
8. November 2007 bis 20. Januar 2008
Albrecht Dürer selbst hat sich mit dem Thema Weihnachten auf vielfältige Weise auseinandergesetzt. Die Geburt Christi, die Darstellung der Maria mit Kind, die Anbetung der Könige und die Heilige Familie haben ihn während seines gesamten künstlerischen Schaffens beschäftigt: Sie erscheinen auf großen Bildtafeln für wohlhabende Auftraggeber, in unzähligen flüchtigen Skizzen und ausgereiften Zeichnungen sowie in Druckgrafiken, die als Andachtsbilder und zur Erbauung für Jedermann gedacht waren.
Eine Auswahl (Faksimiles) aus dieser Fülle ist, passend zur Weihnachtszeit, im Galerieraum des Dürer-Hauses ausgestellt. Die Grafiken erzählen von dem innigen Verständnis, das der Künstler der Darstellung der Gottesmutter mit dem Christusknaben entgegen gebracht hat. Zu den entzückendsten und intimsten Dürer-Grafiken dieses Themas zählt der berühmte Kupferstich mit der "Geburt Christi" aus dem Jahr 1504, der im Mittelpunkt der Präsentation steht. Der Künstler selbst hat ihm den Titel "Weihnachten" gegeben.

Albrecht Dürer, zugeschrieben
Nürnberg, um 1495
Aquarell
Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen möchten, fort. Der Februar 2008 ist dem wunderschönen Aquarell "Ansicht der Nürnberger Burg von Norden" im 3. Obergeschoss des Albrecht-Dürer-Hauses gewidmet. Das einzigartige Blatt wird Albrecht Dürer zugeschrieben.
Ein kleinformatiges Aquarell erlangte im Jahr 2007 auf internationalem Parkett besondere Bedeutung: Es war Teil der großen in Rom gezeigten Ausstellung "Dürer e l’Italia" und wurde, nach vielen Jahren der Nichtbeachtung von der Forschung Dürer zugeschrieben. Handelte es sich bei der minutiösen und hoch qualitätvollen Darstellung wirklich um eine der letzten Entdeckungen eines Dürer-Bildes?
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Zuschreibung des Aquarells an Nürnbergs bekanntesten Künstler sowie über diesen Beginn künstlerischer Darstellungen der Nürnberger Burg erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Aquarells bietet die Leiterin des Albrecht-Dürer-Hauses, Dr. Jutta Tschoeke, zwei kostenlose Spezialführungen an:

Radierungen und Buchobjekte von Anna M. Scholz
8. Februar bis 27. April 2008
Die in Erlangen geborene und im Nürnberger Land, in Hersbruck, lebende Künstlerin befasst sich in ihren Arbeiten mit einer Vielzahl an Themen. Mit ihren Landschaften, Menschen, Tieren oder Pflanzen, verlässt sei selten die Gegenständlichkeit und bleibt in ihren Ausdrucksformen nahe an der Realität, auch wenn sie diese verfremdet, ins Fantastische bewegt oder dokumentarisch wiedergibt.
Die so entstandenen Paraphrasen "Albrechts Tiere" und "Albrechts Monster" hat sie aus dem Kontext der Werke Albrecht Dürers heraus geholt und jeweils zu Serien zusammen gefasst. Viele ihrer Radierungen widmet sie historischen Künstlerpersönlichkeiten, von deren Werken sie besonders beeindruckt ist, wie Mozart, Balthasar Neumann, Heine oder Dix.
Aus dem tiefen Berührtsein durch Friedrich Hölderlins Leben und Werk entstanden im Laufe einiger Jahre drei Buchobjekte. Sie illustrieren nicht, sondern bestehen aus einer Abfolge genuiner Motive in freier Assoziation. Sie speisen sich aus Wissens- und Interessensfeldern, denen die promovierte Naturwissenschaftlerin nahe steht, aus Geschichte, Psychologie, Zeitgeschehen. Ihre Werke sind vorrangig zeichnerisch, wobei - besonders in den zahlreichen Buchobjekten - viele andere bildnerische Techniken angewendet werden, wie Malerei, Collage, écriture automatique.
Am Ostersonntag, 23. März 2008, und am 20. April 2008, jeweils um 11.30 Uhr führt die Künstlerin Anna M. Scholz durch ihre Ausstellung im Albrecht-Dürer-Haus. Hier stellt sie ihr facettenreiches Werk von Radierungen und Buchobjekten vor, das von Landschaften, Menschen, Tieren und Pflanzen geprägt ist. Die Führungen sind kostenlos (zzgl. Eintrittspreis).

31. Mai 2008
19 Uhr bis 1.30 Uhr
... im Albrecht-Dürer-Haus? "Ein ehrenwertes Haus" heißt das neue Museumstheaterstück. Historische Personen aus dem 15. und 19. Jahrhundert treffen auf zeitlose Schlager aus dem 20. Jahrhundert. Die Hausbewohner brillieren in einem spannungsgeladenen "Historical", das mit ungewöhnlichen Gesangseinlagen aufwartet. Kostproben daraus werden den Besuchern im Kinoraum geliefert. Darüber hinaus geleitet erneut die Herrin durch das Haus. Und in der Werkstatt wird man Zeuge, wie ein eigens entworfener "Blaue-Nacht"-Kupferstich gedruckt wird.
Die Theateraufführung findet von 21 bis 24 Uhr jeweils zur vollen Stunde im Kinosaal des Dürer-Hauses statt.
Weitere Informationen zur Blauen Nacht finden Sie unter
www.blauenacht.nuernberg.de
<http://www.blauenacht.nuernberg.de>

