
Gruppenausstellung
21. Januar bis 20. März 2005
Seit vielen Jahren treffen sich zwölf Künstler und spielen Carambolage, die hohe Form des Billard. Ihr Domizil war das Café Vaterland, bis es geschlossen wurde. Ihre zweite Leidenschaft, das Spiel mit drei Kugeln, machen sie nun zum Gegenstand ihrer ersten, der Kunst.
Das Stadtmuseum Fembohaus lädt ein zu einer höchst spannenden Begegnung von anspruchsvoller Unterhaltung und künstlerischer Reflexion.
Es spielen: Toni Burghart, F.W. Bernstein, Axel von Elm, Hubertus Heß, Udo Kaller, Peter Kampehl, Thomas Karl, Armin Krohne, Hans Lange, Gerhard Loos, Thomas Lunz und Wolf Sakowski.
Zitierend und assoziativ widmen die Künstler ihre Öl- und Acrylbilder dem Gegenstand ihrer Spielleidenschaft, Architekturzeichnungen und -modelle zeigen den Spielsalon als Elfenbeinturm und Toni Burghardt treibt ein hintersinnig vergnügliches Spiel voller erotischer Anspielungen mit Wolfgang Amadeus Mozart, einem bekanntermaßen leidenschaftlichen Billardspieler. In diesem Sinne freuen wir uns auf Mozartkugeln der besonderen Art! Anstelle eines Katalogs liegt eine Edition von zwölf signierten Originalgrafiken auf, die einzeln oder als Mappe an der Museumskasse zu erwerben sind.


Ausstellung und offenes Atelier
8. April bis 29. Mai 2005
"..mich hat das Figürliche gepackt und davon möchte ich mich auch nicht trennen" - Wilhelm Uhlig, der bedeutendste Bildhauer Nürnbergs, gilt als einer der wichtigen Vertreter figürlicher Plastik in Deutschland. Zwei bis drei Jahre dauert es, bis ein Werk fertig ist. Er vereinfacht, verdichtet, sucht den Kern und führt mit handwerklicher Präzision aus, was er eingehend studiert und immer wieder in den Blick genommen, genau geprüft hat. Hermann Kesten, Albert Einstein, seine Mutter, seine Frau - er nimmt sich Zeit, "um immer gründlicher zu werden". Er will auf den Grund gehen, Haltungen ausloten und verstehen lernen.
Er macht keinen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Zeit und Ort bestimmt er selbst. In der Beschäftigung mit der Antike und Renaissance hat er das Sehen geschult. Am Ende des Schaffensprozesses steht ein Werk, das seine Gültigkeit aus der schlichten Würde des Abgebildeten zieht. Die karg anmutende Bildsprache, der sparsame Gestus, der ernste Ausdruck - die Konzentration auf das Wesentliche eröffnet dem Besucher neue Sichtweisen für das Gegenständliche.
Die Ausstellung im Stadtmuseum Fembohaus anlässlich des 75. Geburtstages Wilhelm Uhligs gibt Einblick in Arbeiten aus fünfzig Jahren. Etwa fünfzehn Figuren ebenso viele Köpfe, Kleinplastiken und zahlreiche Vorzeichnungen sind zu sehen. Der Künstler öffnet sein nahegelegenes Atelier und stellt sich den Fragen des interessierten Publikums.
Wilhelm Uhlig
1930 geboren in Guttenberg / Oberfranken; 1951-1959 Meisterschüler bei Hans Wimmer; Studienaufenthalte in der Villa Massimo, Rom, und in der Cité des Arts, Paris, in London Begegnung mit Henry Moore; seit 1959 freischaffender Bildhauer, zahlreiche Förderpreise, Teilnahme an verschiedenen Symposien, 1972 Berufung an die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und deren Präsident von 1984 bis 1987; 1983 Aufnahme in die Bayerische Akademie der Schönen Künste München; öffentliche Aufträge und zahlreiche Preise, darunter Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und Orden "Pro Meritis".

9. Juni bis 27. November 2005
Zu den glanzvollsten und kostspieligsten Ereignissen in der Geschichte der Freien Reichsstadt Nürnberg zählen die Kaiserbesuche. Für ihren Aufenthalt und zur Herrschaftssicherung nutzten die Herrscher Königshöfe und Kaiserpfalzen. Nürnberg war die von deutschen Kaisern am häufigsten besuchte Stadt.
Besuchte ein neuer Herrscher Nürnberg, so wurde ihm ein äußerst aufwändiger Empfang bereitet, der nach einem festen Protokoll ablief: Die versammelten Ratsmitglieder begrüßten den Kaiser an einem der Stadttore und geleiteten ihn unter einem Traghimmel in die Stadt, über die Fleischbrücke und den Hauptmarkt am Rathaus vorbei sowie durch die für ihn errichtete Ehrenpforte zur Kaiserburg. Die geschmückten Straßen säumten Tausende von akklamierenden Bürgern in festlicher Kleidung.
Die Einzüge von Kaiser Matthias 1612 und Leopold I. 1658 stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die "Kaisergalerie" stellt 18 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches vor. Der letzte Raum der Präsentation ist dem deutschen Reichsschatz, den Reichskleinodien, gewidmet, der von 1424 bis 1796 in Nürnberg gehütet wurde und sich seitdem in Wien befindet.
An der Museumskasse kann der Katalog: Nürnberg - Kaiser und Reich, Staatsarchiv Nürnberg, 1986, 180 Seiten zum Preis von 9,80 EUR erworben werden.

Kaisereinzüge und Kaiserbesuche alter Zeit
Von und mit Ute Dalibor
Ein Kaiserbesuch kam Nürnberg teuer zu stehen
Von und mit Dr. Fritz Aschka
Wenn der Kaiser kam...
Von und mit Gesa Büchert
Die Wahl- und Krönungsstadt Frankfurt
Tagesexkursion mit dem Bus, von und mit Ute Dalibor
Aachen - Stadt der Könige
Exkursion mit dem Bus, von und mit Birgit Friedel
Der Kaiser kommt!
Heinrich von Stein, des Kaisers Statthalter zu Nürnberg
Mit Dr. Wolfram Gluth
Wanderung Polsdorf - Lampersdorf - Hilpoltstein
Mit Kaiser Karl IV. auf der Goldenen Straße, Teil 1
Mit Dr. Wolfram Gluth
Wanderung Hersbruck - Neunkirchen/ Sand - Lauf/ Wenzelschloss
Kaiser Ludwig der Bayer und Nürnbergs Dritter Stadtheiliger
Mit Dr. Wolfram Gluth
Wanderung Herrieden - Ansbach
Mit Kaiser Karl IV. auf der Goldenen Straße, Teil 2
Mit Werner Düll
Wanderung Sulzbach - Bacheltsfeld - Högen - Hellberg - Hartmannshof
Heilige und Herrscher: Einzüge und Prozessionen im alten Nürnberg
Vortrag von Dr. Nikolas Jaspert, Universität Erlangen-Nürnberg
Die "ewige" Verwahrung der Reichskleinodien in Nürnberg
Vortrag von Dr. Klemens Gsell, 3. Bürgermeister der Stadt Nürnberg
Triumphator, Kaiser, Christus - Der feierliche Einzug in der Antike
Vortrag von Prof. Dr. Gunnar Brands, Universität Halle-Wittenberg
Einmal Kaiser sein
Erlebnisführung für Kindergartengruppen. Krone, Schwert, Zepter, Kaisermantel - alles zum Anfassen, Spielen und Erleben.
Der Kaiser kommt!
Für die 1. bis 4. Klassen
Treue - "Schutz und Schirm"
Für die 5. bis 8. Klassen
Auf den Spuren des Kaisers
Für die 5. bis 8. Klassen
Jeden Sonntag, Beginn: 14 Uhr, Treffpunkt Foyer
Kaiserliches Dreigang-Menü
Bratwurst Röslein, Rathausplatz 6
Kultur und Kulinarisches
Gruppen-Arrangements mit Ausstellungsbesuch sowie sechsgängigem Kaiser-Menü und attraktivem Begleitprogramm in den "Kaiserstuben".
Bratwurst Röslein, Rathausplatz 6
Kaisertaler und Nürnberger Torte
Der Bäcker Feihl, Sonderverkauf in den Filialen der Innenstadt