museen der stadt nürnberg

Die wichtigsten vergangenen Ausstellungen und Veranstaltungen des Stadtmuseums Fembohaus im Jahr 2009.

Stadtmuseum Fembohaus

Archiv 2009

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats Februar 2009: Michael Mathias Prechtl: Stadtparkrestaurant und Reformationsgedächtniskirche (Ausschnitt), 1958.

Schaustück des Monats Februar 2009
Stadtparkrestaurant und Reformationsgedächtniskirche

Michael Mathias Prechtl, Nürnberg, 1958

Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der Februar ist Michael Mathias Prechtls Werk "Stadtparkrestaurant und Reformationsgedächtniskirche" gewidmet, das ab dem 1. Februar im Stadtmuseum Fembohaus zu sehen ist.

1957 gewann Michael Mathias Prechtl, Kulturpreisträger der Stadt Nürnberg, mit seinem heute verschollenen Gemälde "Stadtparkrestaurant und Reformationsgedächtniskirche" den Wettbewerb "Künstler sehen Nürnberg heute". Ein Jahr später entstand die hier vorgestellte Tempera-Arbeit. Das Blatt - dem Ölgemälde sehr ähnlich - zeichnet sich durch eine kubistisch wirkende Anordnung der kräftigen Farb- und Formgebung aus: Baumgruppen, Restaurant und Kirchtürme, von denen einer noch immer eingerüstet ist, erscheinen wie zu einem Mosaik zusammengefügt. Der markante, dreitürmige Zentralbau der Reformationsgedächtniskirche am Berliner Platz, erst 1934/35 errichtet, hatte schwere Kriegsschäden hinnehmen müssen, wurde jedoch zügig wieder aufgebaut. Das Stadtparkrestaurant, bestehend aus drei flachen, miteinander verbundenen Annexen, wurde 1957 neu errichtet.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das vorliegende Werk, seine Geschichte und den Maler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Februar-Schaustücks bietet Dr. Jutta Tschoeke, Leiterin der Grafischen Sammlung und des Albrecht-Dürer-Hauses der städtischen Museen, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Mittwoch, 11. Februar 2009:
16 Uhr
Sonntag, 22. Februar 2009:
11.30 Uhr

Hasengärtla.

Aktionstag für Familien an Ostern

Ostermontag, 13. April 2009
14.30 - 18.00 Uhr

Ostern im Fembohaus: Wir feiern den Osterausklang am Montag, dem traditionellen Familientag: Lustiges Ostereiersuchen im Museum steht auf dem Programm, ebenso wie Osterspiele und das Bemalen von Ostereiern. Schließlich wollen wir den alten Brunnen im historischen Innenhof des Stadtmuseums gemeinsam schmücken und schöne Erinnerungsfotos machen. Und wer weiß, vielleicht lässt sich ja auch der Osterhase noch einmal blicken, wenngleich er schon ziemlich erschöpft sein dürfte von all dem Trubel!

Aus dem Programm: Lustiges Ostereiersuchen im Museum; Bemalen von Ostereiern; gemeinsames Schmücken des Brunnens im historischen Innenhof; Ostergedichte und Ostergeschichten; Wissenswertes über die Karwoche, die Leidens- und Fastenzeit der Christen; Erstaunliches vom Nürnberger Ostermarkt und seinen geschichtlichen Wurzeln, und nicht zu vergessen: der Dürer-Hase und das Nürnberger Ei!

Museumseintritt (ohne Aufschlag)

Eine Familienaktionstag mit dem Kunst - und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg und den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Stadtmuseum Fembohaus.

Brigitta Heyduck: Blick von der Fleischbrücke, o.J., Radierung.
Michael M. Prechtl: Lauferschlagturm und Tucherbrauerei, 1966, Gouache.
G. Hubert Neidhart: Plärrer, 1957, Öl auf Leinwand.

Nürnberg baut auf!

Ausstellung mit Arbeiten von Brigitta Heyduck, Oskar Koller, Michael Mathias Prechtl, u.a.

30. Januar bis 26. April 2009

Eine Entdeckung: Künstler zeichnen und malen den Wiederaufbau Nürnbergs. Mit Stift, Feder und Pinsel halten sie fest, was sie mit eigenen Augen sehen, das Wiedererstehen der zerstörten Stadt - Zug um Zug, Haus um Haus, Straße um Straße. Nürnberg baut auf! Künstler beobachten das Bauen, das zwanzig Jahre lang das öffentliche Leben beherrschte.

Georg Hetzeleien, Brigitta Heyduck, Oskar Koller, Michael Mathias Prechtl, Thomas Schmidt - sie alle begleiteten die Aufbauarbeit einer ganzen Generation auf ihre Weise, als Künstler und Chronisten in einer Person. Ihr Blick eröffnet eine neue Sicht auf Nürnberg und lässt uns die Stadt, in der wir heute leben, mit anderen Augen sehen. Künstler sehen mehr: Die Bilder zeigen eindringlich, wie die Stadt um ihre Zukunft rang und sich dabei neu erfand.

Die Dimension der Zerstörung durch Bombenangriffe und den Kampf um Nürnberg übersteigt jede Vorstellungskraft: Über 6.000 Tote, 100.000 Obdachlose, 10 Mio. Tonnen Schutt, fast alle reichsstädtischen Bauten zerstört oder schwer beschädigt, 80% des Wohnungsbestands vernichtet oder schwer beschädigt. Die Wunden sind inzwischen geschlossen, Ruinengrundstücke und Behelfsdächer, stumme Zeugen des Krieges, aus dem Stadtbild verschwunden. Schaut man heute von der Burgfreiung über die Stadt und erklärt einem Besucher, in welchem Ausmaß Nürnberg zerstört war, stellt sich ungläubiges Staunen ein. Tatsächlich ist der Wiederaufbau ohne Kenntnis und mit bloßem Auge vom alten Bestand oft nur schwer zu unterscheiden. Die Ausstellung will die Aufmerksamkeit auf den neuen Aufbau der zerstörten Stadt lenken und an die Leistungen einer ganzen Generation erinnern.

Bundesminister a.D. Dr. Oscar Schneider, Nürnberg Rede anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Nürnberg baut auf! Prechtl, Koller, Heyduck" 29. Januar 2009 im Stadtmuseum Fembohaus Nürnberg

Download Link Rede von Dr. Oscar Schneider
PDF-Datei (33 KB)
<http://www.museen.nuernberg.de/download/download_fembohaus/eroeffnungsrede.pdf>

 

Begleitprogramm zur Ausstellung
"Nürnberg baut auf!"

Der Wiederaufbau Nürnbergs

Heinz Schmeißner: Der Architekt des Wiederaufbaus

Vortrag von Christine Kayser
Stadtmuseum Fembohaus
Donnerstag, 05.11.2009, 19.30 Uhr
Eintritt: 5,00 EUR

Der Wiederaufbau Nürnbergs: Zwei Sehweisen

Stadtgespräch
Gäste: Altstadtfreunde e.V. und Baulust e.V.
In Kooperation mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum
Stadtmuseum Fembohaus
Sonntag, 01.03.2009, 16.00 Uhr
Eintritt: 4,00 EUR

Der Wiederaufbau im Rückblick

Podiumsgespräch
Dr. Oscar Schneider, Bundesminister a.D., und Willy Prölß, Altbürgermeister, erinnern sich
Stadtmuseum Fembohaus
Sonntag, 15.03.2009, 16.00 Uhr
Eintritt: 2,00 EUR

Nürnberg im Film II

Porträt einer deutschen Stadt 1945 bis 1971
Stadtmuseum Fembohaus
Jeden Sonntag, 17 Uhr
Eintritt: 4,00 EUR

