
Die Montagskonzerte im Hirsvogelsaal sind das Resultat einer Kooperation zwischen den städtischen Museen und dem musisch ausgerichteten Labenwolf-Gymnasium in Nürnberg. Im sechs- bis achtwöchigen Turnus kommen Museumsbesucher und Musikliebhaber immer montags, um 13.15 Uhr, in den besonderen Genuss musikalischer Kostproben. In verschiedensten Besetzungen bieten die jungen Musikerinnen und Musiker Kammerkonzerte sowie A-Cappella-Gesänge von ungefähr 30-minütiger Dauer.
Das Angebot richtet sich nicht nur an Museumsbesucher, sondern auch an Berufstätige, die ihre Mittagspause einmal ganz anders gestalten wollen. Für einen Kostenbeitrag von nur 1,00 EUR stehen die Konzerte jedem offen, der musikalisch beflügelt in die zweite Tageshälfte starten möchte.
Für Museumsbesucher ist der Besuch des Konzerts im regulären Eintrittspreis von 5,00 EUR (ermäßigt 2,50 EUR) eingeschlossen.
Hirsvogelsaal des Museum Tucherschloss
Treibberg 6
90403 Nürnberg
Montag, 29. Januar 2007, 13.15 Uhr
Montag, 26. März 2007, 13.15 Uhr
Montag, 21. Mai 2007, 13.15 Uhr
Montag, 16. Juli 2007, 13.15 Uhr
Montag, 15. Oktober 2007, 13.15 Uhr
Montag, 3. Dezember 2007, 13.15 Uhr

Bereits seit 2004 laden die museen der stadt nürnberg, zusammen mit der Kirchenmusikerin Susanne Hartwich-Düfel, Freunde der Kammermusik zu jährlich vier Konzertveranstaltungen in den Hirsvogelsaal ein. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Reihe "Kammerkonzert mit Cembalo" im Jahr 2007 mit vier neuen Terminen fortgesetzt.
Susanne Hartwich-Düfel hat an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Hedwig Bilgram Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo studierte und ist seit 1994 als Kantorin an der Sebalduskirche in Nürnberg beschäftigt.
In unterschiedlicher Besetzung, von Streichern oder Flöte begleitet, spielt die Musikerin an vier Samstagen und einem Sonntag im Jahr die Werke großer internationaler Komponisten.

Samstag, 10. März 2007, 20 Uhr
Corinna Schreiter (Sopran), Michaela Schneider (Flöte) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo) präsentieren Gesänge von Nachtigall, Distelfink und Konsorten für Sopran, Flöte und Cembalo.
Vogelstimmen waren seit jeher Vorbilder für die Musik, und hohe Stimmen und Instrumente wie Sopran und Flöte bieten sich von Natur aus für die Imitation an.
Auf dem Programm stehen Werke von Antonio Vivaldi ("Il Gardellino", der Distelfink), Antonio Caldara ("Quell’ Usignuolo"), Georg Philipp Telemann ("Kanarienvogelkantate") u.a.

Samstag, 12. Mai 2007, 20 Uhr
Katharina Heiligtag (Mezzosopran), Ralph Heiligtag (Bariton) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo) präsentien Arien und Duette.

Sonntag, 8. Juli 2007, 20 Uhr
Reingard Krämer (Viola) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo) spielen Werke für Viola und Cembalo.
Reingard Krämer ist versierte Solo- und Kammermusikbratschistin im süddeutschen Raum. Sie wirkte bei Kammerkonzerten, Rundfunk- und CD-Aufnahmen und Konzerten der Bamberger Symphoniker mit und hat sich viel mit der Aufführungspraxis Alter Musik beschäftigt. Auf dem Programm stehen Werke von Arcangelo Corelli, Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach u.a.

Samstag, 13. Oktober 2007, 20 Uhr
Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo) spielt Werke des großen Barock-Komponisten.
Anders als die berühmten Orgel-Toccaten sind die sieben Cembalo-Toccaten von Johann Sebastian Bach deutlich weniger bekannt, wenngleich keineswegs weniger kunstvoll komponiert. Diese Meisterwerke der Cembalo-Literatur, die aus Bachs früherer Schaffenszeit stammen, kommen in diesem Konzert komplett zur Aufführung.

Samstag, 1. Dezember 2007, 20 Uhr
Mit Sören Uhde (Violine) und Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo).
Der international vielbeachtete Geiger Sören Uhde, Inhaber der Professur für Violine an der Hochschule für Musik Würzburg, konnte schon zum dritten Mal für ein Konzert im Hirsvogelsaal gewonnen werden. Der Klang der Violine mischt sich in der Barockmusik in hervorragender Weise mit dem des Cembalos. Auf dem Programm stehen Werke von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi u.a.

Bereits seit zwei Jahren finden zahlreiche Gitarrenkonzerte im Museum Tucherschloss statt, allesamt mit internationalen Künstlern besetzt und durchweg ausverkauft. Durch die ausnahmslos positiven Erfahrungen 2005 entstand die Idee einer internationalen Gitarrenreihe. Der Gedanke, hochkarätige Virtuosen aus aller Welt im Hirsvogelsaal des Museums Tucherschloss, aber auch an weiteren Veranstaltungsorten der Nürnberger Innenstadt, in einer konstanten Reihe dem Publikum zu präsentieren, ist nun Wirklichkeit geworden.
Die Realisierung der Gitarrenreihe "La Guitare" wurde und wird durch die Unterstützung der museen der stadt nürnberg und besonders des deutsch-französischen Instituts Erlangen (dfI) möglich.
Deutsch-französisches Institut Erlangen (dfI)
<http://www.dfi-erlangen.de/>
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte direkt an den Veranstalter:
La Guitare - Internationaler Gitarrensalon
<http://www.la-guitare.de/>

Der brasilianischen Gitarrenvirtuose und Komponist zu Gast im Hirsvogelsaal
Samstag, 24. März 2007, 20 Uhr
Aderbal Duarte, Musikprofessor, Gitarrist und Komponist aus Salvador de Bahia, Brasilien, ist ein Meister auf der Gitarre. Als glänzender Arrangeur des berühmten Bossa Nova-Gitarristen und -Sängers Joao Gilberto, dem sicher berühmtesten Interpreten des Liedes "Girl from Ipanema", hat er sich in der Musikszene einen internationalen Namen aufgebaut. Unter Gitarristen ist die "Duarte-Methode" ein Begriff, die das zügige Lernen selbst schwieriger Kompositionen möglich macht. Der Künstler, der auch Filmmusik komponiert, hat mit "Toque com Bossa" nun auch eine eigene CD herausgebracht.
Aderbal Duarte gastiert 2005 erstmals in Europa und trat nach seiner Portugal-Tournee, mit großem Erfolg auch im Nürnberger Hirsvogelsaal auf. Sein Publikum verzaubert der Gitarrenvirtuose und Komponist mit bekannten Bossa Nova-Stücken, wie "Desafinado", "Deixa" und "Samba Triste" von Gaetano Veloso, Baden Powell oder Vinicius de Morais. Duarte wird aber auch eigene Kompositionen vorstellen und die Zuhörer mit seiner Gitarre auf eine gefühlvolle Klangreise nach Brasilien schicken.
Im Rahmen seines Aufenthalts bietet Aderbal Duarte einen Gitarrenworkshop im Pfarrzentrum St. Elisabeth an.
Termin:
Samstag, 24. März 2007, 10 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Sonntag, 25. März 2007, 13 - 15 Uhr