Öl auf Leinwand, um 1828
Auch im Jahr 2008 setzen wir unsere Sonderreihe "Schau-Stück des Monats", in der wir Ihnen herausragende Exponate aus dem Besitz der Stadt Nürnberg vorstellen, fort.
Der Juni 2008 ist Johann Heinrich Hintzes Gemälde "Albrecht Dürer’s Haus am Thiergärtnerthor in Nürnberg", das ab 1. Juni im Albrecht-Dürer-Haus zu sehen ist, gewidmet.
Reisende Künstler haben ab 1820 das Aussehen des Albrecht-Dürer-Hauses in Zeichnungen und Aquarellen auch außerhalb Nürnbergs verbreitet. Anlässlich der Nürnberger Dürer-Feiern zum 300. Todestag des Malers präsentierte der als Landschafts- und Architekturmaler bekannte Berliner Johann Heinrich Hintze (1800-1861) im September 1828 das hier als "Schau-Stück des Monats" vorgestellte Gemälde mit dem Titel "Albrecht Dürer’s Haus am Thiergärtnerthor in Nürnberg". Dargestellt ist das Wohnhaus des "größten deutschen Künstlers" und seine städtebauliche Einbindung. Im Jahre 2001 erwarb die Albrecht-Dürer-Haus-Stiftung das Gemälde aus belgischem Privatbesitz.
Für interessierte Museumsbesucher, die mehr über die Geschichte des Gemäldes, den Anlass seiner Entstehung und den Künstler erfahren möchten, haben sich die städtischen Museen ein ganz besonderes Serviceangebot einfallen lassen:
Im Rahmen der Präsentation des Juni-Schaustücks bietet Ulrike Swoboda M.A., Graphische Sammlung Nürnberg, zwei kostenlose Spezialführungen zum vorliegenden Werk an:


Das grafische Werk Konrad Volkerts (1906-1999)
9. Mai bis 13. Juli 2008
Das Albrecht-Dürer-Haus würdigt den Nürnberger Zeichner und Grafiker Konrad Volkert mit einer repräsentativen Auswahl seines Werks. Volkert war dem Dürer-Haus durch seine fünfzehnjährige Amtszeit von 1956 bis 1971 als Kustos eng verbunden.
Der 1906 in Nürnberg geborene Konrad Volkert studierte von 1922 bis 1927 an der Kunstgewerbeschule bei Professor Rudolf Schiestl die Fächer Graphik und Buchschmuck und wurde 1927 dessen Meisterschüler. Er schloss ein Studium an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin bei den Professoren Ferdinand Spiegel, Hans Meid und Oskar Bangemann an und ließ sich 1931 als freischaffender Grafiker in Nürnberg nieder. 1934 erhielt er ein Stipendium der Albrecht-Dürer-Stiftung und 1939 das Rom-Stipendium der Preußischen Akademie der Bildenden Künste Berlin, das ihm einen einjährigen Aufenthalt zu Studienzwecken in Italien an der Villa Massimo ermöglichte. Seit 1949 war er bis zu seinem Tod im Jahre 1999 Mitglied der Nürnberger Künstlergruppe Der Kreis, wo er sich an zahlreichen Ausstellungen beteiligte.
Konrad Volkert wurde durch seine Zeichnungen und Druckgrafiken der fränkischen Heimat ein bekannter Künstler, aber auch durch seine Illustrationen in Büchern und Zeitschriften. Beliebte Motive waren vor allem die Spalter Hopfenlandschaft, die Hügel und Täler um Kalchreuth, sowie die dörfliche Bevölkerung bei ihrer Arbeit. Auch Ansichten der Stadt Nürnberg und des Albrecht-Dürer-Hauses, wo er während seiner Tätigkeit als Kustos auch wohnte, fanden sein besonderes Interesse. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das vielseitige Werk des Künstlers.

Zeichnungen und Weiße Blätter
1. August bis 12. Oktober 2008
In ihrem Werk fühlt sich die junge Nürnberger Künstlerin dem Albrecht-Dürer-Haus eng verbunden: Von Januar bis Juni 2005 hat sie es bei Wind und Wetter 36 Mal gezeichnet. So entstand ein einzigartiges "Dürer-Haus-Tagebuch". Dieses und verschiedene Blätter ihrer „Waldarbeit“, bei der sie auf dem Waldboden feinsinnig strukturierte Zeichnungen erschafft, sind in der Ausstellung zu sehen. In ihrer Zwiesprache mit der Natur fühlt sie sich Albrecht Dürer verbunden, wenn er meinte: "... denn wahrhaftig stecket die Kunst in der Natur, wer sie heraus kann reyssen, der hat sie."

Neues aus der Albrecht-Dürer-Forschung.
Samstag, 22. November 2008, 10 bis ca. 18 Uhr
Seit 2002, dem Jahr des 500. Geburtstages von Albrecht Dürers berühmtem Aquarell "Junger Feldhase", veranstaltet das Kulturreferat der Stadt Nürnberg an einem Wochenende im August ein gehobenes Kulturprogramm zu Ehren des bekanntesten Nürnberger Künstlers.
2008 feiern Dürers berühmte "Betende Hände", ursprünglich nur eine von vielen Vorzeichnungen für den Heller-Altar und heute in der Graphischen Sammlung Albertina in Wien aufbewahrt, ihren 500. Geburtstag. Die neueste Forschung zu den "Betenden Hände" ist in diesem Jahr Hauptthema der Dürer-Vorträge.
Detaillierte Informationen zu den Vorträgen, den Referenten, den Eintrittskarten etc. finden Sie auf der Seite Dürer-Vorträge.
Dürer-Vorträge Nürnberg
<http://www.duerervortraege.de>