Sonnengottes. In seiner Unerfahrenheit gerät Phaeton dabei jedoch in Panik und verliert die Kontrolle über das Gespann, das dadurch aus der Bahn gerät und einen Weltenbrand verursacht. Um Schlimmeres zu verhindern, schleudert der Göttervater Jupiter einen seiner Blitze auf den Jungen, der getroffen zu Tode stürzt.
Diese Art eines Deckengemäldes war hinsichtlich seiner Konzeption zu Zeiten Georg Pencz' etwas vollkommen Neuartiges: Zwanzig Leinwandbilder auf Keilrahmen bilden ohne die sonst übliche Kassettenunterteilung ein großes Gemälde, das den gesamten Raum überspannt und so ein lückenloses Fresko vortäuscht. Die Decke des Saals beherbergt damit eines der frühesten illusionistisch angelegten Deckengemälde nördlich der Alpen und stellt im gesamten europäischen Raum eine Novität dar. Die Wahl des Bildmotivs selbst ergibt sich aus der geistigen Strömung des Humanismus und der Renaissance - der Wiederbelebung der Antike. Der Sturz des Phaethon wird zum beliebten Motiv in den bürgerlichen Häusern Nürnberger, die die Sage als Warnung vor leichtfertigen Geschäften betrachteten.



Open Air-Gottesdienst im Renaissancegarten
Sonntag, 25. Juli 2010, 10.30 Uhr
Erneut öffnet das Museum Tucherschloss seine Pforten zu einer sommerlichen Begegnung unter freiem Himmel: Zum Gottesdienst und anschließendem Gartenfest lädt die evangelisch-lutherische Kirche St. Egidien in den Renaissancegarten des Museums Tucherschloss ein.
Rund um den Egidienberg mit seiner gleichnamigen Kirche und das am Treibberg gelegene Renaissanceschloss der Familie Tucher, das die Verwaltung der städtischen Museen beherbergt, sind heute die Stadtbibliothek im stattlichen Pellerhaus, universitäre und kirchliche Einrichtungen und die meisten Nürnberger Gymnasien versammelt.
Die Tatsache, dass gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen nicht nur zum täglichen Brot, sondern auch zum sonntäglichen Feiern gehören, war im Jahr 2005 Grund und Anlass zu einer freundschaftlichen Initiative: Im Rahmen einer herzlichen Kooperation feiert St. Egidien an einem Sonntag im Juli seinen Gottesdienst unter freiem Himmel im Schlosshof der einstigen Tucherschen Sommerresidenz.
Begrüßt werden die Gottesdienstbesucher von der ehemaligen Hausherrin "Katharina Tucher", dargestellt von der Schauspielerin Inge Bickel, die danach das Wort an Pfarrer Heinrich Weniger weiterreicht und nach der Predigt zum gemeinsamen Picknick in "ihren" Garten einlädt.
Fast schon zur Tradition geworden ist es, den Gottesdienst von St. Egidien "open air" zu feiern und anschließend in Schloss und Garten gemütlich zusammen zu sein. Zu einem vergnüglichen Picknick können Decken und Verpflegung selbst mitgebracht werden. Ein Getränkestand steht für die Besucher bereit.
Um einen störungsfreien Gottesdienst zu gewährleisten, ist der reguläre Museumsbesuch ausnahmsweise erst ab 13 Uhr möglich. Die Teilnahme am Gottesdienst und dem Picknick ist bis 13 Uhr kostenfrei. Ab 13 Uhr wird der reguläre Museumseintritt von 5 EUR, ermäßigt 3 EUR, erhoben.






