


19. Januar bis 4. März 2007
Kegel, Scheibe und Ring sind Urformen, aus denen der Bildhauer Hans Karl Kandel seine Skulpturen entwickelt. Neben der Form sind auch Farbe und Material extrem reduziert: Matt-geschliffener, unlackierter Hartgips und die "Nichtfarbe" Weiß ergänzen die Formen, fordern den Betrachter zum Sich-Einlassen und subtilen Wahrnehmen auf, appellieren an den Tatssinn und verleihen den Objekten eine geheimnisvolle, auratische Wirkung.
Nichts bleibt dem Zufall überlassen: Kandel, der Perfektionist, überlegt, probiert aus und ändert - viele, viele Male. Er erkundet das Innen und Außen der plastischen Form, sucht den ein- und ausschließenden Raum, den die Form erzeugt, spürbar zu machen. Die Gegensatzpaare Innen und Außen, Fülle und Leere verweisen auf das Gefäß als Urerfindung des Menschen. Die Kunst der Pause nach dem Verklingen des Tons wird hier zur Kunst des Leerraums, der sich nur in der Stille mitteilt.
Kandels Zeichnungen sind keine Entwürfe, sie sind autonom. In der Zeichnung transponiert der Künstler sein Leitmotiv vom Raum auf die Fläche und schafft damit ein Äquivalent in einer anderen, eigenständigen Sprache.
Zur Ausstellung erscheint ein vom Künstler erarbeiteter Katalog-Folder, der an der Museumskasse erworben werden kann.
Der Künstler führt an zwei Sonntagen persönlich durch seine Ausstellung:
Sonntag, 21. Januar 2007, 14 Uhr.
Sonntag, 4. März 2007, 14 Uhr.


Ausstellung der Gemälde- und Skulpturensammlung im Stadtmuseum Fembohaus
16. März bis 6. Mai 2007
Christoph Gerling, 1937 in Würzburg geboren, ist ein vielseitiger Künstler, der mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmitteln souverän umgeht. Er arbeit u.a. in den Gattungen Film, Siebdruck, Objektkunst, Zeichnung, Radierung, Materialbild. Gerling bewegt sich dabei im Grenzbereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Immer kennzeichnen handwerkliche Brillanz und ästhetische Sensibilität seine Arbeiten. Er sammelt Strukturen, legt Strukturen bloß, indem er das Gesehene verdichtet. Er selbst sagt zu seinem Werk: "Meine Malerei ist ein Abenteuer, ob Tisch, ob Gesicht, ob Kopf ob Figur - jedes Mal gerät mir das Bild zur Landschaft."
Gerling, dem Künstlerfreundschaften sehr wichtig sind, ist im besten Sinne des Wortes ein klassischer Kunstvermittler. Das belegen nicht nur seine Ausstellungen, sondern auch sein "Offenes Atelier" in Deckersberg bei Happurg.

In der Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus zeigt Christoph Gerling im wesentlichen neuere Gemälde, von denen er einige - wie seine großen Köpfe - speziell für die Ausstellung angefertigt hat. Abgerundet wird die Präsentation durch seine neuen Spiegelkästen: In ihnen Landschaften zu entdecken, kann zu ein spannenden Abenteuer werden.
Christoph Gerling führt durch seine Ausstellung:
Sonntag, 25. März 2007, 11 Uhr
Sonntag, 22. April 2007, 11 Uhr





