
3. Februar bis 19. März 2006
Hasso von Henninges (geb. 1943 in Berlin) zählt zu den "jüngeren" Vertretern der Konkreten Kunst in Deutschland. Die museen der stadt nürnberg widmen ihm erstmals eine eigene Werkschau, zeitgleich zu seiner Parallelausstellung "ockerbraunrotblau" im Kunstmuseum Bayreuth.
Die Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus zeigt Arbeiten in Schwarz, Weiß und Rot und lotet die künstlerischen Möglichkeiten dieser Farbtriade aus.
Die Bilder sind überwiegend mit Pastellkreide und reinen Pigmenten gearbeitet: dadurch entstehen offene Oberflächen, die matt, stumpf, hart und schrundig oder weich, verletzbar und berührungsempfindlich sein können. Die Farbe erhält eine eigentümliche Plastizität, bekommt ein vom Künstler gestaltetes "Gesicht". Henninges formt sie meistens zu einfachen, geometrisch orientierten monochromen Flächen und verleiht den Bildern dadurch Ruhe und Stabilität.
Zur Ausstellung erscheint ein signiertes und nummeriertes Künstlerbuch (52 Seiten, 75 Farbabbildungen, 48,00 EUR).

Ein Beitrag zur Landesausstellung 2006 gemeinsam mit dem Stadtarchiv Nürnberg
1. April bis 2. Juli 2006
Paul Wolfgang Merkel wurde im gleiche Jahr wie das Musikgenie Mozart geboren. Er war ein Zeitgenosse von Schiller und Kant, Goethe und Hegel zählten zu seinen Bekannten, Napoleon bewunderte er. Am 1. April 2006 feiert diese bedeutende Nürnberger Persönlichkeit und Schlüsselfigur der Umbruchsjahre um 1800 ihr 250-jähriges Geburtsjubiläum.
Paul Wolfgang Merkel steht für eine ganze Epoche: Der Kaufmann führte ein traditionsreiches Nürnberger Handelshaus mit großem Erfolg durch die Jahre wirtschaftlichen Wandels. Im Protestantismus verwurzelt, war er gleichzeitig von der Aufklärung geprägt. Als politischer Reformer drängte er auf Mitsprache der Kaufleute und Handwerker in Nürnberg, obgleich er sich den reichsstädtischen Institutionen verbunden verbunden sah. Er war der erste Abgeordnete Nürnbergs im bayerischen Landtag, in dem er sich vehement für die Schuldenregelung und wirtschaftliche Genesung seiner Heimatstadt einsetzte. Seinem Patriotismus verdankt Nürnberg die Bewahrung vieler Kunstschätze, die in den Wirren der Zeit verloren zu gehen drohten. Im Leben der Privatperson Merkel, dem Ehemann und Familienvater, spiegelt sich der Wandel im Umgang zwischen den Geschlechtern und Generationen.
Tagebücher, Briefe und andere persönliche Zeugnisse lassen das spannende Leben und Wirken von Paul Wolfgang Merkel lebendig werden. Es entsteht das facettenreiche Bild einer Epoche am Übergang vom Ancien Régine zur Moderne. Mit den umfangreichen Merkelschen Kunstsammlungen - Gemälden und Grafiken, Kunsthandwerk, Glasgemälden, Uhren, Büchern und Handschriften - werden in einer einmaligen Zusammenschau bedeutende Werke der Nürnberger Kunst aus verschiedenen Epochen präsentiert.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog sowie ein umfangreiches Begleitprogramm.
In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Nürnberg und in Kooperation mit dem Bildungszentrum Stadt Nürnberg (BZ) präsentiert das Stadtmuseum Fembohaus eine kulturhistorische Vortragsreihe, in der die Zeit um 1800 zwischen Aufklärung und Romantik in Nürnberg thematisiert wird.
An den Vortragsabenden ist das Museum ab 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt für den Vortrag schließt an diesem Abend ab 19 Uhr den kostenlosen Besuch der Sonderausstellung mit ein.
Vortrag von Priv.Doz. Dr. Georg Seiderer, Universität München
Datum: Donnerstag, 6. April 2006, 19.30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Rebekka Habermas, Universität Göttingen
Datum: Donnerstag, 27. April 2006, 19.30 Uhr
Vortrag von Dr. Charlotte Bühl-Gramer, Universität Erlangen-Nürnberg
Datum: Donnerstag, 4. Mai 2006, 19.30 Uhr
Die Zeitspanne zwischen Aufklärung und Romantik gestaltete sich für Männer und Frauen unterschiedlich. An den Intellekt beider Geschlechter wurden jeweils besondere Ansprüche gestellt. In der Lebens- und Alltagsrealität bedeutete dies für Frauen konkret u.a. einen erschwerten Zugang zu den Bildungsmöglichkeiten.
Vortrag von Dr. Rainer Mertens, db-Museum Nürberg
Datum: Donnerstag, 18. Mai 2006, 19.30 Uhr
Der Kaufmann Johannes Scharrer (1785-1844) prägte als Kommunalpolitiker ganz maßgeblich die ersten Jahrzehnte Nürnbergs als bayerische Stadt. Als Gründer der Stadtsparkasse und der Polytechnischen Schule sowie als Direktor der ersten deutschen Eisenbahn führte er ehrgeizige und nachhaltig wirkende Reformvorhaben in der Stadt durch.

Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik
Ausstellung der Grafischen Sammlung im Stadtmuseum Fembohaus
28. Juli bis 26. November 2006
Zu den auch überregional bekanntesten Söhnen Nürnbergs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehört Johann Adam Klein (Nürnberg 1792 - 1875 München), Maler, Zeichner, Kupferstecher.
Die Ausstellung "Romantische Entdeckungen" schlägt einen Bogen vom heimischen Kunstbetrieb, von dem Klein geprägt wurde, über die inspirierenden Reisen in die Fränkische Schweiz, an Main und Rhein, nach Österreich/Ungarn, schließlich über die Schweiz nach Italien, wo er eine bedeutende deutsche Künstlerkolonie antraf. An Hand dieser Stationen wird die Biografie Kleins in einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Veränderungen lebendig. Sein umfangreiches Oeuvre - Landschaften, Stadtansichten, Menschen, Tiere und Militaria - hat Zeichen gesetzt in der facettenreichen Kunst der Romantik.
Zur Ausstellung ist ein 348 Seiten starker Katalog erschienen, der an der Museumskasse für 22 EUR erworben werden kann:
Romantische Entdeckungen - Johann Adam Klein (1792-1875).
Gemälde, Zeichnungen. Druckgrafik. Nürnberg 2006

Gelesen von Thomas Witte, musikalisch begleitet von Michael Ströll
Samstag, 21. Oktober 2006, 20 Uhr
Anlässlich der Ausstellung "Romantische Entdeckungen - Johann Adam Klein" wird der berühmte Gedichts-Zyklus in ungewöhnlicher Form vorgetragen: Der Schauspieler Thomas Witte verleiht ihm die Qualität eines Hör-Spiels, das der Musiker Michael Ströll mit einer aufregenden Sound-Collage unterlegt - Franz Schubert einmal ganz anders, in moderner Sampling-Technik, mit Anklängen an gregorianische Gesänge und Klaviermusik, als Techno-Beat. Der suggestive Sound begleitet die mit Intensität und Tiefe vorgetragenen 24 Gedichte des Romantikers Wilhelm Müller. Sie sprengen die Hörgewohnheiten. So könnte "Am Brunnen vor dem Tore" in dieser Version tauglich für jeden "Poetry-Slam" werden...