Im Tucherschloss wird wieder international gefeiert - und das hat Tradition! Bereits seit 2003 veranstalten die museen der stadt nürnberg und das Amt für Internationale Beziehungen in bewährter Kooperation jedes Jahr ein Festival, um die Kulturen und Bräuche der Nürnberger Partnerstädte vorzustellen. "Nürnberg trifft San Carlos" heißt diesmal das Motto, das Nürnbergs kleinste Partnerstadt in den Mittelpunkt stellt: Nach Atlanta, Nizza, Glasgow, Antalya und Charkiv gibt sich pünktlich zum 25jährigen Partnerschaftsjubiläum die bunte Hauptstadt der Region Río San Juan im mittelamerikanischen Nicaragua die Ehre. Dort findet sich Exotik pur: Auf Palmen wachsen tropische Früchte wie Bananen, Papayas und Avocados, zwischen denen sich Papageien tummeln. In Hängematten lässt sich landestypischer Kaffee oder Rum entspannt genießen, getanzt werden Salsa und Merengue.
Ein wenig von diesem außergewöhnlichen Flair ist im August auch im Tucherschloss zu spüren, denn dann sind Besucher herzlich eingeladen, sich bei zahlreichen Veranstaltungen auf eine kulturelle und kulinarische Reise zu den "Sancarleños" zu begeben:
Direkt aus San Carlos stammt Patricia Bonilla Blanco-Fink, Leiterin der Grupo Folclórico Nicaragüense Náhuatl, die vom Erlös ihrer Tanzauftritte Projekte in Nicaragua fördert. Heiße Tanzschritte im Rueda de Casino zeigt Sunny's Salsa Gruppe. Die Florian Bührich Band erinnert mit Mambo Franconia an die südamerikanischen Hits der 1950er/60er Jahre. Die temperamentvollen Latino-Rhythmen von Los Dos y Compañeros kommen vielen spanisch vor - dabei singt die Band in ihrer Muttersprache: oberpfälzisch! Abgerundet wird das musikalische Programm durch die Boleros, Rumbas und Cumbias von Caña Que Que.
Kunstfreunde können die Ausstellung "Kolonie" der Akademiekünstlerin Anna Handick, Meisterschülerin von Claus Bury, bewundern: Eine Installation raumhoher Hängenester, deren Vorbilder sie auf Reisen um San Carlos entdeckt hat. Die Entwicklung der Stadt lässt sich anhand der Aufnahmen aus 20 Jahren San Carlos in der Fotoausstellung von Markus Biebelriether verfolgen.
Daneben bringen uns der Schnuppersprachkurs "Nicañol für Anfänger", ein Erzählcafé, ein Tanz-Workshop zum Mitmachen, Filme und Lesungen das Leben in San Carlos näher. Auf die kleinen Besucher wartet am Sonntag ein buntes Kinderprogramm - pädagogisch bestens betreut durch das KPZ. Und was wäre ein lateinamerikanisches Fest ohne köstliche landestypische Gaumenfreuden und Cocktails ...
Also: Feiern und tanzen Sie mit uns - ¡Bienvenidos!
Eintritt frei!
Das genaue Programm für beide grenzenlos-Tage mit den Uhrzeiten der einzelnen Programmpunkte können Sie als PDF-Dokument herunterladen:
Programm des Festivals "grenzenlos. Nürnberg trifft San Carlos/ Nicaragua"
PDF-Datei (441 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_tucherschloss/programm_grenzenlos_2010.pdf>
Infos unter:
Tel. 0911/ 231 - 54 20 oder 231 - 50 46
museen-Spamschutz, alles zwischen diesen Gedankenstrichen bitte löschen-@stadt.nuernberg.de
Veranstalter sind die museen der stadt nürnberg in Kooperation mit dem Amt für Internationale Beziehungen der Stadt Nürnberg.
Amt für Internationale Beziehungen
<http://www.nuernberg.de/internet/international/>
Wir danken dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) und dem Städtepartnerschaftsverein Nürnberg-San Carlos e.V. für die Unterstützung!
Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg
<http://www.kpz-nuernberg.de/kpz/index.shtml>
Städtepartnerschaftsverein Nürnberg-San Carlos e.V.
<http://www.nica-nuernberg.de>

Im Anwesen des Tucherschlosses zeigt das spätmittelalterliche Nürnberg von seiner schönsten Seite: In diesem Jahr dient der Renaissancegarten und das Schloss dem 23. SommerNachtFilmFestival als romantische Kulisse für unterhaltsames Kino der besonderen Art.
| Für alle Filme gilt | |
|---|---|
| Kassenöffnung/ Einlass | 20.15 Uhr |
| Filmbeginn | 21.15 Uhr |
| Eintrittspreise: | 7,50 EUR / 6,50 EUR (ermäßigt) |

Termin: Dienstag, 24. August 2010
CH 2009, 94 min., Regie: Micha Lewinsky
Mit Philippe Graber, Peter Hottinger, Dominique Jann, Marie Leuenberger, Beat Marti u.a.
Eigentlich hat Rahel den romantischsten Job der Welt. Als Standesbeamtin entlässt sie verliebte Pärchen am glücklichsten Tag ihres Lebens in die Ehe. Doch Rahel selbst hängt längst nicht mehr diesen Träumereien nach. Die Leidenschaft in ihrer eigenen Ehe ist nämlich erloschen. Ihre Lebensgeister werden erst wieder geweckt, als ihr Jugendfreund Ben in ihrem Schweizer Städtchen auftaucht. Die aufflackernde Zuneigung der beiden hat nur einen Haken: Ben will heiraten und sich von Rahel trauen lassen.

Termin: Mittwoch, 25. August 2010
DE/RU 2009, 112 min., Regie: Michael Hoffman
Mit Helen Mirren, Christopher Plummer, Paul Giamatti u.a.
Der von seinen Anhängern wie ein Held vereehrte Leo Tolstoi und seine Frau Sofia sind seit 48 Jahren verheiratet, als er überstürzt von ihrem Landgut in den Süden Russlands fliehen muss. Tolstois Ende ist nahe und Sofia beobachtet mit Skepsis, wie dessen engster Vertrauter Chertkov ihren Mann dazu überreden will, sein Werk dem russischen Volk zu vermachen. Sie versucht Tolstois jungen, naiven Sekretär Valentin auf ihre Seite zu ziehen, damit sie die Rechte bekommt.

Termin: Donnerstag, 26. August 2010
DE/A 2009, 144 min., Regie: Michael Haneke
Mit Burghart Klaußner, Ulrich Tukur, Christian Friedel u.a.
Ein Dorf im protestantischen Norden Deutschlands. 1913/14. Vorabend des Ersten Weltkriegs. Die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors. Seine kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Wer steckt dahinter?

Termin: Freitag, 27. August 2010
FR/CA 2009, 144 min., Regie: Terry Gilliam
Mit Heath Ledger, Johnny Depp, Colin Farrell, Jude Law, Christopher Plummer u.a.
In seinem fantastischen Wandertheater gelingt es Dr. Parnassus das Publikum mit einem Blick in eine andere Welt zu bezaubern. Doch der alte Mann hat ein dunkles Geheimnis: Da er seine Unsterblichkeit, die er einst vom Teufel Mr. Nick gewonnen hatte, gegen ewige Jugend eintauschen wollte, versprach er dafür sein erstes Kind, sobald es 16 Jahre alt wird, an den Teufel zu übergeben. Nun rückt die Zeit näher und Dr. Parnassus muss sich etwas überlegen, um seine Tochter zu retten und den Teufel zu überlisten.

In Kooperation planen die museen der stadt nürnberg, das Bildungszentrum der Stadt Nürnberg und die Künstlerin Rebecca Maurer eine neue, "etwas andere" Musikreihe, die ab Herbst 2010 in lockeren, aber regelmäßigen Abständen im wunderschönen Hirsvogelsaal stattfinden soll: die "Konzertgespräche".
Rebecca Maurer, in Nürnberg geborene international ausgebildete und renommierte Spezialistin für historische Tasteninstrumente, gilt nicht nur als eine der herausragenden Mozartinterpretinnen ihrer Generation, sondern arbeitet auch auf wissenschaftlichem Gebiet als freie Autorin und Moderatorin für mehrere Sendeanstalten.
In der neuen Reihe "Konzertgespräche im Hirsvogelsaal" wird sie dem Publikum hochinteressante Aspekte der Musikgeschichte im Kontext der Kunst- und Kulturgeschichte der jeweiligen Zeit auf anschaulich-unterhaltsame Weise vorstellen.
Wann immer das Konzertprogramm thematisch die Möglichkeit bietet, wird Rebecca Maurer dabei den kulturhistorischen Bezug zur Nürnberger Geschichte und zum Veranstaltungsort - dem Hirsvogelsaal - herstellen.

"Konzertgespräch" mit Rebecca Maurer am Cembalo
Donnerstag, 30. September 2010, 19 Uhr
Auffallend viele Kompositionen, die am Hofe des Sonnenkönigs Ludwig XIV. (1638-1715) - des "Roi Soleil" - entstanden sind, stehen in der Tonart g-moll: "en sol mineur". Zufall oder Teil einer ausgefeilten musikalischen Propaganda, die den Sonnenkönig verherrlichen sollte?
Rebecca Maurer lüftet im ersten "Konzertgespräch" musizierend und erläuternd dieses spannende Geheimnis. Dabei nimmt sie zugleich einen klanglichen Bezug auf das berühmte "sonnenemblematische" Deckengemälde "Der Sturz des Phaethon" des Dürer-Schülers Georg Pencz im Nürnberger Hirsvogelsaal. In dieser thematischen Einheit von Musik und Malerei hören Sie Werke des "musikalischen Propagandaministers" des Sonnenkönigs, Jean-Baptiste Lully, sowie von dessen Zeitgenossen François und Louis Couperin und Jean-Henri D'Anglebert.
Dabei erfahren Sie viel Unbekanntes über wichtige, nicht nur musikalische Hintergründe ... Fragen sind natürlich erlaubt!
Hirsvogelsaal: Eingang über Museum Tucherschloss
Hirschelgasse 9-11
90403 Nürnberg
Aufgrund der Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg läuft der Kartenverkauf als Kursanmeldung/Buchung ausschließlich über das Servicebüro des Bildungszentrums. Das Konzert findet nur statt, wenn bis zum 23. September 2010 mindestens 30 Teilnehmer ihre Konzertkarten gebucht haben.
Bildungszentrum der Stadt Nürnberg - Servicebüro
Gewerbemuseumsplatz 1
90403 Nürnberg
Bitte geben Sie bei Ihrer Buchung unbedingt die Kursnummer an: 31000
Karten: 18 EUR, ermäßigt 15 EUR
Mindestteilnehmerzahl: 30 Personen
Anmeldeschluss: 23.09.2010
Nur Restkarten an der Abendkasse!
Sobald es Informationen über die nächsten "Konzertgespräche" im Jahr 2011 gibt, informieren wir Sie auf dieser Website.