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Museen der Stadt Nürnberg  

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Veranstaltungen - Vorträge und Lesungen

Das Dokumentationszentrum - Ort für Veranstaltungen zum Thema Nationalsozialismus
Das Dokumentationszentrum -
Ort für Veranstaltungen zum
Thema Nationalsozialismus.

Allgemeine Informationen zu Lesungen und Vorträgen

Soweit nicht anders angegeben kostet der Eintritt für eine Lesung oder einen Vortrag jeweils 5,00 EUR, ermäßigt 3,50 EUR.

Nürnberg-Paß-Inhaber erhalten bei allen eigenen Veranstaltungen des Dokumentationszentrums 50% Ermäßigung auf den regulären Eintrittspreis.

Der Vorverkauf beginnt jeweils 14 Tage vor der Veranstaltung an der Kasse des Dokumentationszentrums.

Reservierungen für Platz- und Eintrittskarten können Sie unter der Telefonnummer (0911 231 - 56 66 vornehmen.
Reservierte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Infotheke abgeholt werden, sonst gehen sie in den freien Verkauf an der Tageskasse.

Die Vorlage der Eintrittskarte zur Veranstaltung ermöglicht Ihnen einen einmaligen Besuch der Dauerausstellung "Faszination und Gewalt" zum Sonderpreis von 1,50 EUR am Tag der Veranstaltung.

Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
© privat

Vom Stigma zum "Standortfaktor": Das KZ-Flossenbürg

Vortrag von Dr. Jörg Skriebeleit

Ort:  Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Datum:  Dienstag, 9. Februar 2010, 18.30 Uhr

Der heutige Bekanntheitsgrad der ehemaligen Konzentrationslager leitet sich nicht automatisch von ihrer historischen Bedeutung ab. Die Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen wird ganz entscheidend geprägt durch die Darstellung, Vergegenwärtigung und Inszenierung des Vergangenen. So gehörte das Konzentrationslager Flossenbürg, obwohl es früher als andere zur Gedenkstätte wurde, bald zu den vergessenen Lagern.

Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, analysiert die Wahrnehmungs- und Rezeptionsgeschichte des Erinnerungsortes Flossenbürg. Dabei befasst er sich unter verschiedenen Gesichtspunkten mit der Frage, was in Flossenbürg Eingang in das kulturelle Gedächtnis finden konnte - oder eben nicht.

Kooperationsveranstaltung mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.
externer Link KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
<http://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de>

Eintritt frei

Stephan Marks, Autor der Studie "Warum folgten sie Hitler?".
© privat

Warum folgten sie Hitler? Zur Psychologie des Nationalsozialismus

Vortrag von Dr. Stephan Marks

Ort:  Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Datum:  Sonntag, 21. März 2010, 15 Uhr

Warum begeisterten sich Millionen von Menschen für Adolf Hitler? Was bewegte "ganz normale" Männer und Frauen dazu, sich in den diversen NS-Organisationen aktiv für das "Dritte Reich" zu engagieren? Wie funktionierten die Machtmechanismen des NS-Staates?

In einer Studie zeigte der Sozialwissenschaftler Stephan Marks anhand von Interviews mit noch lebenden ehemaligen Nationalsozialisten, dass der Nationalsozialismus seine Anhänger begeisterte, indem er nicht ihren Verstand sondern ihre Gefühle ansprach und sich ihre emotionale Bedürftigkeit zunutze machte. In seinem Vortrag stellt der Autor eines seiner Forschungsergebnisse vor. Das Beunruhigende an seiner Erkenntnis ist: All dies kann auch heute noch instrumentalisiert werden.

Eintritt frei

Josef Salomonovic.
© KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Samuel Brückner, Rede im Juli 2009.
© KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Zeitzeugen aus dem KZ-Flossenbürg erinnern sich

Zeitzeugengespräch mit Josef Salomonovic und Samuel Brückner

Ort:  Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Datum:  Donnerstag, 22. April 2010, 18.30 Uhr

Josef Salomonovic, geboren am 1. Juli 1938 in Mährisch-Ostrau, Tschechien, wurde mit seiner Familie 1941 in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, kam in verschiedene Konzentrationslager und war zuletzt im Außenlager Dresden des KZ Flossenbürg. 1945 konnte er mit Mutter und Bruder auf einem Todesmarsch durch Böhmen fliehen. Er war einer der jüngsten Häftlinge des KZ Flossenbürg.

Samuel Brückner, geboren am 24. April 1925 in Köln, kam 1944 vom Außenlager Wieliczka des Konzentrationslagers Plaszow/Polen in das KZ Flossenbürg, wo er im Messerschmidt-Werk sowie im Außenlager Hersbruck Zwangsarbeit leisten musste. Am 16. April 1945 wurde er als einer der ersten im Lager auf einen so genannten Todesmarsch geschickt, am 23. April wurde er bei Stamsried befreit. Heute lebt Samuel Brückner in Tel Aviv.

Dr. Alexander Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dokumentationszentrums, führt in das Gespräch ein.

Kooperationsveranstaltung mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
externer Link KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
<http://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de>

Eintritt frei

Ukrainischer Zwangsarbeiter (rechts) bei der Feldarbeit in der Nähe von
Markt Erlbach, 1943.
© privat

Zwangsarbeiter im ländlichen Franken

Vortrag von Herbert May M.A.

Ort:  Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Datum:  Dienstag, 4. Mai 2010, 18.30 Uhr

Über 13 Millionen ausländische Männer, Frauen und Kinder mussten zwischen 1939 und 1945 im Deutschen Reich und in dem von Hitler-Deutschland besetzten Europa Arbeitseinsatz leisten. Mehrere hunderttausend Zwangsarbeiter waren auch in Franken beschäftigt, darunter ein Großteil in der Landwirtschaft. Selbst wenn der Einsatz auf Bauernhöfen eine größere Überlebensperspektive bot als die Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie, so waren auch die ausländischen Landarbeiter beim geringsten Fehlverhalten einer brutalen und gnadenlosen Repression durch die Nationalsozialisten ausgesetzt.

Der Vortrag von Herbert May, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fränkischen Freilandmuseums Bad Windsheim, wirft Schlaglichter auf den Lebens- und Arbeitsalltag der Zwangsarbeiter auf den Bauernhöfen in Franken. Der Blick geht aber auch noch über das Jahr 1945 hinaus und spürt Biographien von ehemaligen Zwangsarbeitern nach, die dauerhaft in Franken geblieben sind.

Eintritt frei

Hitlers Zweites Buch, veröffentlicht 1961 vom Institut für Zeitgeschichte.

Hitlers Zweites Buch

Szenische Lesung mit Dr. Rochus Castner und Dietrich von Heckel

Ort:  Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Datum:  Sonntag, 9. Mai 2010, 11 Uhr

Schärfer noch als in "Mein Kampf" entwirft Hitler in seinem 1928 diktierten Manuskript (1961 vom Institut für Zeitgeschichte München kommentiert herausgegeben) seine maßlose Außenpolitik mit dem Ziel der Gewinnung von Lebensraum im Osten für die "arische Herrenrasse".

Rochus Castner, Pädagoge und Referent für politische Bildung, und Dietrich von Heckel, Oberstudiendirektor, zeigen in ihrer szenischen Lesung auf, wie Hitler mit seinen Attacken gegen "dünkelhaftes Bürgertum", "lasterhaften Pazifismus", "internationales Judentum" sowie die demokratische Regierungsform ein eigenes Weltbild zimmert, in dem ein Leben und eine Politik ohne Krieg ihren Sinn verfehlen.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bildungszentrum der Stadt Nürnberg statt.

Eintritt: 7,00 EUR, 6,00 EUR ermäßigt.

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