Elektrische Heizsonne von Peter Behrens für AEG, 1907/08
Produziert um 1920 von den Bing-Werken Nürnberg
1. bis 31. Mai 2013
Auch im Jahr 2013 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen besondere Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der Mai 2013 ist einem echten "Schmuckstück" frühen Industriedesigns im Museum Industriekultur gewidmet: einer nach dem Entwurf des Berliner Architekten Peter Behrens von den Bing-Werken Nürnberg hergestellten elektrischen Heizsonne.
Im Jahr 1907 verpflichtete die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft (AEG) den Architekten und Gestalter Peter Behrens (1868-1940) als künstlerischen Beirat des Unternehmens. Behrens, Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule und Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, zeichnete bei AEG bis 1914 verantwortlich für grundlegende, umfassende Neuerungen, die das Erscheinungsbild des Unternehmens über Jahrzehnte hinweg prägen sollten. Rückblickend kann man den "Universalkünstler" Behrens als Erfinder des "Corporate Designs" benennen: Dieses wurde, vom Firmensignet bis hin zum Industriebau, erstmals bei AEG konsequent umgesetzt.
Gutes Design war für Behrens gleichbedeutend mit einer klaren Formensprache, die sich idealerweise der reinen geometrischen Form (Kreis, Kugel, Achteck, Quadrat) bediente. Gestaltungsgrundlage waren die Funktion und das technische Innenleben des Objekts. Veredelte Metalloberflächen und strenge Dekors sollten die hohe Wertigkeit und den neuen, eleganten Stil der AEG-Produkte vermitteln. All diese Gestaltungskriterien erfüllt auch die elektrische Heizsonne - und dennoch landete der 1907/08 Entwurf zum "Kugelfüßler" für über ein Jahrzehnt "in der Schublade"...
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über dieses seltene Beispiel frühen Industriedesigns und die Arbeiten des "Design-Papstes" Peter Behrens für AEG erfahren möchten, bietet Regine Franzke M.A., Sammlungskuratorin im Museum Industriekultur, zwei kostenlose Spezialführungen an.
Verlängert bis 30. Mai 2013
Seit fast zehn Jahren beschäftigt sich der Nürnberger Fotokünstler Christian Höhn mit den Megacities dieser Welt.
Seine zumeist von erhöhtem Standort fotografierten Großstadtkulissen lösen vielfältige Assoziationen aus, vermitteln Monumentalität und nicht selten Gefühle wie Anonymität und Entfremdung. Die technisch brillanten, großformatigen Fotografien zeigen auf eindrucksvolle Weise die Vielfalt und zugleich eine gewisse Uniformität der internationalen Urbanisierung von New York über Hongkong und Singapur bis Dubai oder Sao Paulo. Für die Ausstellung ist Christian Höhn 2012 eigens nach China gereist, um die Städte Peking, Shanghai, Chongqing, Hongkong, Shenzhen und Qingdao aktuell zu fotografieren und in der Ausstellung "Megacities in China" zu präsentieren. Diese aktuellen Fotos werden mit historischen Stadtansichten kontrastiert.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Konfuzius-Institut und dem Lehrstuhl für Sinologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Thomas Glöckner
2005 konnte der in Nürnberg ansässige, international tätige Architekt Thomas Glöckner den weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb um den Bau des National Indoor Stadium für die Olympischen Spiele 2008 in Peking für sich entscheiden. Am Beispiel seines beeindruckenden Großprojekts in Peking wird Herr Glöckner mit einem kurzen Bildvortrag (am Ende der Museumsstraße) zum Thema "Megacities" referieren und anschließend den Besuchern in der Ausstellung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stehen.
Sonntag, 21. April 2013, 15 Uhr
Künstlergespräch mit Prof. Dr. Christoph Schaden und Christian Höhn
Sonntag, 5. Mai 2013, 15 Uhr
Christoph Schaden, seit 2010 Professor für Bildwissenschaft an der Fakultät Design der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg wird im Dialog mit dem Fotografen der Ausstellung "China Megacities", Christian Höhn die "Bildlichkeit des Urbanen" thematisieren. Was bedeutet es, "sich ein Bild zu machen" von monströsen Megametropolen, wie nimmt man diese fotografisch ins Visier? Wie nähert man sich einer solchen Aufgabe? Fragen wie diesen sollen im Künstler- und anschließendem Publikumsgespräch auf den Grund gegangen werden.
In der Ausstellung mit Chinakenner Steffen Radlmaier
Samstag, 11. Mai 2013 15 Uhr
Steffen Radlmaier, Leiter Feuilleton der Nürnberger Nachrichten hat sich seit Jahren intensiv mit der Zeitgeschichte und Kultur Chinas auseinandergesetzt. Seine Erfahrungen und Eindrücke wird der kenntnisreiche Journalist am Beispiel der ausgestellten Megacities-Fotografien von Christian Höhn im Gespräch mit interessierten Besuchern erläutern.
Die Veranstaltungen sind im Eintrittspreis enthalten.
Filmvorführung
<http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/veranstaltungen.html>
Sonntagsmatinée mit Filmvorführung und Publikumsgespräch
<http://www.museen.nuernberg.de/industriekultur/veranstaltungen.html>
14. Mai bis 23. Juni 2013
Galerieraum
Im Jahr 1907 beauftragte die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, kurz AEG, Peter Behrens als künstlerischen Beirat mit weitreichenden architektonischen und gestalterischen Aufgaben. Peter Behrens, seit 1903 Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule und wenige Jahre später Mitbegründer des Deutschen Werkbundes, zeichnete bei AEG bis 1914 verantwortlich für Fabrikgebäude, Arbeiterwohnsiedlungen, Industrieprodukte, Signets etc. Zu Recht gilt Behrens als bedeutender Pionier des Industriedesigns, dessen Leistung bis heute Maßstäbe setzt.
Seine Tätigkeit für AEG ist Auftakt und Leitlinie der interessanten "Werkschau" zur Geschichte des firmeneigenen Designs. Bestückt mit zahlreichen eindrucksvollen Originalobjekten veranschaulicht die Ausstellung die gestalterische Fortentwicklung bis in die jüngste Gegenwart.
Die Wanderausstellung wird gezeigt in Kooperation mit Electrolux Hausgeräte Vertriebs Gmbh und Geschichte für Alle e. V.
19. Juni bis 25. August 2013
Seit mehr als 100 Jahren dominiert der Verbrennungsmotor den Individualverkehr. Mit der Elektromobilität zeichnet sich nun eine technologische Zeitwende ab. Die Elektrifizierung der Antriebe bietet die Chance, die Abhängigkeit von Öl zu reduzieren, die Emissionen zu minimieren und die Fahrzeuge besser in ein vielschichtiges Energie-, Verkehrs- und Kommunikationssystem zu integrieren. Da ein großer Teil der Erneuerbaren Energien in elektrische Energie umgewandelt wird, könnte sich diese Energieform zum Hauptträger der Mobilität entwickeln.
Im Mittelpunkt des interaktiven Informationslabors steht eine von Fraunhofer konzipierte und realisierte Wanderausstellung, die in Nürnberg Station macht, um Ergebnisse der Fraunhofer Systemforschung Elektromobilität möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Elektromobilität ist das Thema einiger innovativer Wirtschaftsunternehmer in der Metropolregion, die sich anschickt einen Kompetenzschwerpunkt rund um dieses Thema zu entwickeln. Es geht dabei um zahlreiche Komponenten rund um die Antriebs-, Steuerungs- und Speichertechnik bei der Elektromobilität.