Schlüsselbeispiele des Wiederaufbaus

Vom Tiergärtnertor-Platz zum Kaspar-Hauser-Platz

Stationen des Wiederaufbaus
Rundgang mit Christine Kayser
Samstag, 14.02.2009, 14 Uhr
Treffpunkt: Albrecht-Dürer-Haus
Gebühr: 4,00 EUR

Die Stadtmauer

Zerstörung und Wiederaufbau der Stadtmauer an Beispielen
Lichtbildervortrag von Helge Weingärtner
Stadtmuseum Fembohaus
Donnerstag, 02.04.2009, 19.30 Uhr
Eintritt: 5,00 EUR

Ein Mauerzug wird wieder errichtet: Maxtormauer 17-21
Rundgang mit Andrea Seitz
Sonntag, 29.03.2009, 11 Uhr
Treffpunkt: Maxtormauer 21
Beschränkte Teilnehmerzahl,
telefonische Voranmeldung unter (0911) 231 - 25 95

Maxtormauer 21: Ein Turm wird wieder errichtet
Besichtigung mit Simone Butzer
Sonntag, 29.03.2009, 11 Uhr
Treffpunkt: Maxtormauer 21
Beschränkte Teilnehmerzahl (maximal 15 Personen),
telefonische Voranmeldung unter (0911) 231 - 25 95

Die Burg

Der Wiederaufbau der Stadtkrone
Rundgang mit Dr. Birgit Friedel
Sonntag, 22.03.2009, 11 Uhr und
Freitag, 03.04.2009, 16 Uhr
Treffpunkt: Stadtmuseum Fembohaus
Gebühr: 4,00 EUR

Das Rathaus

Wiederaufbau oder Rekonstruktion?
Rundgang mit Nikolaus Bencker
Samstag, 28.02.2009, 15 Uhr
Treffpunkt: Stadtmuseum Fembohaus
Gebühr: 4,00 EUR

Das Hochhaus am Plärrer

Eine Schlüsselbeispiel moderner Architektur
Besichtigung mit Nikolaus Bencker
Samstag, 07.02.2009, 15 Uhr
Beschränkte Teilnehmerzahl,
telefonische Voranmeldung unter (0911) 231 - 25 95

Führung durch die Ausstellung.

Museumspädagogisches Angebot zur Ausstellung "Nürnberg baut auf!"

Zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Erzählcafe mit Walter Schatz und anderen Zeitzeugen
für Schulklassen ab 8. Jg.

Künstler als Berichterstatter

für Schulklassen ab 8. Jg.

Weitere Informationen und Buchung beim Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg (KPZ)

Telefon:
(0911) 13 - 31 241
Fax:
(0911) 13 - 31 318
E-Mail:
schulen@kpz-nuernberg.de

Führungen für Einzelbesucher

Jeden Sonntag um 15.00 Uhr

Führung für Gruppen

Buchung beim KPZ
Tel. (0911) 13 31 - 238
erwachsene@kpz-nuernberg.de

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats Mai 2009: Gipsmodell der Nürnberger Altstadt im Maßstab 1:1000 (Ausschnitt), 1950.

Schaustück des Monats Mai 2009
Gipsmodell der Nürnberger Altstadt

Modellwerkstatt des Hochbauamtes Nürnberg, 1950

Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der Mai ist dem Gipsmodell der Nürnberger Altstadt im Maßstab 1:1000 gewidmet, das ab dem 1. Mai im Stadtmuseum Fembohaus zu sehen ist.