Samstag, 16. Juni 2007, 20 Uhr
Gaëlle Chiche, 1978 in Marseille geboren, wurde schon mit sechs Jahren beim bekannten Gitarristen René Bartoli unterrichtet. Mit 14 Jahren trat sie beim Conservatoire Nationale Supérieure de Musique in Paris in die Klasse von Alberto Ponce ein. Zahlreiche wichtige erste Preise bei internationalen Wettbewerben sowie Turneen in inzwischen 26 Ländern - u.a. in Indien, Afrika, Südostasien, den Vereinigten Staaten, Mexiko, Kanada, Japan und Deutschland - folgten seit früher Jugend. Neben ihren Konzerten und den "Masterclasses", den Prüfungen bei internationalen Wettbewerben, unterrichtet Gaëlle Chiche heute am Conservatorio Superior in Sevilla. Gerade hat sie ihre erste Solo-CD aufgenommen.
Die junge Gitarristin bietet ihrem Publikum im Hirsvogelsaal ausgearbeitete Interpretationen von klassischer und südamerikanischer Musik, voller Sinnlichkeit und Passion, Tiefgründigkeit und Poesie.

Samstag, 3. November 2007, 20 Uhr
Der international bekannte und preisgekrönte Gitarrist Andreas von Wangenheim begeistert sein Publikum mit Werken und Improvisationen, die Klassik, Ethno-Musik und Jazz auf einzigartige Weise vermischen.

Kammermusik vom Hof der Wilhelmine von Bayreuth
Sonntag, 25. November 2007, 19.30 Uhr
Carsten Lohff, Professor für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Künste in Bremen, und Michael Kämmle, dem Nürnberger Publikum bekannt als herausragender Solist auf der Traversflöte, spielen Werke aus dem Umfeld der Markgräfin Wilhelmin von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758). Die gebürtige preußische Prinzessin und Lieblingsschwester Friedrich des Großen teilte mit ihrem jüngeren Bruder nicht nur die Liebe zur Wissenschaft, sondern auch zu den schönen Künsten und der Musik.

Open Air-Gottesdienst im Renaissance-Garten
Sonntag, 22. Juli 2007, 10.30 Uhr
Gottesdienst und Gartenfest der evangelisch-lutherischen Kirche St. Egidien im Renaissance-Garten des Museum Tucherschloss.
Rund um den Egidienberg mit seiner gleichnamigen Kirche und das am Treibberg gelegene Renaissanceschloss der Familie Tucher, das die Verwaltung der städtischen Museen beherbergt, sind heute die Stadtbibliothek im stattlichen Pellerhaus, universitäre und kirchliche Einrichtungen und die meisten Nürnberger Gymnasien versammelt.

Die Tatsache, dass gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen nicht nur zum täglichen Brot, sondern auch zum sonntäglichen Feiern gehören, war im Jahr 2005 Grund und Anlass zu einer freundschaftlichen Initiative:
Im Rahmen einer herzlichen Kooperation feiert St. Egidien an einem Sonntag im Juli seinen Gottesdienst unter freiem Himmel im Schlosshof der einstigen Tucherschen Sommerresidenz.
Begrüßt werden die Gottesdienstbesucher von der ehemaligen Hausherrin "Katharina Tucher", die das Wort an Pfarrer Heinrich Weniger weitergibt und nach der Predigt zum gemeinsamen Picknick in "ihren" Garten einlädt.

Getränke und ein kleiner Imbissstand stehen dort für die Besucher bereit. Zu einem gemütlichen Picknick können Decken und Verpflegung selbst mitgebracht werden.
Um einen störungsfreien Gottesdienst zu gewährleisten, ist der reguläre Museumsbesuch ausnahmsweise erst ab 13 Uhr möglich.
Die Teilnahme am Gottesdienst und am anschließenden Picknick ist bis 13 Uhr kostenfrei. Ab 13 Uhr wird der reguläre Museumseintritt von EUR 5,- (ermäßigt EUR 2,50) erhoben.
Die Kostümführung mit "Katharina Tucher" findet planmäßig um 14 Uhr statt (Aufpreis 2,50 EUR).

