museen der stadt nürnberg

Bei einer Einführung in die Thematik werden Vorkenntnisse, Motivation und spezielle Bedürfnisse der Gruppe geklärt. Der folgende begleitete Ausstellungsbesuch bereitet den anschließenden Studientag im Studienforum vor. Dort werden Materialien bereitgestellt, Methodenvielfalt und die Arbeit in Kleingruppen sind selbstverständlich.

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Bildungsangebot - Programm - Studientage

Arbeit in Kleingruppen während eines Studientages.

Die Gruppe erhält zunächst eine kurze Einführung in die Thematik. Hierbei können Vorkenntnisse, Motivation wie auch spezielle Wünsche und Bedürfnisse der Gruppe geklärt werden. Der folgende begleitete Ausstellungsbesuch bereitet den anschließenden Studientag im Studienforum vor. Dort werden Materialien bereitgestellt, Methodenvielfalt und die Arbeit in Kleingruppen sind selbstverständlich.

Zur Absprache von Schwerpunkten treten die jeweiligen Partner rechtzeitig mit Ihnen in Kontakt.

Dauer:
ca. 6,5 Stunden (inkl. Pausen)
Kosten:
120 EUR in deutsch zzgl. Eintritt für die Ausstellung
140 EUR für Fremdsprache zzgl. Eintritt für die Ausstellung

Sie können für Ihren Studientag unter folgenden Schwerpunkten auswählen:

Schüler beim Studium von Quellen.
© museen der stadt nürnberg

NS-Geschichte ausstellen -
Objektauswahl, Quellenanalyse und Präsentationsstrategien in der Praxis

Welchen Erkenntniswert besitzen Realien, schriftliche Originaldokumente sowie visuelle und audiovisuelle Medien für den Historiker? Welche Bedeutung misst der Besucher den unterschiedlichen Exponaten zu? Welche Rolle spielen Ausstellungselemente in einer Geschichtserzählung? Die Teilnehmer erproben sowohl quellenanalytisch als auch kreativ den Aufgabenbereich eines Ausstellungsmachers: Zu unterschiedlichen Exponaten werden in Kleingruppen modellhaft Ausstellungseinheiten und Erläuterungstexte entworfen und gemeinsam deren Besuchertauglichkeit diskutiert. Über handlungsorientierte Methoden lassen sich so Erfahrungen mit Objektauswahlkriterien, Recherche und Darstellungsmethoden sammeln. Gemeinsam kommen wir über die Darstellung von NS-Geschichte ins Gespräch und analysieren dabei auch Ausstellungsbeispiele an anderen Lernorten.

Partner:
Kooperation
externer Link Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
<http://www.kpz-nuernberg.de>
externer Link Geschichte für Alle e.V. Institut für Regionalgeschichte (GFA)
<http://www.geschichte-fuer-alle.de>
Zielgruppe:
E S I S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Das Flugzeug des "Führers" über der Nürnberger Kaiserburg, 1934.

Propaganda - Gelenkte Faszination

Eines der wirksamsten Herrschaftsinstrumente der Nationalsozialisten war ihre durchorganisierte Propaganda, die sich auf alle Bereiche des Alltags erstreckte. Mit unterschiedlichsten Mitteln und Medien wurde die Bevölkerung durch immer wieder die selben Botschaften indoktriniert.

Im Mittelpunkt des Studientages stehen vor allem einschlägige Beispiele aus der Bild- und Rundfunkpropaganda, wobei auch die Funktion der Sprache als politisches Element berücksichtigt wird. In methodisch differenziert angelegter Gruppenarbeit werden dahingehend Inhalte, Strategien und Techniken sowie Ziele und Wirkungsmechanismen der Propaganda diskutiert.

Mit einer Besichtigung des Kongressbaus lässt sich abschließend durch entdeckendes Lernen aufzeigen, inwiefern die Zielsetzungen der Nationalsozialisten auch in die Architektur auf dem Reichsparteitagsgelände "verpackt" wurden.

Partner:
externer Link Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
<http://www.kpz-nuernberg.de>
Zielgruppe:
E BuP S I S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Fahnenweihe mit der "Blutfahne" in der Luitpoldarena, 1935.

Faszination, Gewalt und Erinnerung

In Nürnberg rückt mit den Reichsparteitagen der NSDAP zunächst die Schauseite des Nationalsozialismus und der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" in den Vordergrund. Der Studientag möchte hinter diese Fassade blicken. In Anlehnung an den Titel der Ausstellung "Faszination und Gewalt" spüren wir den Verbindungslinien nach, die von der Begeisterungskraft der Reichsparteitage und der Begeisterungsfähigkeit der deutschen Bevölkerung zu den ebenfalls im Dokumentationszentrum gezeigten NS-Verbrechen führen. Im zweiten Teil des Tages geht es um den Umgang mit der Geschichte. Wie haben sich die Deutschen seit 1945 zu ihrer belastenden Vergangenheit verhalten? Wie wird der Zusammenhang zwischen Faszination, Beteiligung und Gewalt in der gegenwärtigen Erinnerungskultur repräsentiert? Auf Wunsch können eine Geländebegehung oder ein Zeitzeugengespräch in den Studientag einbezogen werden.

Partner:
externer Link Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH)
<http://www.didanat.de>
Zielgruppe:
E BuP S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Ausmarsch der HJ aus dem Zeltlager in Langwasser, 1937.

Jugend und Erziehung im Nationalsozialismus

Kinder und Jugendliche im "Dritten Reich" wurden auf vielerlei Art und Weise unmittelbar mit der nationalsozialistischen Weltanschauung konfrontiert, unter anderem in den staatlichen Jugendorganisationen HJ und BDM, im Rassekundeunterricht in der Schule oder durch die Kinderlandverschickung während des Zweiten Weltkriegs. Viele waren begeistert von den Angeboten der Hitlerjugend, etliche wurden einfach mitgerissen und einige versuchten, sich dem Regime zu entziehen oder Widerstand zu leisten.

Verschiedene Facetten des Alltags von Jugendlichen im Nationalsozialismus werden in diesem Studientag beleuchtet. In Vorabsprache können inhaltliche Schwerpunkte nach Interesse der Teilnehmer gesetzt werden. Anhand hierzu ausgewählter Quellen und Materialien haben die Teilnehmer die Möglichkeit zum Selbststudium. Sie erarbeiten sich historische Inhalte, präsentieren sich diese gegenseitig und gelangen dadurch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Geschichte. Dabei geht es auch um die Frage, wie der Alltag Jugendlicher heute im Vergleich dazu aussieht.

Partner:
externer Link Kreisjugendring Nürnberg-Stadt (KJR)
<http://www.dokupaed.de>
Zielgruppe:
S I S II BS
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Seite aus dem NS-Lehrbuch "Erblehre und Rassenkunde in bildlicher Darstellung" von Alfred Vogel aus dem Jahr 1938.
© museen der stadt nürnberg

Menschenbild und Medizin im Nationalsozialismus

Die Rassentheorie der Nationalsozialisten stützte sich auf pseudowissenschaftliche Theorien von Arthur de Gobineau, Francis Galton, Alfred Ploetz u.a., die im Europa des 19. Jahrhunderts wissenschaftlichen Anspruch erhoben. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit diesen Theorien sowie den zugrundeliegenden Menschenbildern. Anhand von Quellen und Fallbeispielen analysieren sie später in Kleingruppen die verheerenden Gesetze und Erlasse der Nationalsozialisten wie das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" (1933) und die "Aktion T 4", die die Tötung von Menschen mit Behinderungen und psychisch Kranken veranlasste. Medizinische Versuche in Konzentrationslagern sowie die Strafverfolgung der Täter nach 1945 bilden weitere Themenschwerpunkte. Der Studientag endet mit einer Diskussion über den Umgang mit ethischen Werten im "Dritten Reich" und heute.

Partner:
externer Link Kreisjugendring Nürnberg-Stadt (KJR)
<http://www.dokupaed.de>
Zielgruppe:
S II BS
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag.

Vom Nürnberger Prozess zum Internationalen Strafgerichtshof

"(...) dass nach dem gleichen Maß, mit dem wir die Angeklagten heute messen, auch wir morgen von der Geschichte gemessen werden (...)", - dies prophezeite der amerikanische Chefankläger Robert Jackson beim Nürnberger Prozess 1945.

Doch mehr als ein halbes Jahrhundert verging, ehe am 1. Juli 2002 tatsächlich ein Internationaler Strafgerichtshof für Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen in Den Haag geschaffen wurde, bei dem ausgerechnet die USA abseits stehen.

Wir schlagen den Bogen vom Nürnberger "Jahrhundertprozess" bis zum neuen Internationalen Strafgerichtshof und diskutieren, warum er notwendig ist, was er leisten kann und was man nicht von ihm erwarten darf.

Dieses Thema kann ebenfalls als 45/90-minütiges Gespräch gebucht werden, auch Veranstaltungen in englischer Sprache sind möglich.

Partner:
Kooperation
externer Link Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg (MR-Büro)
<http://www.menschenrechte.nuernberg.de>
externer Link Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. (NMRZ)
<http://www.menschenrechte.org>
Zielgruppe:
E BuP S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

"Straße der Menschenrechte" in Nürnberg.

Gegen den Nationalsozialismus: Die Menschenrechte

Weltweit lösten die Verbrechen des Nationalsozialismus Entsetzen aus. Eine weltweite Antwort darauf wollte schon 1948 die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" geben. Mit ihr wurden neue moralische, politische und rechtliche Grundlagen für staatliches Handeln formuliert, die im Studienforum gemeinsam erarbeitet werden. Mit den Menschenrechtspakten haben erstmals in der Geschichte auch einzelne Menschen weltweit anerkannte Rechte. Regierungen können ihre Bürger nicht mehr behandeln, wie es ihnen gefällt. Wie wir aber wissen, ist es damit nicht getan. Daher müssen wir auch der Frage nachgehen, in wie weit die Hoffnungen von damals sich erfüllt und welche Bedeutung die Menschenrechte für die Politik heute haben.

Dieses Thema kann ebenfalls als 45/90-minütiges Gespräch gebucht werden, auch Veranstaltungen in englischer Sprache sind möglich.

Partner:
Kooperation
externer Link Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg (MR-Büro)
<http://www.menschenrechte.nuernberg.de>
externer Link Nürnberger Menschenrechtszentrum e.V. (NMRZ)
<http://www.menschenrechte.org>
Zielgruppe:
E BuP S I S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

Rechtsextremismus

Rechtsextremismus

Rechtsextreme Positionen werden von unterschiedlichen Gruppierungen, Institutionen und Parteien vertreten. Allen gemeinsam sind ein klarer, zum Teil äußerst brutaler Fremdenhass, Antisemitismus, mehr oder weniger deutlicher Neonazismus und das Streben nach einem autoritären Führerstaat.

Während des Studientags wird in produktorientierter Gruppenarbeit unter Berücksichtigung unterschiedlichster Materialien ein facettenreiches Bild des aktuellen Rechtsextremismus in Deutschland gezeichnet, das auch die historischen Wurzeln einbezieht. Mögliche Strategien, wie der Einzelne Rechtsextremismus bekämpfen kann, werden anschließend vor diesem Hintergrund in Kleingruppen entwickelt und gemeinsam diskutiert.

Partner:
externer Link Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ)
<http://www.kpz-nuernberg.de>
Zielgruppe:
E BuP S I S II
interner Link Buchung
<http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/bildung/buchung.html>

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