Das vermutlich anlässlich der 900-Jahrfeier der Stadt Nürnberg im Juli 1950 entstandene Gipsmodell wurde von Mitarbeitern der Modellwerkstatt des Hochbauamtes geschaffen. Es stellt eine Momentaufnahme der Nürnberger Altstadt Mitte des Jahres 1950 dar und ist gerade deshalb so aufschlussreich, weil es somit eindrücklich die verheerenden Zerstörungen des Bombenkriegs einerseits und den Beginn der Wiederaufbaus andererseits dokumentiert: hier das bereits wiedererrichtete Albrecht-Dürer-Haus, dort die mit Notdächern versehene Kirche St. Lorenz. Am verheerendsten waren die Schäden im Bereich östlich der Frauenkirche, wo kein Stein mehr auf dem anderen stand. Dies wird im Modell auf bestürzende Weise deutlich: vom Pellerhaus geht der Blick ungehindert bis nach St. Lorenz - kein Haus steht mehr. Die Altstadt von Nürnberg hatte nach 59 Bombenangriffen und schweren Bodenkämpfen aufgehört, zu existieren.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Schaustück, seine Geschichte und seine Herkunft erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Mai-Schaustücks bietet Rudolf Käs M.A., Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Samstag, 9. Mai 2009:
13 Uhr
Mittwoch, 20. Mai 2009:
16 Uhr

Utagawa Kunisada (1786-1864):
Porträt einer Frau. Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide. Signiert: Kôchôrô Kunisada. Edo-Zeit, ca.1830-1840.
Utagawa Kunisada (1786-1864):
Porträt eines Mannes. Hängerolle, Tusche und Farben auf Seide. Signiert: Kôchôrô Kunisada ga. Edo-Zeit, ca.1830-1840.
Unbekannter Maler: Sechs unsterbliche Dichter. Hängerolle, Tusche und Farben auf Papier. Tokugawa- oder Meiji-Zeit, 19. Jh.

Kirschblüten im Mondlicht

Ostasiatische Kunst aus der Sammlung Fuchs

20. Mai bis 23. August 2009

Ausstellung der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg
in Zusammenarbeit mit dem Museum für Asiatische Kunst, Berlin

"Schöne Frauen", zarte Kirschblütenbilder und verschneite Landschaften sind traditionelle und bis in die höchste Perfektion entwickelte Themen japanischer Bilder. Aufgerollt aufbewahrt, zieren die Rollbilder bei Bedarf die Wände der Innenräume der klassischen japanischen Häuser. Derartige Rollenbilder bilden einen thematischen Schwerpunkt der sogenannten "Sammlung Fuchs". Anfang des 20. Jahrhunderts übergab sie der Tübinger Wirtschaftsprofessor Johannes Fuchs seiner Geburtsstadt Nürnberg.

Die von der Anzahl der Objekte her nicht allzu umfangreiche Sammlung deckt einen erstaunlich breiten zeitlichen Horizont ab - der Bogen spannt sich vom 12. bis in das 19. Jahrhundert. Die meisten Werke stammen aus dem japanischen Kulturkreis und stellen dabei Beziehungen zu den indischen Wurzeln der japanischen Kultur her. Viele der kostbaren Arbeiten scheinen stilistisch ihrer Zeit weit voraus, wie die stark abstrahierten Tusche-Grisaillen "Mond in den Wolken" und "Kirschblüten" von Kikuchi Yôsai (1788-1879), die der Ausstellung die Vorlagen für den Titel gaben. Dargestellt wird ein beliebtes japanisches Thema: Nachts sehen zwar alle Bäume grau aus, doch ihr schöner Wuchs bleibt weiterhin erkennbar.

Die Sammlung Fuchs befindet sich seit ein paar Jahren als Dauerleihgabe der museen der stadt nürnberg im Museum für Asiatische Kunst in Berlin. Nach gründlicher Restaurierung und sorgfältiger wissenschaftlicher Bearbeitung und Neubewertung werden die wichtigsten Rollbilder, Paravents, Keramiken und Lackarbeiten erstmals in Nürnberg präsentiert. Nicht nur Kenner und Liebhaber ostasiatischer Kunst können hier interessante und inspirierende Entdeckungen machen.