Im Anwesen des Tucherschlosses zeigt das spätmittelalterliche Nürnberg von seiner schönsten Seite: In diesem Jahr dient der Renaissancegarten und das Schloss dem 20. SommerNachtFilmFestival als Kulisse für zwei außergewöhnliche Ladies des Filmbusiness: Dame Judy Dench, ist die Grand Dame des britischen Kinos und vielen vor allem als knallharte "M" in mehreren James Bond-Filmen bekannt. Die Australierin Cate Blanchett nur auf ihre Rolle in "Der Herr der Ringe" zu reduzieren, würde ihrem großen Können absolut unrecht tun. Beide Charakterschauspielerinnen sorgen für vier echte Erlebnisse - zusammen und jede für sich!
| Für alle Filme gilt | |
|---|---|
| Kassenöffnung/Einlass | 20.15 Uhr |
| Filmbeginn | 21.15 Uhr |
| Bei Regen | Vorstellung bei jedem Wetter |
| Veranstalter |
Mobiles Kino Nürnberg e.V. <http://www.sommernachtfilmfestival.de/Veranstalter.240.0.html?&veranstalter=11&cHash=8e15581251> |

Termin: Donnerstag, 16. August 2007, 21.15 (Filmbeginn)
GB/USA 2006, 92 min., Regie: Richard Eyre
Mit Judi Dench, Cate Blanchett, Billy Nighy, Andrew Simpson u.a.
Die junge Lehrerin Sheba (Cate Blanchett) tappt in eine böse Falle: Sie lässt sich auf eine Affäre mit einem minderjährigen Schüler ein, und der Junge fasziniert sie so sehr, dass sie keinen Schlussstrich unter die Beziehung ziehen kann. Doch Sheba riskiert ihren Job, sollte der Skandal bekannt werden. In ihrer Angst sucht sie Halt bei der älteren Kollegin Barbara (Judi Dench) und merkt zu spät, dass diese die Situation zu ihren Gunsten ausnutzt: Barbara erpresst Sheba mit ihrem Geheimnis, um sie ganz für sich zu haben...
Hervorragend besetztes Psychodrama!

Termin: Freitag, 17. August 2007, 21.15 (Filmbeginn)
GB 2005, 103 min., Regie: Stephen Frears
Mit Judi Dench, Bob Hoskins, Will Young, Kelly Reilly u.a.
Lady Henderson (Judi Dench) langweilt sich: Ihr Mann ist gestorben, und nun weiß die alte Dame nicht so recht wohin mit sich und dem vielen Geld. Da kommt ihr das "Windmill Theatre" gerade recht. Die tüchtige Lady erwirbt das herunter gekommene Gebäude und baut es zu einem Revuetheater um - ein mutiger Akt für eine alleinstehende Frau im London der 30er Jahre. Als sie dann auch noch beschließt, ganz nach dem Vorbild des Pariser "Moulin Rouge" nackte Mädchen darin tanzen zu lassen, ist der Anschlag auf das britische Understatement perfekt...

Termin: Samstag, 18. August 2007, 21.15 (Filmbeginn)
USA 2006, 108 min., Regie: Stephen Soderbergh
Mit George Clooney, Cate Blanchett, Toby Maguire, Beau Bridges u.a.
Jake (George Clooney) ist amerikanischer Kriegskorrespondent und trifft in den Ruinen des zerbombten Berlin seine frühere Geliebte (Cate Blanchett) wieder: Die hatte einen Deutschen geheiratet und versucht nun mit allen Mitteln, ihren Ehemann vor Übergriffen durch Sowjets oder Amerikaner zu schützen. Er sei einer der wenigen guten Deutschen gewesen, sagt sie. Jake vertraut ihr und merkt bald, wie er den überblick verliert. In diesem zwielichtig inszenierten Schwarz-Weiß-Drama ist das Gute vom Bösen nicht leicht zu unterscheiden - es ist der Beginn des Kalten Krieges...

Termin: Sonntag, 19. August 2007, 21.15 (Filmbeginn)
USA/Irland 2003, 98 min., Regie: Joel Schumacher
Mit Cate Blanchett, Gerard McSorley, Ciarán Hinds, Alan Devine u.a.
Sie galt als eine der Top-Journalistinnen Englands: Veronica Guerin hatte sich jahrelang mit investigativen Reportagen über diverse Drogenkartelle einen Namen gemacht und war dabei einigen Drahtziehern des organisierten Verbrechens gehörig auf die Füße getreten. Für diesen Einsatz musste sie teuer bezahlen: 1996 wurde sie in Irland von einem Motorrad aus im Vorbeifahren erschossen. Der Film erzählt in Rückblenden aus dem Leben einer mutigen Frau, deren Fall dazu führte, dass die Ermittlungsgesetze in Irland drastisch verschärft wurden....

Mexikanische Kleinskulptur, 2. Hälfte 16. Jahrhundert
Material: Silber vergoldet, Perlen, Pyrith
Mit der Präsentation des so genannten Vitzliputzli in der Schatzkammer des Museums Tucherschloss starten die museen der stadt nürnberg im Juli 2007 ihre neue Ausstellungsreihe "Schau-Stück des Monats".
Die einzigartige Figur des "Vitzliputzli" ist die früheste erhalten gebliebene vollplastische Goldschmiedearbeit aus Amerika, die bislang bekannt ist. Der Name "Vitzliputzli" leitet sich wohl vom aztekischen Kriegsgott Huitzilopochtli her.
Da die wertvolle Kleinskulptur seit urdenklichen Zeiten in den Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg nachweisbar ist, stellt sie - zusammen mit dem Behaim-Globus - eines der frühesten Belege Nürnberger Kontakte zu Amerika dar.
Der "Vitzliputzli" wird heute im Depot der Gemälde- und Skulpturensammlung aufbewahrt und kann nun zu den Öffnungszeiten des Museums Tucherschloss bewundert werden.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die spannende Geschichte, die Bedeutung und die Sammlungshintergründe der mexikanischen Kostbarkeit erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des "Vitzliputzli" bietet die Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung, Dr. Ursula Kubach-Reutter, zwei kostenlose Spezialführungen an:

11. und 12. August 2007
Auch im Jahr 2007 setzt sich unter dem Titel "grenzenlos" eine Veranstaltungsreihe fort, die von den museen der stadt nürnberg und dem Amt für Internationale Beziehungen als ein gemeinsames Projekt durchgeführt wird.
Das zweitägige Fest im Museum Tucherschloss und seiner Renaissance-Gartenanlage bietet ein hochkarätiges Kulturprogramm, das sich anlässlich des 500. Todestags des berühmten Nürnberger Kartografen, Kosmografen und Erfinders des ersten Globus, Martin Behaim, das Motto "Nürnberg trifft die Welt - Behaim Spezial" zum Thema macht. Neben einem vielfältigen musikalischen Programm versprechen Tanzvorführungen, Lesungen, Märchenerzählungen, Kinderaktionen und vieles mehr ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Wochenende:

Weltoffen und temperamentvoll verspricht das Programm auf der Hauptbühne im Schlosshof zu werden: Hier wechseln sich am Samstag die Gruppe "La Charanguita" aus Costa Rica mit der international zusammengewürfelten Band "Dr. Bajan" ab. Während "La Charanguita" den Besucher in die heiße Klangwelt Lateinamerikas und Spaniens entführt, verspricht "Dr. Bajan" eine musikalische Mischung aus russischer Rocktradition und westlichen Einflüssen. Absolut Sovietabilly!
Buntes internationales Showtheater bietet die Inszenierung von Rus Herzhov. Mit seinem Stück "Grenzenlos - Eine Reise um die Welt" entführen die kleinen und großen Künstler den Zuschauer auf einen schillernden Ausflug in verschiedene Kulturen und Länder.
Auf eine Reise nach Afrika lädt dagegen am Sonntag "Sabunima", die vierköpfige Gruppe aus Sene-Gambia ein. "Sabunima" ist ein klassisches und westafrikanisches Ensemble, das mit Gesang, Balafon und traditionellem Tanz, den Tucher’schen Renaissancegarten in afrikanische Rhythmen versetzt. In einem anschließenden Tanz-Workshop können sich die Besucher zu afrikanischen Klängen die passenden Tanzschritte aneignen.
Am Abend bringt "Motion Trio", die Band aus Krakau, mit nuancenreichem und energiegeladenem Akkordeon-Spiel von Minimal Musik, über Jazz, bis hin zu Rock Stimmung in den Schlosshof.

Neben den musikalischen Darbietungen auf der Hauptbühne im Schlosshof, finden im Hirsvogelsaal Filmbeiträge, Lesungen und Theaterstücke rund um die Themen Behaim, Reisen und Entdecken statt. Unter anderem wird der 30-minütige Film "Martin Behaim. Ein Bayer macht die Welt zum Globus", vom Bayerischen Fernsehen, gezeigt - ein Dokumentarfilm über Leben und Schaffen des Geografen und Astronomen Martin Behaim.
Besondere "Schmankerl" für alle Fans des Wortes sind die Auftritte des aus Brasilien stammenden Multitalents Zé do Rock und des bekannten Nürnberger Schriftstellers Fitzgerald Kusz. Der in München lebende Autor und Kabarettist Zé do Rock macht seine Lesungen zu einer einzigartigen Literaturshow, gefüllt mit viel Witz und Ironie. Mit Büchern wie "Ultradoitsh", "Wunschdeutsch" und "Kauderdeutsch" erfand er die deutsche Sprache neu und karikierte sie gleichzeitig bis ins Äußerste. Am Samstagabend wird außerdem sein neuer Film "Schroeder liegt in Brasilien" gezeigt.
Fritzgerald Kusz ist längst ein Klassiker der fränkischen Gegenwartsliteratur: Er hat die Poesie an einem der deftigsten deutschen Dialekte hörbar gemacht. Im Hirsvogelsaal trägt Kusz japanische Kurzgedichte, auch "Haikus" genannt, vor. Diese werden von Muttersprachlern live in die Sprachen aller Partnerstädte Nürnbergs übertragen.

Der Märchenerzähler Martin Ellrodt nimmt den Zuhörer auf die Spuren des Seefahrers und Entdeckers Martin Behaim. Mit Märchen und Geschichten von spannenden Reiseabenteuern und unglaublichen Entdeckungen lässt Ellrodt sein Publikum in vergangene Zeiten eintauchen.
Das kleine Schauspiel von Andreas Puchta spielt in Nürnbergs Goldenen Zeite Ende des 15. Jahrhunderts. Menschen wie Martin Behaim, Agnes Dürer und die Ehefrau von Georg Glockendon versuchen in den Lauf der Weltgeschichte einzugreifen. Ein erfrischendes Theaterstück mit Nürnberger Klatsch- und Tratschgeschichten im Hirsvogelsaal.

Für die kleinen Entdecker und Forscher bietet das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg in diesem Jahr ein buntes und spannendes Programm:
Wir malen Entdeckerbilder
Ausgehend von kurzen Geschichten und Berichten über Entdeckungsreisen gestalten die Kinder eigene Bilder zu Erkundungen, Entdeckungsfahrten, Seereisen o.ä.
Dauer: individuell zwischen 10 und 30 Minuten
Das Partnerstädte-Memory
Was sind eigentlich die Wahrzeichen der Nürnberger Partnerstädte? Beim Spielen des Partnerstädte-Memorys lernen die Kinder spielerisch die Nürnberger Partnerstädte kennen. (Das Memory wird in dreifacher Ausfertigung hergestellt hergestellt, mit Bildern, die das Amt für internationale Beziehungen bis Juni zur Verfügung stellt) . Das Memory kann von 2 bis 5 Kindern/ Erwachsenen gespielt werden.
Dauer: pro Spiel ca. 15 Minuten

Wir fertigen wohlriechende Duftsäckchen
Womit handelten die Tucher? Wie war der Handel im 16. Jahrhundert organisiert? Im Tucherschloss lernen die Kinder die Tucher’sche Handelskompagnie kennen und erfahren, wie der Gewürzhandel ablief. Wofür wurden die Gewürze alles verwendet? Mit feinen Gewürzen fertigen die Kinder schließlich wohlriechende Duftsäckchen. Pro Gruppe können max. 20 Kinder an dem Programm teilnehmen.
Dauer: ca. 45 Minuten
Das Partnerstädte-Quiz
Was ist eigentlich eine Partnerstadt? Warum fährt auf der Pegnitz im Sommer eine Gondel? Bei einem lustigen Quiz gehen die Kinder den Nürnberger Partnerstädten auf den Grund und entdecken, welche Möglichkeiten die vielfältigen Städtebeziehungen bieten. Wer das Quiz richtig löst, erhält einen kleinen Preis (gestellt vom Museum Tucherschloss und dem Amt für Internationale Beziehungen).
Dauer: ca. 20 Minuten

Wir vermessen die Welt
Wie hat Martin Behaim eigentlich Messungen durchgeführt? Mit welchen Mitteln hat man früher die Zeit gemessen. Die Kinder experimentieren mit historischen Gerätschaften und bauen ein einfaches wissenschaftliches Instrument nach.
Dauer: ca. 30 Minuten
Was könnte Martin Behaim erlebt haben?
Kinder und Jugendliche tauchen ein in Leben und Wirken des berühmten Nürnbergers und verfassen lustige und nachdenkliche Geschichten, die Martin Behaim erlebt haben könnte. Die besten Geschichten werden mit einem kleinen Preis prämiert (gestellt vom Museum Tucherschloss und dem Amt für internationale Beziehungen).
Dauer: individuell 15 bis 30 Minuten
International und exotisch wird es auch beim Essen. Nürnbergs Partnerstädte bieten den Festgästen ein reichhaltiges kulinarisches Angebot landestypischer Leckereien an.
Samstag, 11. August 2007, 18 - 23 Uhr
Sonntag, 12. August 2007, 13 - 21 Uhr
Eintritt frei!
Die detaillierte Programmplanung für beide Tage des grenzenlos-Festivals können Sie als Liste hier herunterladen.
Für kurzfristige, nicht vorher planbare Programmänderungen übernehmen wir keine Haftung.
Zeitplan des grenzenlos-Festivals
PDF-Datei (52 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_tucherschloss/grenzenlos07_zeitplan.pdf>

Wenzel Jamnitzer
Nürnberg, 1564
Silber, getrieben, graviert und feuervergoldet
Zum fünften Mal präsentieren die museen der stadt nürnberg in ihrer neuen Ausstellungsreihe "Schau-Stück des Monats" ein herausragendes Kunstwerk in städtischem Besitz: Der November 2007 ist der kostbaren "Doppelscheuer" des berühmtesten deutschen Goldschmieds des 16. Jahrhunderts, Wenzel Jamnitzer, im Museum Tucherschloss gewidmet.
Wissen Sie eigentlich, was eine "Doppelscheuer" ist? Einen wertvollen Pokal dieses Gefäßtyps schuf der damals 56-jährige Wenzel Jamnitzer, Nürnbergs berühmtester Goldschmiedemeister aller Zeiten, im Auftrag von Linhart Tucher, einem bedeutenden Vertreter des bekannten Nürnberger Patriziergeschlechtes. Die "Doppelscheuer" können Sie heute, zusammen mit Jamnitzers berühmtem Emailgeschirr, auf der "Verlobungstafel" im "Festsaal" des Museums Tucherschloss bewundern.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Funktion dieses wertvollen Pokals und das Leben und Werk des großen Renaissancekünstlers Wenzel Jamnitzer erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation der "Doppelscheuer" bietet die Leiterin des Museums Tucherschloss, Ulrike Berninger M.A., zwei kostenlose Spezialführungen an: