
Klanginstallation von Tanja Hemm im Renaissance-Garten des Museums Tucherschloss, Teil I
20. bis 24. Januar 2005
In insgesamt drei Installations-Zyklen setzt sich die Künstlerin über einen Zeitraum von 10 Monaten hinweg akustisch mit dem Thema "Bewegung" auseinander. Unter Berücksichtigung des jeweiligen jahreszeitlichen Umfelds werden die verwendeten Klänge, Geräusche und Worte dabei aus dem akustischen und architektonischen Ort Schlosshof und Renaissancegarten erarbeitet und komponiert.
Vom 20. bis zum 24. Januar 2005 ist auf dem Gartengelände des Museums Tucherschloss der erste Teil der akustischen Installation von Tanja Hemm zu hören. Dieser erste Zyklus trägt den Titel "Stillstand" und illustriert mit einem bewusst reduzierten Klangbild die Kargheit des Winters.

Klanginstallation von Tanja Hemm im Renaissance-Garten des Museums Tucherschloss, Teil II
23. Juni bis 18. Juli 2005
Knapp einen Sommermonat lang ist im Renaissancegarten des Museums Tucherschloss der zweite Teil der begehbaren, unsichtbaren Klanginstallationen der Künstlerin Tanja Hemm zu hören.
Der zweite Zyklus mit dem Titel "Geschwindigkeit", konzentriert sich auf das nach rechts langgestreckte, als Blumenbeet angelegte (Rennbahn-) Plateau des Gartens. Aus drei synchron angelegten Klangquellen wird das Thema ’Geschwindigkeit’ über die vorhandene Gartenrennbahn hinweg inszeniert. Vorhandene Geräuschquellen, wie z.B. Wasserfontänen sind in das Klangbild integriert. Eine vierte Klangebene rundet das Geschehen ab. Die Technik ist nicht sichtbar installiert.
Der Besucher hat die Möglichkeit, sich durch Hören und Bewegung mit dem Thema auseinander zu setzen und den Raum für sich neu zu definieren.

Klanginstallation von Tanja Hemm im Renaissance-Garten des Museums Tucherschloss, Teil III
27. Oktober bis 7. November 2005
Vom 17. Oktober bis 24. November 2005 wird im Schlosshof und Renaissancegarten des Museum Tucherschloss der dritte Teil der begehbaren, unsichtbaren Klanginstallationen der Künstlerin Tanja Hemm zu hören sein.
Der letzte Zyklus der insgesamt dreiteiligen Installation, in der sich die Künstlerin über einen Zeitraum von 10 Monaten akustisch mit dem Thema "Bewegung" an einem Ort auseinander setzte, bearbeitet den Aspekt "Zwischenraum".
In ihrer dritten Installation bespielt die Klangkünstlerin das gesamte Außenareal des Museum Tucherschloss. Tanja Hemm inszeniert den Bereich des Grenzübergangs zwischen ’stop and go’, indem verschiedene Bewegungszustände sich ineinander auflösen, sich ablösen und kontrastieren.

Schon im vergangenen Jahr luden die museen der stadt nürnberg, zusammen mit der Kirchenmusikerin Susanne Hartwich-Düfel, Freunde der Kammermusik zu vier Konzertveranstaltungen in den Hirsvogelsaal ein.
Akustisch wie atmosphärisch erwies sich der im Jahr 2000 auf dem Gelände des Museums Tucherschloss wieder aufgebaute Renaissance-Saal als hervorragender Rahmen für kleine Instrumental-Ensembles. Alle vier Vorstellungen waren bis auf den letzten Platz ausverkauft.
Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Reihe "Kammerkonzert mit Cembalo" im Jahr 2005 mit fünf neuen Terminen fortgesetzt.
Susanne Hartwich-Düfel, die an der Hochschule für Musik in München bei Prof. Hedwig Bilgram Kirchenmusik, Konzertfach Orgel und Cembalo, studierte und seit 1994 als Kantorin an der Sebalduskirche in Nürnberg beschäftigt ist, hat für die neue Veranstaltungsreihe Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann, Dmitri Schostakowitsch und Maurice Ravel zusammengestellt.
In unterschiedlicher Besetzung, von Streichern oder Flöte begleitet, spielt die Musikerin an fünf Sonntagen im Jahr die Werke der großen Komponisten.
Sonntag, 10. Juli 2005, 20 Uhr
Es spielen:
Cyriakus Alpermann (Violoncello), Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo).
Sonntag, 2. Oktober 2005, 20 Uhr
Es spielen:
Sören Uhde (Violine), Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo).
Sonntag, 4. Dezember 2005, 20 Uhr
Werke von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann u.a.
Es spielen:
Michaela Seitz (Sopran), Michaela Schneider (Flöte), Jörg Fischer (Violoncello), Susanne Hartwich-Düfel (Cembalo).

Konzert des monegassischen Gitarrenmeisters Philippe Loli
Samstag, 23. April 2005, 19.30 Uhr
Ungestümes Temperament ist eine der herausragendsten Eigenschaften des in Frankreich lebenden Monegassen Philippe Loli. Davon vor allem leben seine Interpretationen des virtuosen Gitarren-Repertoires aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Bei seinem Gang durch die Jahrhunderte präsentiert der Musiker Werke der bedeutendsten spanischen, italienischen und südamerikanischen Meister der Gitarre, wie Astor Piazzolla, Mauro Giuliani oder Heitor Villa-Lobos.
Mit der Sorgfalt, die er selbst bei "halsbrecherischen" Passagen noch jedem Ton widmet, verzaubert Loli sein Publikum. Schwingende Vibrati, mit denen Loli immer wieder länger "stehende" Töne darstellt und die präzise Trennung von Melodiestimme und Begleitung beweisen, dass er sein Instrument in allen Facetten beherrscht.
Der vielseitige Künstler, der auch selbst komponiert, besitzt eine große Bühnenerfahrung: Seine zahlreichen Konzerte, von Hong Kong bis New York, brachten ihm einen Fan-Kreis, der sich über alle Erdteile verstreut. Besonders in Europa fand Loli, dem Musikkritiker eine "außergewöhnliche Bühnenausstrahlung" bescheinigen, durch seine Auftritte an renommierten Bühnen, wie der Philharmonie in Berlin oder der Wigmore Hall in London, und Festivals, wie dem Festival Internacional de Guitarra Cordoba oder dem Festival de Guitare de Radio France in Paris, ein begeistertes Publikum.
Der Gitarrist arbeitete bereits mit Musikergrößen, wie Jeff Beck, Paco de Lucia, dem indischen Percussionist Trilok Gurtu oder John Mc Laughlin zusammen. Mit Mc Laughlin nahm er auch die CD "Time remembered" auf. Unter den zahlreichen Soloalben Lolis sticht besonders der Live-Mitschnitt seiner Darbietung des kompletten Zyklus "24 Caprichos de Goya" von Mario Castelnuovo Tedesco hervor, den er als Erster öffentlich zur Aufführung brachte.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Museum Tucherschloss und Hirsvogelsaal und des deutsch-französischen Instituts Erlangen (dfI).

Konzert und Performance mit internationalen Künstlern im Hirsvogelsaal
Sonntag, 12. Juni 2005, 19 Uhr
Birgit Ramsauer, international agierende Künstlerin, verwandelte ein historisches Instrument der Cembalo-Familie in eine zeitgenössische Kunstinstallation, in der sich Vergangenheit und Gegenwart in Form und Farbe begegnen. Ramsauers "Spinett" ist die Rekonstruktion eines originalen Rokokoinstruments, hergestellt von der weltbekannten historischen Musikinstrumentenfabrik J.C. Neupert in Bamberg. Dieses Instrument und Kunstwerk ist seitdem Inspirationsquelle für Komponisten, Videokünstler, Wort-Performer und Fotografen.
Der erste Teil eines außerordentlichen Musik- und Performanceprojektes, vorgestellt im Oktober 2004 in New York, wird nun erstmalig mit den Komponisten und Performern Horst Lohse (Bamberg), Heinrich Hartl (Nürnberg), Jens Barnieck (Offenbach),Charly Morrow (New York), Gerd Stern (New York) und Thea Herold (Berlin) unter dem Titel "Spinett - ein Experiment über das Gesamtkunstwerk" in Nürnberg aufgeführt.
Konzert und Performance wurden von der Künstlerin Birgit Ramsauer kuratiert. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Nürnberg, Berlin und New York und ist bekannt für ihre poetischen und konzeptuellen Objekte, Installationen und Performances.

Im Rahmen des vom 28. Juli bis 20. August 2005 im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen stattfindenden 18. SommerNachtFilmFestivals ist auch der prachtvolle Innenhof des Tucherschlosses Aufführungsort eines Musik-Kult-Films:
Freitag, 5. August 2005, 21.15 Uhr (Filmbeginn)
USA 1954, 115 min., Regie: Anthony Mann, mit James Stewart, June Allyson, Harry Morgan, Louis Armstrong, Gene Krupa u.a.
Schon früh entdeckte Glenn Miller seine Leidenschaft für die Musik und ein bestimmtes Instrument - die Posaune. Doch die einzige Chance "seine" Musik umzusetzen, sah er in eigenen Kompositionen und einem eigenen Orchester. Jahrelang erlebte er nur Niederlagen, musste seine Posaune ein ums andere Mal ins Pfandhaus tragen. Die erste Glenn Miller Band löste sich aus Geldmangel auf, seine Arrangements wurden umgeschrieben, umbesetzt bis sie zur Farce wurden. Seine Frau Helen hielt zu ihm, munterte ihn auf, weiter zu machen. 1939 gelang dann der langersehnte Durchbruch - der Glenn Miller Sound war geboren...
Von "Moonlight Serenade" über "In the Mood" bis "Chattanooga Choo Choo" - in dieser vorzüglich inszenierten und Oscar gekrönten musikalischen Biographie der Swing-Legende Glenn Miller erwachen unvergessene Big-Band-Hits wieder zum Leben. Die sympathischen Schauspieler und die authentischen Interpretationen sämtlicher Evergreens im Glenn-Miller-Sound machen diesen Film bemerkenswert.
Hire
<http://www.museen.nuernberg.de/tucherschloss/vermietungen.html>

Samstag, 13. August und Sonntag, 14. August 2005
Im Tucherschloss wird wieder groß gefeiert! Zum 3. Mal steigt das Internationale Fest der Partnerstädte auf dem gesamten Schlossareal. Die museen der stadt nürnberg und das Amt für Internationale Beziehungen widmen es im Jahr 2005 Glasgow, der größten und facettenreichsten Stadt Schottlands.
Zum 20. Geburtstag der Städtepartnerschaft erwartet Sie am Samstag und Sonntag, 13./ 14. August 2005 ein hochkarätiges Kulturprogramm.

Konzert des brasilianischen Gitarrenvirtuosen Aderbal Duarte
Samstag, 24. September 2005, 20 Uhr
Aderbal Duarte, Musikprofessor, Gitarrist und Komponist aus Salvador de Bahia, Brasilien, ist ein Meister auf der Gitarre. Als glänzender Arrangeur des berühmten Bossa Nova-Schöpfers Joao Gilberto ("Girl from Ipanema") hat er sich in der Musikszene einen internationalen Namen aufgebaut. Unter Gitarristen ist die "Duarte-Methode" ein Begriff, die das zügige Lernen selbst schwieriger Kompositionen möglich macht. Der Künstler, der auch Filmmusik komponiert, hat mit "Toque com Bossa" nun auch eine eigene CD herausgebracht.
Aderbal Duarte gastiert 2005 erstmals in Europa und kommt nach einer Portugal-Tournee in den Nürnberger Hirsvogelsaal. Sein Publikum verzaubert er mit bekannten Bossa Nova-Stücken, wie "Desafinado", "Deixa" und "Samba Triste" von Gaetano Veloso, Baden Powell oder Vinicius de Morais. Duarte wird aber auch eigene Kompositionen vorstellen und sein Heimatland durch die Gitarre erlebbar machen.
Das brasilianische Musikgenie Duarte ist der Vorbote einer internationalen Gitarrenreihe, die ab 2006 jährlich im Hirsvogelsaal und Schlosshof des Museum Tucherschloss stattfinden wird.

Tangoabend mit Norbert Gabla und Carlos Gundermann
Samstag, 29. Oktober 2005, 20 Uhr
Einen Tango-Abend der besonderen Art erwartet die Besucher des Hirsvogelsaals am Samstag, den 29. Oktober 2005. Der Schauspieler Carlos Gundermann rezitiert ausgewählte Tangolyrik aus der 1930er Jahren - der Blütezeit des Tango Argentino - sowie aus der Zeit des Tango Nuevo der 1970er Jahre.
Gelesen werden u.a. Gedichte der argentinischen Autoren Alfredo le Pera ("Volvio una noche" - "Eines Nachts kam sie zurück"), Ferrer ("Balada par un loco" - "Ballade für einen Verrückten") ebenso wie Gedichte von Juan Gelman ("Das Mädchen auf dem Balkon", "Mächte" u.a.) aus der Zeit des argentinischen Widerstands.
Norbert Gabla, Nürnberger Bandoneonspezialist, spielt überwiegend eigene Tangokompositionen. Diese sind bekannten Liedern wie "Volver" oder "Maria" von Carlos Gardel und Anibal Troilo aus dem Buenos Aires der 1930er Jahre nachempfunden. Er stellt mit seinen Interpretationen die perfekte Verbindung zu den Texten voller Sehnsucht und Zärtlichkeit her und lässt die Veranstaltung zu einer lyrisch- musikalischen Einheit werden.

Konzert des Quarteto Maogani aus Rio de Janeiro
Freitag, 11. November 2005, 20 Uhr
Nach dem Konzert des brasilianischen Bossa Nova-Mitbegründers Aderbal Duarte im ausverkauften Hirsvogelsaal, können sich Liebhaber hochkarätiger Gitarrenmusik mit dem "Quarteto Maogani" aus Rio de Janeiro auf ein weiteres musikalisches Highlight freuen. Die Musiker Maurício Marques, Paulo Aragão, Carlos Chavez und Marcos Alves spielen Klassiker der südamerikanischen Musik in ausgesucht schönen Arrangements. Ihre Virtuosität gepaart mit großem Temperament und einem perfektem Zusammenspiel garantiert Kennern und Freunden der brasilianischen Musik einen faszinierenden Abend.
In Brasilien ist das Gitarren-Quartett längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Die Musiker, spielten in ihrem Heimatland schon mit bekannten Stars, wie Pinheiro, Guinga oder Joyce zusammen. Der große Gitarrenvirtuose Sergio Assad sprach Ihnen höchste Anerkennung aus.
"Maoganis" Repertoire basiert auf der populären brasilianischen Musik und seinen verschiedenen Arten und Rhythmen - von traditionellem Liedgut zu modernem Choro, von Samba zu Bossa Nova, von Waltz zu Baião, durch Komponisten wie Pixinguinha, Nazareth, Garoto, Baden Powell, Tom Jobim, Edu Lobo, Hermeto Pascoal, Guinga und viele andere Künstler. Mit ihren Akustik-Gitarren erforschen die Vier die ursprünglichen musikalischen Bearbeitungen und erweitern und verändern sie um neue Ideen, Soli und Begleitungen.
Nach der ersten Europa-Tour im letzten Jahr, die das "Quarteto Maogani" u. a. nach Italien, Polen, Ungarn und in die Niederlande führte, ist die Formation im November 2005 erstmals in Nürnberg zu Gast.