26. März bis 10. Oktober 2010
Die Ausstellung im Spielzeugmuseum zeigt anlässlich der Feiern zum "Bahnjahr 2010 Nürnberg" Eisenbahnen aus Blech aus Nürnberger Produktion. Es sind vorrangig Exponate, bei denen der robuste Charakter der Spielzeugeisenbahn im Vordergrund steht. Etwa ein Dutzend Firmen aus der Zeit zwischen 1900 bis in die 1960er Jahre werden vorgestellt.
Große exportorientierte Blechspielwarenhersteller wie Bing oder Bub fertigten schon vor dem ersten Weltkrieg Eisenbahnen und Zubehör im großen Stil. Bis in die 1930er Jahre konnten sich weitere Firmen wie Kraus oder Schuhmann auf dem Markt behaupten. Neue Käuferschichten eroberte sich Trix mit Tischbahnen in kleiner Spur. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die Firmen Biller und Fleischmann mit soliden Spiel- und Modellbahnen aus Metall neue Qualitätsmaßstäbe. Zeitgleich erlebten auch preiswerte Eisenbahn-Sortimente von Beckh, Distler oder Wimmer noch Erfolge. Doch ging angesichts der Konkurrenz zunehmend perfekter Modellbahnen aus Kunststoff und Metalldruckguss in den 1960er Jahren die Epoche der Blechbahnen unweigerlich zu Ende.
Beim Spielen mit der Eisenbahn sahen sich viele Jungen in den Traumberuf des Lokführers versetzt. In der Ausstellung wird dieser Teil des Eisenbahnspiels mit vergnüglichen Ausschnitten aus privaten Filmen dokumentiert. Ergänzt wird die Schau mit Baukästen und Eisenbahnspielzeug aus Holz.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung bietet Familienführungen, Bastel-, Mal- und Fotoaktionen für Kinder an.
Weitere Informationen unter
Begleitprogramm
<www.museen.nuernberg.de/spielzeugmuseum/veranstaltungen.html>
Zur Ausstellung bietet das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum ein Unterrichtsprogramm für die Grundschule an.
Weitere Informationen unter
Museumspädagogisches Angebot
<www.museen.nuernberg.de/spielzeugmuseum/museumspaedagogik.html>
Lernspiele aus vier Jahrhunderten
12. November 2010 - 20. Februar 2011
Spiele hatten schon immer eine herausragende Bedeutung für die Vermittlung von Bildung und Wissen. Zahlreiche Exponate aus der bedeutenden Privatsammlung Dieter Mensenkamp zeigen, wie Spiele dazu dienen konnten, die Welt auf spielerische Weise ins Haus zu holen und den Wissensdurst der Kinder zu stillen. Mit einschlägigen Spielen lernten Kinder Lesen, Schreiben, Rechnen. Reisespiele lehrten sie Geografie und Quartette brachten ihnen Geschichte oder Naturkunde nahe. Und natürlich zählte auch das Verlieren-Können zu den wichtigen Erfahrungen aus der (Spiel) Schule des Lebens.