Jürgen Dressel, Wolfgang Harms, Michael Lassel, Jo Niklaus, Hans Niklaus
Gruppenausstellung
16. Mai bis 26. August 2007
Fünf Maler unserer Zeit und damit fünf künstlerische Temperamente sind in der Sommerausstellung des Stadtmuseums Fembohaus vereint. Was sie verbindet, ist ihr Streben nach hoher, fast altmeisterlicher Perfektion in der Trompe l’œil-Malerei, der Kunst der Augentäuschung.
Die Titel der präsentierten Arbeiten sind Programm: "Turm zu Babel", "Bau und Verfall der Kathedrale", "Roter Mondvogel", "Warhols Marilyn in Scherben", "Was Schönheit ist - ich weiß es nicht", "Der einsame Wolf", "Parfüm des Orients". Die Titel beflügeln unsere Phantasie, rufen Erinnerungen wach und wecken unsere Sinne, Sehnsüchte und zuweilen Ängste.
Vom Reiz zur Täuschung ist es nur ein kleiner Schritt. Der Weg führt in diese Richtung, denn nur was fesselt, kann auch täuschen. Alles, was die Sinne reizt, haben die Künstler aufgeboten, um in die Irre zu führen: hoch aufgetürmte Pyramiden mit anspielungsreich zusammengefügten Relikten unserer heutigen Kultur, oft gespiegelt im Trivialen, wie Dürers Selbstbildnis auf der Lebkuchendose, Fabelwesen in wuchernden Fantasielandschaften, Muscheln in unendlichen Farben und bizarren Formen, adressierte und frankierte Briefumschläge als Fundstücke in Bilderrahmen steckend, vom Pop-Art-Künstler interpretierter Filmstar unter gesplitterter Glasscheibe...
Mehr als fünfzig Werke zeigt die Ausstellung. Kunstgeschichtlich stehen die Arbeiten in der Tradition der bereits in römischer Zeit gepflegten Trompe l’œil-Malerei mit Anleihen aus dem Surrealismus und dem Phantastischen Realismus des 20. Jahrhunderts. Vorbilder, Zitate und Anklänge aus der langen Geschichte des Trompe l’œil finden sich verstreut in den Werken aller Künstler: der Typ des Jagdstilllebens des 16. Jahrhunderts, die illusionistischen Verkleidungen von Interieurs wie Schränken etc., das Vanitas-Motiv des 18. Jahrhunderts, das so genannte Quodlibet mit liebevoll zusammengestellten, ganz unterschiedlichen kleinen Dingen des Alltags oder auch Porträts unter zerbrochenem Glas, ein Sujet, das ebenfalls im 18. Jahrhundert beliebt war.
Die Künstler erfüllen die Traditionen, auf die sie sich beziehen, mit neuem Leben, denn die Gegenstände, die sie uns zeigen, stammen zumeist aus unserer Zeit, sind uns vertraut. Der Möglichkeitssinn des Künstlers, wie ihn Robert Musil in "Der Mann ohne Eigenschaften" anführt, wirft sich auf die Wirklichkeit und schafft Trugbilder ohne Zahl: "Der Künstler erfindet: Hier könnte, sollte, müsste entstehen; und wenn man ihm von irgend etwas erklärt, dass es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein. So ließe sich der Möglichkeitssinn geradezu als die Fähigkeit definieren, alles, was ebenso gut sein könnte, zu denken, und das, was ist, nicht wichtiger zu nehmen als das, was nicht ist (...). Es ist die Wirklichkeit, welche die Möglichkeiten weckt, und nichts wäre so verkehrt, wie das zu leugnen".
Künstler führen durch die Ausstellung:
Samstag, 19.05.2007 (Blaue Nacht): 21 und 22 Uhr
Sonntag, 03.06.2007, 14 Uhr: Jo und Hans Niklaus
Sonntag, 10.06.2007, 14 Uhr: Wolfgang Harms
Sonntag, 17.06.2007, 14 Uhr: Michael Lassel
Sonntag, 24.06.2007, 14 Uhr: Jo und Hans Niklaus
Zur Ausstellung hat das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) spannende Unterrichtsangebote für die 3. bis 12. Klassen ausgearbeitet.
In der Sommerausstellung 2007 des Fembohauses zeigen fünf zeitgenössische Maler der Region Nürnberg/Fürth ihre Werke. Alle Künstler verbindet ihr Streben nach hoher, fast altmeisterlicher Perfektion in der Trompe l’œil-Malerei, der Kunst der Augentäuschung. Die Künstler füllen die Traditionen, in denen sie stehen - 18. Jahrhundert, Surrealismus, Phantastischer Realismus - mit neuem Leben: Sie bilden Gegenstände ab, die uns scheinbar vertraut sind, und setzen diese auf illusionistische Weise in unbekannte Zusammenhänge.
Zur Ausstellung hat das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) spannende Unterrichtsangebote für die 3. bis 12. Klassen ausgearbeitet:
Termine:
03.07.2007, 10 Uhr: Jo und Hans Niklaus
11.07.2007, 10 Uhr: Michael Lassel
17.07.2007, 10 Uhr: Wolfgang Harms
Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
Abteilung Schulen
Geschäftsstelle im Germanischen Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
D-90402 Nürnberg

Peter Flötner (Modell) und Pankraz Labenwolf (Guss)
Nürnberg 1532, Material: Messingguss
Zum zweiten Mal präsentieren die museen der stadt nürnberg in ihrer neuen Ausstellungsreihe "Schau-Stück des Monats" ein herausragendes Kunstwerk in städtischem Besitz: Der August 2007 ist dem berühmten Apollobrunnen im 2. Obergeschoss des Stadtmuseums Fembohaus gewidmet.
Der Apollobrunnen wurde von dem Nürnberger Gießer Pankraz Labenwolf, einem Schwiegersohn Peter Vischers des Älteren, 1532 in Messing gegossen. Der Entwurf stammte vermutlich von dem vor allem als Ornamententwerfer, Holzschneider und Kleinplastiker bekannten Peter Flötner, der auch als Schöpfer der geschnitzten Wandvertäfelungen im Nürnberger Hirsvogelsaal gilt.
Die Aktfigur des bogenschießenden Lichtgottes ist eines der bedeutendsten Werke der Nürnberger Erzgießkunst und stellt - als eine der ersten Nürnberger Antikenrezeptionen - zugleich einen Höhepunkt der deutschen Renaissanceplastik dar. Ursprünglich für die Schießstätte der Nürnberger Armbrustschützen geschaffen, kann der Brunnen - nach mehreren Zwischenstationen - heute in der Dauerausstellung des Stadtmuseums Fembohaus bewundert werden.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die spannende Geschichte, die kunsthistorische Bedeutung und die vermuteten Schöpfer der berühmten Apolloskulptur erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Apollobrunnens bietet der Leiter des Stadtmuseums Fembohaus, Rudolf Käs M.A., zwei kostenlose Spezialführungen an:



Hommage an einen Künstler aus Nürnberg
14. September bis 18. November 2007
Schirmherrschaft und Eröffnung der Ausstellung: Dr. Thomas Goppel, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Der Maler Heinrich Heidner erlangte den künstlerischen Durchbruch mit seinen während des Ersten Weltkrieges an der Westfront geschaffenen Werken, die in bedeutenden Galerien und Museen präsentiert wurden (z.B. in der Ausstellungshalle am Marientor in Nürnberg, bei Gurlitt und im Salon Schulte in Berlin, bei Caspari und Heinemann in München).
Seine Bilder wurden im In- und Ausland angekauft (Albrecht-Dürer-Haus Nürnberg; Königliche Pinakothek, Lenbachhaus und Graphische Sammlung in München; Folkwang Museum Hagen; Kulturhistorisches Museum Magdeburg; Rubenshaus Antwerpen; private Sammler in Paris, New York, Philadelphia u. a.).
Schwerpunkt der Ausstellung ist eine Präsentation von Kriegsbildern Heidners aus dem Ankauf der museen der stadt nürnberg, aus Museums- und Privatbesitz sowie aus dem Nachlass. Daneben werden Porträts, Stadtansichten und Landschaften sowie Tier- und Blumendarstellungen aus seiner gesamten Schaffenszeit gezeigt.
Mit der Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus seiner Geburtsstadt Nürnberg soll dieser außergewöhnliche Künstler gemäß seiner Bedeutung gewürdigt und wieder ins Bewusstsein gerückt werden.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Die Kuratorin Irma Hoffmann M.A. führt durch die Ausstellung:
Samstag, 15. September 2007, 14 Uhr

Donnerstag, 15. November 2007
Das Stadtmuseum Fembohaus Nürnberg hat zur Erkundungstour seiner Schätze eingeladen. Für Blinde und Sehbehinderte hat das Museum zusammen mit Dagmar Brecheis, einer ehemaligen Blindenlehrerin, eigens einen speziellen Führer entwickelt:
Wer nicht sehen kann, darf fühlen - Museum zum Anfassen
<http://www.museen.nuernberg.de/fembohaus/fuehrungen.html>
Der Eintritt für alle Besucher mit Behinderungen und je eine Begleitperson ist an diesem zu den regulären Öffnungszeiten im Stadtmuseum Fembohaus frei!

Weihnachtsverkaufsausstellung
6. bis 16. Dezember 2007
Kaum zu glauben, aber wahr! Wie "Benjamin Blümchen" und "Star Wars" feiert auch die Ausstellung "Kunst & Handwerk" in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum! Gemeinsam ist den Dreien die Treue ihrer Fans über Generationen.
Die Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus hat an Anziehungskraft während der vergangenen drei Jahrzehnte nicht verloren. Im Gegenteil: Jahr für Jahr sind es mehr Interessierte - nicht nur aus dem fränkischen Raum, sondern deutschlandweit -, welche diese erfolgreiche Verkaufsausstellung besuchen.
Der persönliche Kontakt zu den Künstlern, die einzigartige Atmosphäre, die von den Räumlichkeiten des Fembohauses ausgeht, vor allem aber auch die qualitativ herausragende handwerklich-technische Ausführung der angebotenen Produkte sind für viele Besucher Gründe, begeistert wieder zu kommen.
Auch in diesem Jahr wird der Besucher nicht nur Altvertrautes erkennen, sondern darf wieder auf Neues gespannt sein - auf noch nie da gewesene Künstler und neue Arbeiten; Schönes, Nützliches, Außergewöhnliches, das den Alltag bereichert oder Dinge, an denen wir uns einfach nur erfreuen:

Neuheiten in diesem Jahr unter anderem:
Der Besucher kann sich auf ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Angebot freuen.
Es stellen aus:



6. bis 16. Dezember 2007
Täglich 10 - 18 Uhr
Samstags 10 - 19 Uhr
Während der Weihnachtsverkaufsausstellung ist der Einritt ins gesamte Stadtmuseum Fembohaus auf 2,50 EUR reduziert.
Der Besuch der Multivision NORICAMA ist in diesem Preis nicht enthalten.

Johann Dietrich Carl Kreul, 1846
Öl auf Leinwand
Zum letzten Mal in diesem Jahr präsentieren die museen der stadt nürnberg in ihrer neuen Ausstellungsreihe "Schau-Stück des Monats" ein herausragendes Kunstwerk in städtischem Besitz: Passend zur Weihnachtszeit ist der Dezember 2007 dem Gemälde "Mädchen vor dem Christbaum" des Malers Johann Dietrich Carl Kreul aus der städtischen Gemälde- und Skulpturensammlung gewidmet. Präsentiert wird das sich sonst im Depot befindliche Kunstwerk nun an einem wunderschönen Ort - im Stadtmuseum Fembohaus.
Im Jahr 1846 schuf der in Nürnberg unter dem damaligen Akademiedirektor Albert Reindel ausgebildete Kunstmaler Johann Dietrich Carl Kreul (1803-1867) mit dem "Mädchen vor dem Christbaum" eines seiner entzückendsten Gemälde.
In den 1820er Jahren betätigte sich Kreul zunächst als Porträtmaler der gehobenen Bürgerschicht. Zu seinen bekanntesten und schönsten Bildnissen zählt "Die schöne Nürnbergerin" (1827), auf dem er eine junge, unbekannte Frau in der Tracht der Biedermeierzeit darstellt. Wenige Jahre später wandte sich Kreul einer anderen Gattung der Malerei, die seinen eigentlichen Ruhm begründen sollte, zu: dem Genrebild.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die kunsthistorischen Hintergründe des Gemäldes, das Leben und Werk des Künstlers sowie die Weihnachtsbräuche in Nürnberg erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Dezember-"Schau-Stücks" bietet die Leiterin der Gemälde- und Skulpturensammlung der Stadt Nürnberg, Dr. Ursula Kubach-Reutter, zwei kostenlose Spezialführungen an: