museen der stadt nürnberg

Die wichtigsten vergangenen Ausstellungen und Veranstaltungen des Museum Tucherschloss im Jahr 2008.

Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal

Archiv 2008

Alexandra Völkl präsentiert Chansons der großen Legende Zarah Leander.

Happy Birthday, Zarah!

Eine musikalische Hommage zum 101. Geburtstag von Zarah Leander
mit Alexandra Völkl (Gesang, Text) und Sören Balendat (Klavier)
Samstag, 7. März 2008, 19.30 Uhr

Sie war eine Lichtfigur der Leinwand . und die Stimme der Sehnsucht: die schwedische Schauspielerin und Sängerin Zarah Leander.

In den Jahren 1936-42 war sie der gefeierte Star der Berliner Filmgesellschaft UFA, und die Lieder, die sie in ihren Filmen sang, gelten heute als Inbegriff des nostalgischen Schlagers: "Kann denn Liebe Sünde sein?" - "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh’n" - "Eine Frau wird erst schön durch die Liebe" und viele andere ihrer Lieder haben die Zeit überdauert.

Am 15. März 2008 wäre die unvergessene Zarah 101 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass laden die museen der stadt nürnberg zu einem Abend voller Erinnerungen an die Legende Zarah Leander ein. Mit Geschichten und Auszügen aus ihren Memoiren lassen die Schauspielerin und Sängerin Alexandra Völkl und der Pianist Sören Balendat die große Diva außerdem auch selbst zu Wort kommen.

Dr. André Millard, passionierter und profunder Kenner der E-Gitarre.

The Electric Guitar - History and Technology of an American Icon

Vortrag von Dr. André Millard, Birmingham/Alabama
(in engl. Sprache)
Mittwoch, 12. März 2008, 19.30 Uhr

Die E-Gitarre gilt heute als das wichtigste neuzeitliche Musikinstrument. Ebenso ist sie durch und durch amerikanisch: laut, ungestüm und schwer zu meiden. Der hochinteressante Vortrag untersucht die Herkunft des so komplexen technologischen Systems der E-Gitarre und stellt dar, wie Erfinder und praktisches Handwerk aus Deutschland diese Entwicklung beeinflusst haben.

Außerdem wird der US-amerikanische Gitarrenspezialist André Millard, durch Live-Beispiele untermalt, einen kurzen geschichtlichen Ausflug in die amerikanische Musik machen, um aufzuzeigen, wie der Klang der E-Gitarre von ihren Spielern, dem sozialen Kontext ihrer Verbreitung und der sich immer weiter verbreitenden Massenproduktion, beeinflusst wurde.

Eve Komada: Pianistin, Komponistin und Entertainerin.

PIANO - unlimited

Eine kleine musikalische Weltreise mit Eve Komada
Freitag, 14. März, und Samstag, 15. März 2008, jeweils 20 Uhr

Die Pianistin, Komponistin und Entertainerin ist nicht nur in Sachen Musik ein ausgesprochener Kosmopolit. Die weltgereiste Künstlerin wird für ihr Publikum tief in den Überseekoffer greifen und ein anspruchsvolles Programm zaubern , das einen weiten Bogen zwischen Klassik, Jazz und Weltmusik spannt. Es wird ein vergnügliches Wiederhören bekannter Werke geben, denen sie ein neues Kleid verpasst und die sie liebevoll entstaubt hat. Natürlich werden auch neue Songs aus ihrer eigenen Feder aufgeführt. Eve freut sich schon auf den Hirsvogelsaal, der durch seine einzigartige Atmosphäre eine besondere emotionale Nähe zum Publikum verspricht.

Schülerinnen des Labenwolf-Gymnasiums beim Montagskonzert im Hirsvogelsaal.

Montagskonzerte im Hirsvogelsaal

Die Montagskonzerte im Hirsvogelsaal sind das Resultat einer Kooperation zwischen den städtischen Museen und dem musisch ausgerichteten Labenwolf-Gymnasium in Nürnberg. Im sechs- bis achtwöchigen Turnus kommen Museumsbesucher und Musikliebhaber immer montags, um 13.15 Uhr, in den besonderen Genuss musikalischer Kostproben. In verschiedensten Besetzungen bieten die jungen Musikerinnen und Musiker Kammerkonzerte sowie A-Cappella-Gesänge von ungefähr 30-minütiger Dauer.

Das Angebot richtet sich nicht nur an Museumsbesucher, sondern auch an Berufstätige, die ihre Mittagspause einmal ganz anders gestalten wollen. Für einen Kostenbeitrag von nur 1,00 EUR stehen die Konzerte jedem offen, der musikalisch beflügelt in die zweite Tageshälfte starten möchte.

Für Museumsbesucher ist der Besuch des Konzerts im regulären Eintrittspreis von 5,00 EUR (ermäßigt 2,50 EUR) eingeschlossen.

Ort der Veranstaltung

Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Treibberg 6
90403 Nürnberg

Termine

Montag, 10. März 2008, 13.15 Uhr
Montag, 5. Mai 2008, 13.15 Uhr
Montag, 23. Juni 2008, 13.15 Uhr
Montag, 13. Oktober 2008, 13.15 Uhr
Montag, 1. Dezember 2008, 13.15 Uhr

Der Hirsvogelsaal: feierlicher Rahmen für Konzerte klassischer Musik.

Kammerkonzerte mit Cembalo 2008

Bereits seit 2004 laden die museen der stadt nürnberg, zusammen mit der Kirchenmusikerin Susanne Hartwich-Düfel, Freunde der Kammermusik zu jährlich vier Konzertveranstaltungen in den Hirsvogelsaal ein. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Reihe "Kammerkonzert mit Cembalo" im Jahr 2007 mit vier neuen Terminen fortgesetzt.

Susanne Hartwich-Düfel hat an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Hedwig Bilgram Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo studierte und ist seit 1994 als Kantorin an der Sebalduskirche in Nürnberg beschäftigt.

In unterschiedlicher Besetzung, von Streichern oder Flöte begleitet, spielt die Musikerin an vier Samstagen und einem Sonntag im Jahr die Werke großer internationaler Komponisten.

Termine

Cembalo aus Frankreich mit Lackmalerei, um 1730.
Johann Sebastian Bach - Goldbergvariationen

Samstag, 23. Februar 2008, 20 Uhr
Mit Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

Ursprünglich zur Aufheiterung des Bach-Freundes Graf von Keyserlingk in dessen schlaflosen Nächten komponiert, sind die Variationen nach dem Hauscembalisten des Grafen, J.G. Goldberg, benannt. Es handelt sich um einen hochkomplexen Zyklus mit symmetrisch angeordneten Kanons, die sich schrittweise vom Einklang bis zur None aufbauen. Gleichzeitig sind die "Goldbergvariationen" eines der ansprechendsten und bedeutendsten Werke der gesamten Cembaloliteratur.

Um 1750 verdrängte die Querflöte die Blockflöte und wurde ein bedeutendes Solo- und Orchesterinstrument.
Flautissimo

Samstag, 19. April 2008, 20 Uhr
Mit Jörg Kramer (Soloflötist am Staatstheater Nürnberg), Michaela Schneider (Querflöte) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

Das Konzert "Flautissimo" mit Werken von J.S. Bach u.a. steht ganz im Zeichen des Querflötenklangs: Einmal erklingt eine, ein anderes Mal ertönen zwei Flöten in der Kombination mit dem Cembalo oder im reinen Flötenduett.

Raffael: Viola da Gamba, Detail aus dem Tafelgemälde "Die Heilige Caecilia", 1514/15.
Europäischer Barock
Musikalische Streifzüge durch Europa

Sonntag, 1. Juni 2008, 20 Uhr
Mit Christina Hussong (Viola da Gamba) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

Die als Spezialistin für Barockmusik sehr gefragte Gambinistin Christina Hussong spielt gemeinsam mit Susanne Hartwich-Düfel am Cembalo Werke der Komponisten William Byrd (1543-1623), Marin Marais (1656-1728), Diego Ortíz (1525-1570) und J.S. Bach (1685-1750).

Annibale Carracci: Römische Landschaft, um 1600.
Schwärmerei - Verehrung - Leidenschaft

Sonntag, 13. Juli 2008, 20 Uhr
Mit Ruth Liebscher (Sopran), Szuszanna Sziszmann (Violine), Cyriakus Alpermann (Violoncello) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

Unter dem romantischen Thema "Schwärmerei - Verehrung - Leidenschaft" führen Kantaten und Arien für Sopran, Violine und Basso Continuo durch verschiedene musikalische Landschaften des Barock von Italien über Süddeutschland bis nach Norddeutschland.

François Boucher:
Der Liebesbrunnen, 1748.
Musikalisches Hirtenleben

Sonntag, 12. Oktober 2008, 20 Uhr
Mit Corinna Schreiter (Sopran), Paulo Arantes (Solo-Oboist am Staatstheater Nürnberg) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

Das in der Barockzeit sehr beliebte Hirtenmotiv wird in diesem Konzert in weltlichen und geistlichen Kantaten und Arien musikalisch beleuchtet. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Händel, Telemann, Rameau u.a.

Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von 14 Jahren.
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonaten für Violine und Klavier

Samstag, 29. November 2008, 20 Uhr
Mit Sören Uhde (Professor für Violine an der Hochschule für Musik, Würzburg) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo)

In diesem Konzert wird anstelle des Cembalos die Kopie eines zur Mozartzeit üblichen Hammerflügels eingesetzt.

La Guitare: Virtuose Musiker zeigen ihr Können beim Internationalen Gitarrensalon im Hirsvogelsaal.

La Guitare - Internationaler Gitarrensalon im Hirsvogelsaal

Bereits seit drei Jahren finden zahlreiche Gitarrenkonzerte im Museum Tucherschloss statt, allesamt mit internationalen Künstlern besetzt und durchweg ausverkauft. Durch die ausnahmslos positiven Erfahrungen 2005 entstand die Idee einer internationalen Gitarrenreihe. Der Gedanke, hochkarätige Virtuosen aus aller Welt im Hirsvogelsaal des Museums Tucherschloss, aber auch an weiteren Veranstaltungsorten der Nürnberger Innenstadt, in einer konstanten Reihe dem Publikum zu präsentieren, ist nun Wirklichkeit geworden.

Die Realisierung der Gitarrenreihe "La Guitare" wurde und wird durch die Unterstützung der museen der stadt nürnberg möglich.

Termine

Gitarrenzauber von der Copacabana mit dem Quarteto Maogani.
Gitarrenzauber von der Copacabana

Das Quarteto Maogani aus Rio de Janeiro zu Gast im Hirsvogelsaal
Samstag, 8. März 2008, 20 Uhr

Den Auftakt der "La Guitare"-Saison 2008 machen am 8. März vier Gitarristen aus Rio de Janeiro mit dem klangvollen Namen Quarteto Maogani, die mittlerweile auch schon eine Hollywood-Produktion aufweisen können.

Das Quarteto Maogani spielt die Klassiker der brasilianischen Musik in ausgesucht schönen Arrangements. Der große Gitarrenvirtuose Sergio Assad sprach ihnen höchste Anerkennung aus. Technische Virtuosität gepaart mit Temperament und perfektem Zusammenspiel versprechen einen traumhaften Abend für alle Liebhaber brasilianischer Klänge. Das Quartett fasziniert dabei mit einer Mischung aus Jazz und brasilianischen Rhythmen: neben der Musik Antonio Carlos Jobims werden auch Stücke von Baden Powell, Pixinguinha und Guinga zu hören sein.

Die junge chinesische Gitarristin Xuefei Yang.
Xuefei Yang

Samstag, 12. April 2008, 20 Uhr

Die international gefeierte Gitarristin Xuefei Yang war die erste chinesische Gitarristin, die in China eine Musikakademie besuchte und ihr Studium mit einem BA-Abschluss am Zentralkonservatorium in Beijing absolvierte. Sie war auch die erste Gitarristin ihres Landes, die im Westen Gitarre studierte. Der Komponist Rodrigo hörte ihr Debütkonzert in Madrid, das sie mit 14 Jahren gab. 1995, als John Williams nach Beijing kam, war er so beeindruckt von ihrem Spiel, dass er dem Konservatorium zwei seiner eigenen Smallman Gitarren stiftete, damit sie und andere talentierte Studenten auf diesen Instrumenten spielen konnten.

Seit 2000 lebt Xuefei Yang in England, dort erhielt sie den Pip.RAM - die höchste Auszeichnung für Performance, die von der Royal Academy vergeben wird. 2005 wurde ihr für herausragende Leistungen der "Associate"-Titel der Academy verliehen. 2003 spielte sie in Belgien in 54 Konzerten, während der "Night of the Proms"-Tour in Belgien, den Niederlanden und Deutschland vor einer Zuhörerschaft von über 800.000 Personen.

Das internationale Damen-Quintett "Gitarrissima".
Damen-Gitarren-Quintett "Gitarrissima"

Samstag, 12. Juli 2008, 20 Uhr

Seit 2002 verzaubern fünf junge Gitarristinnen aus Österreich, Ungarn und Deutschland mit einfühlsamen Interpretationen, sensiblem Zusammenspiel und Virtuosität eine ständig wachsende, internationale Zuhörerschaft. In außergewöhnlicher Besetzung - das Quintett besteht aus einer Oktavgitarre (Krisztina Dobó) drei Konzertgitarren (Judith Bernhart, Maria Benischek und Zsuzsanna Jànosi) und einer Bassgitarre (Caroline Auer) - und mit originellen Arrangements betritt das Ensemble neuen Boden im Genre klassischer Gitarrenmusik.

Mehr Informationen zu den fünf Musikerinnen von "Gitarrissima" finden Sie hier:
externer Link Gitarrissima
<http://welcome.to/gitarrissima/>

Bei gutem Sommerwetter ist das Konzert von "Gitarrissima" als stimmungsvolle Open-Air-Veranstaltung im idyllischen Renaissancegarten des Museums Tucherschloss geplant.
Denken Sie bitte deshalb an Jacke, Pulli oder Decke!

Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der benachbarten Kirche St. Egidien statt.

Titelbild Schaustück
"Schau-Stück" des Monats März 2008: Werkstatt Veit Hirsvogels d.Ä.: Verkündigungsfenster nach einem Entwurf Albrecht Dürers im Museum Tucherschloss.

Schau-Stück des Monats März 2008
Verkündigung an Maria

Glasfenster aus der Werkstatt Veit Hirsvogels d.Ä. nach einem Entwurf von Albrecht Dürer
Nürnberg, 1502/04

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen möchten, fort. Der März 2008 ist dem wunderschönen Glasfenster mit der Darstellung der Verkündigung an Maria gewidmet. Es entstand in der berühmten Werkstatt des Nürnberger Glasmalermeisters Veit Hirsvogel des Älteren nach einem Entwurf Albrecht Dürers.

Die Verkündigungsszene auf dem hervorragend erhaltenen spätmittelalterlichen Glasfenster ist ein reicher Quell an christlicher Mariensymbolik. Von einem bedeutenden Vertreter der einflussreichen Tucherfamilie, Propst Sixtus, in Auftrag gegeben, befand sich das Verkündigungsfenster ursprünglich an einem ganz anderen Ort in Nürnberg.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Ikonographie der Verkündigung, den ehemaligen Standort des Fensters sowie über dessen Schöpfer erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Glasfensters bietet die Leiterin des Museum Tucherschloss, Ulrike Berninger M.A., zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Donnerstag, 13. März 2008:
16 Uhr
Sonntag, 30. März 2008:
13 Uhr

Andreas Kuhnlein: Rückblick, Ulmen/Eiche, 2001.

Menschenbilder - Holzskulpturen von Andreas Kuhnlein

Ausstellung im Renaissance-Garten des Museums Tucherschloss
24. April bis 29. Juni 2008

Die beeindruckenden Werke von Andreas Kuhnlein waren bisher bei über 260 Ausstellungen in 11 Ländern zu sehen. Der 1953 im Chiemgau geborene und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Künstler betrachtet den Baum als wesenhafte Erscheinung und Synonym für den Menschen. Harthölzern von toten und entwurzelten Bäumen entlockt er ein Menschenbild, das von Verletzlichkeit und Vergänglichkeit geprägt ist. Ein Baum mit seinen Jahresringen, weiß Kuhnlein, trägt die verflossene Zeit ebenso in sich, wie ein menschliches Antlitzt.

Im idyllischen Renaissance-Garten des Museums Tucherschloss sind nun zerklüftete Skulpturen zu sehen, die uns fragen lassen: Wer sind wir, wo kommen wir her und wo gehen wir hin?

Weitere Informationen über den Bildhauer Andreas Kuhnlein finden sie auf der Website des Künstlers:
externer Link Andreas Kuhnlein
<http://www.kuhnlein-bildhauer.de/>

Der Renaissance-Garten des Tucherschlosses: Malerischer Ort für den Open Air-Gottesdienst.
Blick vom Renaissancegarten Richtung Schlosshof.
Prächtige Blüte vor einem Fenster des Hirsvogelsaals.

St. Egidien zu Gast im Tucherschloss

Open Air-Gottesdienst im Renaissance-Garten

Sonntag, 27. Juli 2008, 10.30 Uhr

Gottesdienst und Gartenfest der evangelisch-lutherischen Kirche St. Egidien im Renaissance-Garten des Museum Tucherschloss.

Rund um den Egidienberg mit seiner gleichnamigen Kirche und das am Treibberg gelegene Renaissanceschloss der Familie Tucher, das die Verwaltung der städtischen Museen beherbergt, sind heute die Stadtbibliothek im stattlichen Pellerhaus, universitäre und kirchliche Einrichtungen und die meisten Nürnberger Gymnasien versammelt.

Die Tatsache, dass gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen nicht nur zum täglichen Brot, sondern auch zum sonntäglichen Feiern gehören, war im Jahr 2005 Grund und Anlass zu einer freundschaftlichen Initiative:
Im Rahmen einer herzlichen Kooperation feiert St. Egidien an einem Sonntag im Juli seinen Gottesdienst unter freiem Himmel im Schlosshof der einstigen Tucherschen Sommerresidenz.

Begrüßt werden die Gottesdienstbesucher von der ehemaligen Hausherrin "Katharina Tucher", die das Wort an Pfarrer Heinrich Weniger weitergibt und nach der Predigt zum gemeinsamen Picknick in "ihren" Garten einlädt.

Getränke und ein kleiner Imbissstand stehen dort für die Besucher bereit. Zu einem gemütlichen Picknick können Decken und Verpflegung selbst mitgebracht werden.

Foto Hirsvogelsaal
 
Foto Rosen
 
Foto Renaissance-Garten
 
Foto Lavendelblüten
Der Renaissancegarten des Tucherschlosses - im Sommer eine wahre Pracht!

Lavendelduft und Apfelblüten

Führung durch den Renaissancegarten

3. August 2008, 11 Uhr

Wer erfrischt sich an einem heißen Sommertag nicht gerne in einem kühlen Garten, ruht sich unter Schatten spendenden Apfelbäumen aus und tankt Energie beim Anblick prächtiger Rosen und leuchtenden Lavendels? Doch um mediterrane Urlaubsstimmung zu genießen, ist weder ein eigener Garten nötig, noch muss der Pflanzenfreund dazu gleich die Stadt verlassen. Die Gartenanlage des Museums Tucherschloss hält in den Sommermonaten neben Picknick und Boules-Spiel ein weiteres Angebot für Museumsbesucher bereit: Ab Juli erfahren Interessierte auch allerlei über die Gartenkunst in der Renaissance, die für die Außengestaltung der einstigen Tucherschen Sommerresidenz zum Vorbild genommen wurde.

Die im Jahr 2000 von dem Nürnberger Gartenarchitekten Bernard Lorenz neu angelegte Grünanlage dient als Verbindungsglied zwischen dem Museum Tucherschloss und dem wiedererrichteten Hirsvogelsaal. Entstanden ist hierdurch eine in der Nürnberger Innenstadt einzigartige Renaissance-Oase, die im Jahr 2004 mit dem Architekturpreis der Stadt Nürnberg ausgezeichnet wurde.

Viele Besucher interessieren sich seitdem für die Gestaltungsprinzipien des Gartens und möchten mehr über die hier eingesetzten Pflanzen erfahren. Warum sind die Büsche in strenger geometrischer Form geschnitten? Welche Pflanzen und Blumen wachsen in den Beeten oder für welches Sinnbild steht die Rose? Warum wurden für die Treppenanlage und einzelnen Terrassen moderne Materialien wie Sichtbeton und Edelstahl verwendet und kein Sandstein?

Diese und andere Fragen beantworten künftig kunst- und botanikinteressierten Besuchern fachlich versierte Damen, die als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen das Team des Tucherschloss-Personals verstärken.

Der Gitarrist und Lautenist Axel Wolf.

"...stille Seufzer in schweigsamer Nacht"

Ein Konzert mit Flöte und Laute zum 250. Todestag der Wilhelmine von Bayreuth
Mittwoch, 22. Oktober 2008, 20 Uhr

Gemeinsam mit dem renommierten Lautenisten Axel Wolf führt der Nürnberger Traversflötist Michael Kämmle die Zuhörer in die intime Welt der Musik für Laute und Flöte, wie sie die preußische Prinzessin und Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth und ihr Bruder Friedrich II. während ihrer Jugend in Berlin gemeinsam erlebt hatten.

Weitere Informationen zu Axel Wolf erhalten Sie unter der Website des Künstlers:
externer Link Axel Wolf - Gitarre und Laute
<http://www.laute.net/>

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats Dezember 2008: Tuchersche Tafelgarnitur (Ausschnitt) 1553-1562.

Schaustück des Monats Dezember 2008
Tuchersche Tafelgarnitur

Wenzel Jamnitzer, Nürnberg, und Pierre Reymond,
Limoges 1553 bis 1562

Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der Dezember ist der Tucherschen Tafelgarnitur von Wenzel Jamnitzer und Pierre Reymond gewidmet, die ab dem 1. Dezember im Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal zu sehen ist.

Das achtteilige Nürnberger Tucher-Service darf spätestens seit den jüngsten Forschungen als das bedeutendste, geschlossen überlieferte Exemplar seiner Gattung in Deutschland gelten. Es wurde von Wenzel Jamnitzer und Pierre Reymond gefertigt und besteht aus offenen Präsentiertellern, mit Deckeln versehenen Konfektschalen und einer Weinkanne mit Becken. Man kann sich vorstellen, welchen Eindruck dieses Service auf Gäste der Familie Tucher gemacht haben muss, die nach einem aus mehreren Gängen bestehenden Festessen mit diesem Ensemble überrascht worden sind, das die geeignete Fassung für die Präsentation ausgesuchter Köstlichkeiten bildete.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Tuchersche Tafelgarnitur, ihre Geschichte und ihre Hersteller erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Dezember-Schaustücks bietet der Kunsthistoriker Helge Weingärtner M.A. zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Donnerstag, 11. Dezember 2008:
15.30 Uhr
Sonntag, 28. Dezember 2008:
12.30 Uhr

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