Der Fränkische Albverein e.A. bietet in Kooperation mit dem Stadtmuseum Fembohaus ein Begleitprogramm zur Ausstellung "Romantische Entdeckungen - Johann Adam Klein (1792-1875) Gemälde. Zeichnungen. Druckgrafik" an.
Im Zentrum steht der Besuch der Naturdenkmäler Parasolfelsen, Riesenburg und Staffelberg sowie der Burgruinen Neideck, Streitburg und Wildenfels, wobei letztere von Johann Adam Klein Anfang des 19. Jahrhunderts in Zeichnungen und Aquarellen festgehalten wurden. Ein Vergleich dieser Abbilder mit ihrem heutigen Erscheinungszustand lässt sich auf romantischen Wandertagen in der Fränkischen Schweiz erschließen.
Ebermannstadt - Birkenreuth - Streitberg - Ebermannstadt (16 km),
mit Jakob Hoffmann
Veilbronn - Voigendorf - Doos - Riesenburg - Muggendorf (20 km),
mit Alfred Bachmann
Kleinsendelbach - St. Moritz (mit Führung) - Burgstein - Hetzelsdorf - Pretzfeld (18 km),
mit Werner Hager
Neuhaus - Brentenfels - Sackdilling - Parasolfelsen - Neuhaus (24 km),
mit Klara Dellermann
Lichtenfels - Pavillon - Basilika Vierzehnheiligen - Staffelberg - Bad Staffelstein (16 km),
mit Rolf Dieckmann
Traindorf - Veilbronn - Oberfellendorf - Gasseldorf - Ebermannstadt (18 km),
mit Hans Götze
Ebermannstadt - Hummerstein - Burgruine Streitburg - Burgruine Neideck - Rothenbühl - Ebermannstadt (20 km),
mit Wolfram Unger
Gräfenberg - Hiltpoltstein - Burgruine Wildenfels - St. Helena - Simmelsdorf (20 km),
mit Wolfram Unger
Nähere Auskünfte zu den Wanderungen erhalten Sie unter der Internetadresse des Fränkischen Albvereins:
www.fraenkischer-albverein.de
<http://www.fraenkischer-albverein.de>
Für die Dauer der Ausstellung "Romantische Entdeckungen - Johann Adam Klein (1792-1875)" bietet das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum (KPZ) der Museen in Nürnberg für Schulklassen ein zusätzliches Sonderprogramm an:

Weihnachtsverkaufsausstellung
7. bis 17. Dezember 2006
Die seit 1978 jährlich stattfindende Verkaufsausstellung ist schon längst kein Insider-Tipp mehr. Das Besondere daran: Der persönliche Kontakt zu den Kunsthandwerkern die Atmosphäre, welche von den historischen Räumen des Museums ausgeht und nicht zuletzt die hohe technische Qualität der von Hand gearbeiteten Produkte.
In diesem Jahr beteiligen sich wieder über 40, vorwiegend aus der Region stammende, Künstler, die Exklusives aus den klassischen Werkstoffen Holz, Papier, Glas, Keramik, Porzellan sowie dem Bereich der Textil- und Goldschmiedekunst vorstellen - handwerklich fundiertes modernes Design in Verbindung mit alten Traditionen.
Das Angebot ist so vielfältig wie die Materialien, aus denen die Einzelstücke gefertigt sind: Klassisch oder verspielt gearbeitete Kleider sowie sportliche, praktische oder extravagante Hüte. Taschen, gewebt, gefilzt oder aus handbedrucktem Leder. Schmuckunikate aus Gold, Silber, Platin, Porzellan und Glas.
Wohn-Accessoires wie Zimmerbrunnen, außergewöhnliche Leuchtobjekte und Quilts - Impressionen in Stoff und Farbe, die Geschichten erzählen. Allerlei Schmückendes aus Filz oder dekorative, aber gleichzeitig auch nützliche Gebrauchsgegenstände. Bucheinbände aus edlen Marmorpapieren, handgeprägte Grußkarten, individuell gestaltete Mappen und Schachteln oder phantasievolle Figuren aus Papier.
Neu in diesem Jahr: Feinste Schokolade und wertvoller Unikatschmuck, die sinnlich und kunstvoll kombiniert werden. Daneben gibt es handgewebte Oberteile und Accessoires für den Herrn sowie handgesiedete Duftseifen, liebevoll in Geschenkkartons verpackt.
Es stellen aus:




Donnerstag, 21. Dezember 2006, 19.30 Uhr
Die gemeinsamen musikalischen Programme der ausdrucksstarken Sängerin und Schauspielerin Barbara Schofer und des Gitarristen Klaus Jäckle sind längst kein Geheimtipp mehr, sondern zu Recht beliebte und hochgeschätzte Veranstaltungen. Passend für die Stunden vor dem Heiligabend haben die beiden ein erlesenes Programm zusammengestellt: Mit hintergründigen Texten der deutschen Barock-Dichter Andreas Gryphius und Martin Opitz sowie des Pegnesischen Blumenordens gibt Barbara Schofer Kostproben ihrer Rezitations- und Gesangskunst. Kongenial begleitet wird sie dabei vom Gitarren- und Lautenspiel Klaus Jäckles, der mit ausgewählten Musikstücken von Johann Sebastian Bach, Giuseppe Antonio Brescianello u.a. in weihnachtlich-besinnliche Stimmung zu versetzen weiß...