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung erhalten Sie auf der Seite der Gemälde- und Skulpturensammlung.
interner Link Gemälde- und Skulpturensammlung <www.museen.nuernberg.de/skulpturen/archiv/2009.html>

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats September 2009: Lorenz Strauch: Der Markt zu Nürnberg (Ausschnitt). Öl auf Leinwand, 1594.

Schaustück des Monats September 2009
Lorenz Strauch: Der Markt zu Nürnberg

Öl auf Leinwand, 1594

Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der September ist Lorenz Strauchs Gemälde "Der Markt zu Nürnberg" aus dem Jahr 1594 gewidmet, das im 3. Stock des Fembohauses zu sehen ist.

Der Nürnberger Hauptmarkt mit der Frauenkirche und dem Schönen Brunnen ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Seine heutige Bezeichnung bekam er jedoch erst im Jahre 1809. Davor war das Marktareal nach seinen einzelnen Funktionen namentlich unterteilt: So gab es z.B. den "Grünen Markt", den "Herrenmarkt", den "Ref-Markt" oder die "Alte Schau". Die Platzmitte mit ihren Teilmärkten sowie die so genannten Krämen an den Platzseiten dienten der Versorgung der Nürnberger Bevölkerung mit Produkten des täglichen Bedarfs. Waren aller Art wie Brot, Fleisch, Fisch, Gewürzen, Mehl und Wein unterlagen dabei den strengen Qualitätskontrollen des Rates - Verstöße gegen die Qualitätsvorschriften oder die Marktordnung wurden hart bestraft. Neben dem gewöhnlichen Wochenmarkt war der Hauptmarkt aber auch Schauplatz verschiedener Messen. Der Oster- und der Nürnberger Christkindlesmarkt gehören auch heute noch zu den bekanntesten Veranstaltungen auf diesem Platz.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Gemälde, seine Geschichte und den Kübstler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des September-Schaustücks bietet Rudolf Käs M.A., Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Donnerstag, 3. September 2009:
16 Uhr
Samstag, 12. September 2009:
13 Uhr

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats Oktober 2009: Hans Peisser: Das Gussmodell für den Gänsemännchenbrunnen, um 1550.

Schaustück des Monats Oktober 2009
Hans Peisser: Das Gussmodell für den Gänsemännchenbrunnen

Nürnberg, um 1550; Holz, Reste farbiger Fassung

Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der Oktober ist dem Gussmodell für den berühmten Gänsemännchenbrunnen gewidmet, das als ein wahres Meisterstück aktuell in der gleichnamigen Ausstellung "Meisterwerk & Massenware. www.nuernbergerwitz.eu" im Stadtmuseum Fembohaus präsentiert wird.

Die aus Lindenholz geschnitzte Figur ist eines der wenigen erhaltenen Holzmodelle für den Bronzeguss aus der Zeit der Renaissance. Die etwa um 1550 entstandene Skulptur wird dem Bildschnitzer Hans Peisser zugeschrieben. Dieser hat 1526 das Nürnberger Bürgerrecht erworben und war wahrscheinlich er hier ein Schüler von Veit Stoß. Das Gussmodell für die berühmte Brunnenfigur des Gänsemännchens zeigt in exemplarischer Weise die Zusammenarbeit zwischen Künstler und Handwerker, zwischen Entwerfer und Gießer. Der Guss der Brunnenfigur nach diesem Modell wurde von dem bedeutenden Nürnberger Bronzegießer Pankraz Labenwolf (1492-1563) gefertigt...

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das meisterhafte Schaustück, seinen Schöpfer und seine Verbreitung erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des Oktober-Schaustücks innerhalb der Ausstellung "Meisterwerk & Massenware" bietet Dr. Andreas Curtius, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gemälde- und Skulpturensammlung der museen der stadt nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Samstag, 3. Oktober 2009:
13 Uhr
Mittwoch, 14. Oktober 2009:
16 Uhr

Zeichnung des Pelzmärtels
Der Pelzmärtel kommt!

Der Pelzmärtel kommt!

Aktionstag zum Pelzmärtel
Sonntag, 8. November 2009, 14 bis 18 Uhr

Woher kommt eigentlich der Pelzmärtel, der die Kinder beschenkt? Was hat es mit den Martinsgänsen auf sich? Warum werden am Martinstag Weckmänner genascht?

Am 8. November 2009 lädt das Stadtmuseum Fembohaus wieder ein zu einem herbstlichen Familien-Aktionstag rund um Pelzmärtel und Martinsgans.

Ausgerüstet mit einem Pelzmärtel-Säckchen, gefüllt mit ungewöhnlichen Dingen, begeben sich die Kinder auf eine abwechslungsreiche Rallye durch das Museum. Hier treffen sie auf Kaiser und Könige, Handelsherren und Handwerker.

Im Museumsatelier gestalten sie fröhliche Fensterbilder mit dem Heiligen Martin oder seinen Gänsen und schmücken damit die Fenster des Stadtmuseums.

Gänsefedern wurden in früheren Zeiten zum Schreiben benutzt. Wer möchte, kann echte Federn als Schreibgeräte ausprobieren und auf altem Papier seinen Namen kunstvoll gestalten.

Wer ist wer? Während die Kleinen kreativ sind, hören die Großen Interessantes über den fränkischen Pelzmärtel und darüber, was er mit St. Martin und Nikolaus eigentlich zu tun hat. Und bei Kurzführungen erfahren, wie es im Nürnberg der Reformationszeit aussah, die die Figur des Pelzmärtels entstehen ließ.

Was wäre der "Pelzmärtel" ohne einen Lichterzug? In der Laternenwerkstatt werden bunte Laternen gebastelt. Viel Spaß verspricht das gemeinsame Einstudieren von Martinsliedern.

Nun ist alles vorbereitet für einen stimmungsvollen Laternenzug, der in der Dämmerung durch das ganze Museum führt. Zum Abschluss kommt schließlich noch der Pelzmärtel persönlich ins Fembohaus und belohnt die Kinder mit einer kleinen Überraschung.

Der Aktionstag findet in Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg statt und wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der museen der stadt nürnberg unterstützt.

Eintrittspreis
2,00 EUR zusätzlich zum regulären Museumseintritt

 

Meisterwerk & Massenware
www.nuernbergerwitz.eu

Bis 25. November 2009

Die Ausstellung "Meisterwerk & Massenware. www.nuernbergerwitz.eu" im Stadtmuseum Fembohaus ist auf gewisse Weise eine Leistungsschau, die Bekanntes und Unbekanntes aus der Geschichte Nürnbergs präsentiert, unerwartete Kontraste bietet und sinnliche Erfahrungen ermöglicht.

Der große wirtschaftliche Erfolg, der Nürnberg über Jahrhunderte auszeichnete, hat eine solide Basis: eine hervorragende Lage innerhalb des europäischen Verkehrsnetzes und eine Konzentration kluger Köpfe: "Nürnberger Witz" ist die wohl kürzeste Charakterisierung einer besonderen Fähigkeit, gute Ideen so zu entwickeln, dass daraus wirkliche Markterfolge werden. Dieser "Witz" - als Gewitztheit zu verstehen - war die Basis für Handel und Wandel, der sowohl einzigartige Meisterwerke hervorbrachte, als auch Massenware, die ihren wirtschaftlichen Erfolg über hohen Stückzahlen erlangt.

13 markante Objekte erzählen ihre ganz eigene Geschichten, vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Geschichten von Marken, Meisterwerken und Massenware: Kupferstich und Kartographie, der künstlerische Bronzeguss, wissenschaftliche Instrumente, kunstvoll gefertigtes Prunkgeschirr, Waffen- und Rüstungsfertigung - dies sind Felder, auf denen Nürnberg in der Zeit der Renaissance und des Barock seine Stärken hatte. Die industrielle Fertigung von Schreibgeräten, der erste Versandhauskatalog, der erste Designwettbewerb zur modernen Produktgestaltung, das erste Einweg-Taschentuch und der erste Leuchtmarker stehen exemplarisch für die Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts. Und die Entwicklung hin zur Dienstleistungsmetropole zeichnet das beginnende 21. Jahrhundert aus - hierfür steht das Unternehmen der Nürnberger Versicherungsgruppe.

So viel steht fest: Die einzige Kontinuität über all die Jahrhunderte besteht im stetigen Wandel, in der Anpassung an sich entwickelnde wirtschaftliche, kulturelle und soziale Bedingungen.

Wir danken unseren Förderern für ihre Unterstützung.

Hauptsponsor:
NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

Sponsor:
Lebkuchen-Schmidt GmbH & Co. KG

Förderer:
Dr. Walter, Hildegard und Angelika Oschmann Stiftung

Medienpartner:
Abendzeitung Nürnberg

Genauere Informationen zu dieser Austellung und dem Begleitprogramm finden Sie unter:
externer Link www.nuernbergerwitz.eu

Eintrittspreise:
Sonderausstellung (inkl. Audio-Führung)

Erwachsene 3,50 EUR/
2,50 EUR erm.
Schüler, Studenten, Nürnbergpass 2,50 EUR
Schüler im Klassenverband, pro Schüler 1,00 EUR
Gruppen ab 15 Personen, pro Person 3,00 EUR
Familienkarte I (1 Elternteil + Kind/er) 4,00 EUR
Familienkarte II (2 Elternteile + Kind/er) 6,50 EUR

Titelbild Schaustück
"Schaustück" des Monats November 2009: Torquetum (Ausschnitt), Johannes Praetorius (Entwurf) und Monogrammist W. W. (Ausführung); Messing, graviert, punziert und vergoldet; Nürnberg, 1568.

Schaustück des Monats November 2009
Torquetum oder Türkengerät
Johannes Praetorius (Entwurf) und Monogrammist W. W. (Ausführung)

Messing, graviert, punziert und vergoldet
Nürnberg 1568

Auch im Jahr 2009 setzen wir unsere beliebte Sonderreihe "Schaustück des Monats" fort, in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen.

Der November ist dem Torquetum aus dem Jahr 1568 gewidmet, das noch bis zum 25. November 2009 in der Ausstellung "Meisterwerk & Massenware. www.nuernbergerwitz.eu" im Fembohaus zu sehen ist.

Nürnberg hatte im 15. und 16. Jahrhundert einen vorzüglichen Ruf als Produktionsort wissenschaftlicher Instrumente, die von hier aus europaweit vertrieben wurden. Als herausragendes Meisterwerk dieser Nürnberger Instrumentenbaukunst ist das in seiner technischen und kunsthandwerklichen Qualität hochrangige Torquetum von Johannes Praetorius (1537-1616) ein selbstredendes Beispiel. Die Entwicklung und Herstellung seiner komplizierten Konstruktion verlangte höchstes Können und absolute Präzision. Verwendet wurde das Torquetum zur Berechnung der Koordinaten von Sonnen- und Sternpositionen, zur Höhenmessung auf der Erde, aber auch zu astrologischen Arbeiten. Als Teil einer Sammlung wissenschaftlicher Instrumente - allesamt aus dem Besitz der Familie Ayrer - ging das Torquetum 1675 in das Eigentum der Stadt Nürnberg über.

Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über das Torquetum, seine Geschichte und die Künstler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:

Im Rahmen der Präsentation des November-Schaustücks bietet Ludwig Sichelstiel, Dipl. Museologe und Mitarbeiter der Gemälde- und Skulpturensammlung der museen der stadt nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Termine

Donnerstag, 12. November 2009:
16 Uhr
Sonntag, 22. November 2009:
11 Uhr

Rauschgoldengel mit Porzellanköpfchen von Otto Ziegler.
Kreisel und Kreiseldosen von Harry Kramer.
Porzellanblumen von Erika Pfeiffer-Paulus.

Kunst & Handwerk - Arts & Crafts

Weihnachtsverkaufsausstellung
3. bis 13. Dezember 2009

Das Stadtmuseum Fembohaus - zwischen Christkindlesmarkt und Kaiserburg gelegen - wird wie jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit zum kleinen, feinen Ausstellungsort für hochwertiges Kunsthandwerk.

Annähernd 40 Künstler zeigen handgemachte Arbeiten aus den Bereichen Holz, Papier, Glas, Porzellan, Textil, Metall, Keramik und vielen mehr - eine "Fundgrube" für Weihnachtsgeschenke der ganz besonderen Art! Qualität steht hier an erster Stelle, die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk(skunst) sind fließend, die Exponate in jedem Fall individuell und einmalig.

Die Auswahl aus dem breitgefächerten Angebot ist nicht ganz leicht, zumal die Ideenvielfalt der Kunsthandwerker immer wieder aufs Neue beeindruckt. Das Spektrum reicht von nützlichen und dekorativen Gebrauchsgegenständen, schicken und zugleich funktionalen Accessoires, edlen, extravaganten Schmuckunikaten, formschönen Schreibgeräten bis hin zu phantasievoll gestalteten Figuren und Marionetten. Auch Traditionelles hat seinen Platz - handgesiedete Duftseifen, Springerle als dekorativer Schmuck für den Weihnachtsbaum und aufwändig gefertigte Rauschgoldengel mit teils über 100 Jahre alten Porzellanköpfen konkurrieren mit modern gestalteten, verschmitzten Engeln aus Lindenholz.

Bummeln Sie, abseits vom Weihnachtstrubel, durch das historische Haus, vergessen Sie ein wenig den hektischen Alltag und lassen Sie sich von der einzigartigen Atmosphäre verzaubern!

Es stellen aus:

Individueller Schmuck von Java Mazurek.
  • Buchbinde- und Papierarbeiten
  • Natalja Lebsak
  • Simone Lorenz
  • Sieglinde Staude
  • Otto Ziegler
  • Glas
  • Ursula Distler
  • Angelika Melek
  • Goldschmiedearbeiten und Schmuck
  • Yvonne Beck
  • Silke Erdtmann
  • Java Mazurek
  • Andrea Niemietz
  • Regine Radina
  • Barbara Reuter
  • Waltraud von Au

Holzdose von Andreas Dach.
  • Holz
  • Andreas Dach
  • Jörg Degenhardt
  • Frank Grottenthaler
  • Katharina Haebler
  • Rudi Seitz
  • Keramik und Porzellan
  • Hubert Baumann
  • Evelyn Hesselmann
  • Harry Kramer
  • Angelika Krauß
  • Susanne Möhle
  • Andrea Müller
  • Erika Pfeiffer-Paulus
  • Susanne Reuter

"Filzetti": Filzobjekte von Uschi Heidig.
  • Textil
  • Christine Appel
  • Anneliese Baumann
  • Edeltraud Fritz
  • Doris Geißler
  • Ingrid Göß
  • Uschi Heidig
  • Gitta Hirscheider
  • Gerti Howorka
  • Alrun Müller-Breunig
  • Birgit Roßdeutscher
  • Varia
  • Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte
  • Waltraut Kaufmann-Schmider
  • Sonja Tille

Während der Ausstellung können im Foyer des Museums Ausstellungskataloge zu günstigen Preisen erworben werden.

Öffnungszeiten

Täglich
10 - 18 Uhr
Samstags
10 - 19 Uhr

Während der Weihnachtsverkaufsausstellung ist der Einritt ins Stadtmuseum Fembohaus auf 2,50 EUR reduziert. Der Besuch der Multivision NORICAMA ist in diesem Preis nicht enthalten.

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