
Samstag 27. Mai 2006, 19 bis 24 Uhr
Hitzige Blasfußballturniere, spannende Boulespiele und Schussern wie die Uroma: Das Spielzeugmuseum lädt zum Mitmachen ein! Lassen Sie zusammen mit dem Künstler Omar Gomez Rey Bälle aus Abfallmaterial entstehen, hüllen Sie sich in riesige Seifenblasen ein, entdecken Sie das geheimnisvoll historische Kellergewölbe des Museums oder probieren Sie im neu eröffneten Außenspielbereich nach Herzenslust alte Spiele aus. Das Showtheater Aliens veranstaltet eine Ball-Performance mit Pantomime, Quiz und Wettbewerben. Und wers lieber ruhiger mag, kann den Fußball auf dem Spielbrett entdecken.

Ausstellung
25. März bis 8. Oktober 2006
"Made in Bavaria": Stolz betonten weltberühmte Nürnberger Spielwarenfabriken wie die Gebrüder Bing bis in das 20. Jahrhundert hinein die bayerische Herkunft ihrer Produkte. Sie setzten sich damit bewusst von dem im Ausland anfangs verpönten "Made in Germany" ab. Ohne Herkunftsbezeichnung, aber dennoch international begehrt, waren lange Zeit auch die Holzspielzeuge aus den Schnitz- und Drechselstuben von Oberammergau und Berchtesgaden.
Tiere und Fuhrwerke, Gliederpuppen und Schnürlkasperl, Grillenhäuschen und Steckengaukler aus diesen Orten zählten von alters her zu den auch von Nürnberger Kaufleuten vertriebenen Spielsachen. Im Lauf der Industrialisierung verlor das handwerklich hergestellte, archaisch wirkende Spielzeug jedoch an Bedeutung. Industriell gefertigte Blechspielwaren aus Franken entsprachen weit mehr dem technisch geprägten Zeitgeist und verdrängten das alpenländische Spielzeug aus den Kinderzimmern.
In Kooperation mit dem Heimatmuseum Berchtesgaden und dem Oberammergau Museum spürt das Spielzeugmuseum Nürnberg erstmals diesen wenig bekannten Zusammenhängen nach. Begleitend zur Landesausstellung 2006 "200 Jahre Franken in Bayern", entwirft die Präsentation mit vielen seltenen Exponaten das spannende Bild bayerischer Spielzeugherstellung zwischen Tradition und technischem Fortschritt.
"Made in Bavaria" wird gefördert vom Haus der Bayerischen Geschichte und der Zukunftsstiftung der Stadtsparkasse Nürnberg.

Sonderpräsentation im Spielzeugmuseum
1. bis 28. August 2006
Seit 50 Jahren ist der Modellbau in Deutschland untrennbar mit dem Namen Revell verbunden. Die Faszination der detailgetreuen Abbildungen großer technischer Errungenschaften ist bei großen und kleinen Bastlern über Generationen hinweg ungebrochen.
1947 schlug in Venice/California die Geburtsstunde des Plastikmodellbaus, als der amerikanische Konstrukteur und Firmengründer Lewis H. Glaser seinen ersten Modellbausatz auf den Markt brachte. Die große Begeisterung, mit der in den USA die neue Freizeitbeschäftigung aufgenommen wurde, führte vor genau 50 Jahren zur Gründung des deutschen Tochterunternehmens mit Sitz in Bünde. Von dort aus wurden zunächst nur amerikanische und britische Originale vertrieben, bis im Jahr 1971 der erste in Deutschland entwickelte Modellbausatz auf den Markt kam.
Die Sonderpräsentation zeigt anhand von Texten, Katalogen, historischen Modellen sowie originalgetreuen Repliken aus dem Firmenbesitz die nun 50-jährige Geschichte des Erfolgsunternehmens Revell. Auch für Kinder gibt es im Spielzeugmuseum wieder Gelegenheit zum Mitmachen. Sie können sich selbst als Modellbauer versuchen und ihr eigenes Auto, Schiff oder Flugzeug basteln.


Ausstellung in der Ehrenhalle des Rathauses
1. Dezember 2006 - 5. Januar 2007
(27.12.06 - 05.01.07:
Mo - Fr 10 - 17 Uhr)
Feiertags geschlossen
Seit vielen Generationen ist hierzulande ein prächtig geschmückter Christbaum der festliche Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Kerzen und Kugeln, Lametta und Engelshaar, Nüsse und Sternwerfer - die Möglichkeiten zur Gestaltung des Christbaums sind vielfältig und fast jede Familie pflegt liebevoll ihre individuellen Traditionen. Vom massiven Baumständer bis zur fragilen Glasspitze spiegeln die schier unendlichen Dekorationsvarianten aber auch die Strömungen des Zeitgeschmacks zwischen schlichter Eleganz und süßlichem Kitsch.
Mit zahlreichen Objekten aus der Sammlung Helmut Weiß (Schwandorf) entführt die diesjährige Weihnachtsausstellung des Spielzeugmuseums Nürnberg und des Marktamts in die glitzernde Welt des festlichen Christbaumschmucks. Historische Ansichten und stimmungsvolle Fotos aus alten Familienalben gewähren Einblicke in festlich geschmückte Weihnachtszimmer. Im Mittelpunkt steht ein originaler Christkindlesmarktstand, dekoriert mit verschiedenen, historisch geschmückten Christbäumen sowie einer Auswahl elektrischer Lichterketten aus den 1920er Jahren, die damals als letzter Schrei modernen Baumdesigns galten.
Die diesjährige Weihnachtsausstellung ist bereits die zehnte Präsentation, die das Spielzeugmuseum an diesem Ort im Rahmenprogramm zum Christkindlesmarkt zeigt. Im Lauf des vergangenen Jahrzehnts wurden viele verschiedene Aspekte der fränkischen Weihnachtstraditionen beleuchtet: Mal standen Lebkuchen und Glühwein im Zentrum, mal waren es Adventskalender, Schneekugeln und Spardosen mit Weihnachtsmotiven. Auch Bilderbücher, Glückwunschkarten, das Nürnberger Christkind oder die Christkindlesmartktplakate wurden thematisiert. 2004 erschien sogar ein reich illustriertes Begleitbuch zum damaligen Ausstellungsschwerpunkt Rauschgoldengel (Susanne von Goessel-Steinmann, Himmlische Boten, Tümmels-Verlag: Nürnberg 2004).
Für zahlreiche Besucher des Christkindlesmarkts ist es schon ein guter Brauch geworden, nach dem Bummel durch die Budenstadt in die angenehm ruhige (und beheizte!) Atmosphäre der Ehrenhalle einzutauchen und bei freiem Eintritt eine kleine Reise in die Geschichte des Marktes und des Weihnachtsfests anzutreten. Wenn Sie bislang noch nicht den Weg ins Rathaus gefunden haben sollten: Schauen Sie vorbei, es lohnt sich!