
Das Ausstellungsforum dient Wechselausstellungen und befindet sich im Erdgeschoss des Fembohauses. Es nimmt eine Gesamtfläche von etwa 200 m² ein und ist mit moderner Technik ausgestattet.
Das Forum präsentiert Ausstellungen zur Stadtgeschichte und allgemeinen Kulturgeschichte sowie Kunstausstellungen.
Im Jahr 2010 finden im Stadtmuseum Fembohaus folgende Ausstellungen statt:

Ferdinand Streb und Fritz Trautwein
Hamburg, 1947
Auch im Jahr 2010 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.
Der März ist dem Entwurf "Der Hauptmarkt aus der Vogelschau" von Ferdinand Streb und Fritz Trautwein aus dem Jahr 1947 gewidmet, der vom 2. bis zum 31. März 2010 in der Ausstellung "Nürnberg baut auf! Straßen, Plätze, Bauten" im Fembohaus zu sehen ist.
Nürnberg, das nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer der am schlimmsten zerstörten Städte Deutschlands zählte, schrieb 1947 einen Architekturwettbewerb zum Wiederaufbau der Altstadt aus. Architekten aus ganz Deutschland reichten zahlreiche Entwürfe zu allen möglichen Bereichen der Stadt ein - allein vier der dreizehn späteren Preisträger befassten sich mit dem Nürnberger Hauptmarkt: Die vier Platzseiten des Hauptmarkts hatten sich über Jahrhunderte hinweg kaum verändert. Erst die verheerenden Luftangriffe der Jahre 1944/45 vernichteten diesen einmaligen Bestand mittelalterlicher Bausubstanz. Bis auf den Schönen Brunnen, Teile der Frauenkirche und Teile des Gebäudes der Industrie- und Handelskammer fielen die umliegenden Gebäude dem Krieg zum Opfer. Die vorgelegten Entwürfe reichten von historisierenden bis zu radikal modernen Lösungen.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über den Entwurf, seine Schöpfer und die Hintergründe der Entstehung erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des März-Schaustücks bietet Rudolf Käs M.A., Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, zwei kostenlose Spezialführungen an:



29. Januar bis 20. Juni 2010
Der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg folgte der Wiederaufbau Nürnbergs. Die Stadt rang um ihre Zukunft und erfand sich neu. Dabei wies das einstige Stadtbild den Weg: Der alte Stadtgrundriss wurde beibehalten, Verkehrsverbesserungen wurden durchgeführt und Baudenkmäler wiederhergestellt, die den Maßstab für die Neubebauung bildeten. Die Stadt ist wiedererstanden als Synthese von Altem und Neuem.
"Die erste Halbzeit des Wiederaufbaus" (Heinz Schmeißner) steht im Zentrum der Ausstellung. Sie zeichnet den Nürnberger Weg nach: von der Zerstörung über die Planungen zum Wiederaufbau. Im Mittelpunkt stehen der Hauptmarkt, der Egidienplatz, die untere Königstraße, die Dr.-Kurt-Schumacher-Straße, der Uferweg an der Pegnitz sowie zahlreiche Bauten wie die Burg, das Rathaus und das Hochhaus am Plärrer. Anhand von Modellen, Schaubildern, Plänen, Fotografien und Filmausschnitten wird der Weg des Wiederaufbaus deutlich. Der Grundplan für den Wiederaufbau Nürnbergs, der vor 60 Jahren verabschiedet wurde, ist der Anlass für den Blick zurück auf die "erste Halbzeit des Wiederaufbaus".
Die Doppelausstellung "Nürnberg baut auf! Straßen. Plätze. Bauten" und "Weichen für den Wiederaufbau" (Stadtarchiv Nürnberg) nimmt den Grundplan für den Wiederaufbau von 1950 und die deutsche Bauausstellung von 1949 zum Anlass, an das Wiedererstehen Nürnbergs zu erinnern.
Der Katalog der Doppelausstellung umfasst 264 Seiten und kostet 19,80 EUR.
Zu dieser Ausstellung gibt es auch ein Begleitprogramm und ein museumspädagogisches Angebot des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg
Begleitprogramm
<http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/veranstaltungen.html>
Museumspädagogisches Angebot
<http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/museumspaedagogik.html>