
Wilhelm Ritter, Nürnberg, 1900
Im Januar 2009 war im Museum Industriekultur das Nürnberg-Triptychon von Wilhelm Ritter in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt.
Als Auftrag der Stadt Nürnberg, die sich erstmals an einer internationalen Leistungsschau beteiligte, entstand Wilhelm Ritters Triptychon für die Weltausstellung in Paris 1900. In der Deutschen Abteilung für Hygiene bildeten die drei Nürnberg-Ansichten: "Der Hauptmarkt zu Nürnberg" mit "Hof des Gasthauses zur Goldenen Gans" und "Henkersteg und Wasserturm" den Hintergrund für das eigentliche Exponat, das vom städtischen Bauamt entworfene Modell einer auf neuestem Stand ausgestatteten Krankenhausanlage. Mit seinen um 1800 angesiedelten, figürlichen Szenen sollte das Triptychon den Ausstellungsbesuchern die Lebensumstände vor hundert Jahren und - angesichts des Krankenhausmodells - die seit dem errungenen Fortschritte in Sachen Hygiene und Technik vor Augen führen. Das Triptychon war erstmals 2007 in der Ausstellung "Spätromantik im Industriezeitalter - Die Nürnberger Künstlerfamilie Ritter" - wieder komplett ausgestellt, die Seitenteile galten bis dahin (seit 1945) als vermisst.
Im Rahmen der Präsentation des Januar-Schaustücks bietet Dr. Ursula Kubach-Reutter, Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung der städtischen Museen, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Mitwirkung an der Ausstellung:
Ausstellung mit Arbeiten von Brigitta Heyduck, Oskar Koller, Michael Mathias Prechtl, u.a.
30. Januar bis 26. April 2009
Stadtmuseum Fembohaus
Weitere Informationen zu dieser Ausstellung:
Stadtmuseum Fembohaus <www.museen.nuernberg.de/fembohaus/archiv/2009.html>


Ostasiatische Kunst aus der Sammlung Fuchs
20. Mai bis 23. August 2009
Ausstellung der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Museum für Asiatische Kunst, Berlin im Stadtmuseum Fembohaus
Hängerollenpaar, Tusche auf Seide
Meiji-Zeit, Mitte 19. Jahrhundert
In einer technischen Tour de Force schildert der Maler mit den reduzierten Mitteln der monochromen Tuschemalerei auf diesem Hängerollenpaar einen Blick in den nächtlichen Himmel sowie die Silhouette eines blühenden Kirschbaumes im Mondlicht. Während die Wolkenformationen am Nachthimmel das Ergebnis kalkulierter Zufallseffekte unter geschickter Ausnutzung des Seidengrundes, der Wasser nicht so schnell absorbiert wie Papier, zu sein scheinen, hat Yôsai den Kirschbaum zunächst mit feinen Linien umrissen. Die plastische Gestaltung des Stammes, des Blattwerks und der feinen Blüten und Knospen offenbart aber auch hier eine virtuose Beherrschung des Tuschelavis.
Die Beschränkung auf die atmosphärische Wiedergabe des stilisierten Natureindrucks einer Frühlingsnacht ist eher ungewöhnlich für das Oeuvre des vornehmlich als Figuren- und Historienmaler bekannten Yôsai.
Diese und weitere Arbeiten werden vom 20. Mai bis 23. August 2009 im Ausstellungsforum des Stadtmuseums Fembohaus ausgestellt.
Stadtmuseum Fembohaus <www.museen.nuernberg.de/fembohaus/archiv/2009.html>

16. September bis 25. November 2009
Eine Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus, kuratiert durch die Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit allen Museumsleitern und Museumsleiterinnen der museen der stadt nürnberg. Die Stationen "Der Prunkharnisch", "Das präzise Messen" und "Meisterguss in Serie" wurden von der Gemälde- und Skulpturensammlung erarbeitet.
Weitere Informationen zu dieser Ausstellung:
Stadtmuseum Fembohaus <www.museen.nuernberg.de/fembohaus/archiv/2009.html>

Nürnberg, um 1550; Holz, Reste farbiger Fassung
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Oktober ist dem Gussmodell für den berühmten Gänsemännchenbrunnen gewidmet, das als ein wahres Meisterstück aktuell in der gleichnamigen Ausstellung "Meisterwerk & Massenware. www.nuernbergerwitz.eu" im Stadtmuseum Fembohaus präsentiert wird.
Die aus Lindenholz geschnitzte Figur ist eines der wenigen erhaltenen Holzmodelle für den Bronzeguss aus der Zeit der Renaissance. Die etwa um 1550 entstandene Skulptur wird dem Bildschnitzer Hans Peisser zugeschrieben. Dieser hat 1526 das Nürnberger Bürgerrecht erworben und war wahrscheinlich er hier ein Schüler von Veit Stoß. Das Gussmodell für die berühmte Brunnenfigur des Gänsemännchens zeigt in exemplarischer Weise die Zusammenarbeit zwischen Künstler und Handwerker, zwischen Entwerfer und Gießer. Der Guss der Brunnenfigur nach diesem Modell wurde von dem bedeutenden Nürnberger Bronzegießer Pankraz Labenwolf (1492-1563) gefertigt...
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das meisterhafte Schaustück, seinen Schöpfer und seine Verbreitung erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Oktober-Schaustücks innerhalb der Ausstellung "Meisterwerk & Massenware" bietet Dr. Andreas Curtius, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gemälde- und Skulpturensammlung der museen der stadt nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Messing, graviert, punziert und vergoldet
Nürnberg 1568
Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der November ist dem Torquetum aus dem Jahr 1568 gewidmet, das noch bis zum 25. November 2009 in der Ausstellung "Meisterwerk & Massenware. www.nuernbergerwitz.eu" im Fembohaus zu sehen ist.
Nürnberg hatte im 15. und 16. Jahrhundert einen vorzüglichen Ruf als Produktionsort wissenschaftlicher Instrumente, die von hier aus europaweit vertrieben wurden. Als herausragendes Meisterwerk dieser Nürnberger Instrumentenbaukunst ist das in seiner technischen und kunsthandwerklichen Qualität hochrangige Torquetum von Johannes Praetorius (1537-1616) ein selbstredendes Beispiel. Die Entwicklung und Herstellung seiner komplizierten Konstruktion verlangte höchstes Können und absolute Präzision. Verwendet wurde das Torquetum zur Berechnung der Koordinaten von Sonnen- und Sternpositionen, zur Höhenmessung auf der Erde, aber auch zu astrologischen Arbeiten. Als Teil einer Sammlung wissenschaftlicher Instrumente - allesamt aus dem Besitz der Familie Ayrer - ging das Torquetum 1675 in das Eigentum der Stadt Nürnberg über.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Torquetum, seine Geschichte und die Künstler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des November-Schaustücks bietet Ludwig Sichelstiel, Dipl. Museologe und Mitarbeiter der Gemälde- und Skulpturensammlung der museen der stadt nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an: